Obereisenhausen (mundartlich Uwweraisehause) ist ein Dorf im Hessischen Hinterland und als solches ein Ortsteil der Gemeinde Steffenberg im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geschichte Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1103 als Sitz der Kirche.

Es gab in Richtung Holzhausen ehemals einen Diabas-Steinbruch. Dieser ist jedoch nicht mehr in Betrieb.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Obereisenhausen:

Gebietsreform Am 1. April 1972 wurde Obereisenhausen im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die neu geschaffene Gemeinde Steffenberg eingegliedert.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Obereisenhausen angehört(e):

1327 und später: Gericht Eisenhausen, das 1630 und später dem Grund Breidenbach zugerechnet wird vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Blankenstein, Grund BreidenbachDie Zugehörigkeit des Amtes Blankenstein anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: , und 1604–1648: strittig zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt (Hessenkrieg) ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach ab 1627: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach ab 1806: Großherzogtum Hessen, Oberfürstentum Hessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach, Gericht Breitenbach ab 1815: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Blankenstein, Grund Breidenbach ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk BattenbergBis 1823 Patrimonialgericht Grund Breidenbach; 1923: Trennung von Justiz (Landgericht Biedenkopf) und Verwaltung. ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (übergangsweise Hinterlandkreis) ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1932: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Dillenburg ab 1933: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Biedenkopf ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Biedenkopf ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Biedenkopf ab 1973: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Biedenkopf, Gemeinde SteffenbergAm 1. April 1973 wurde Obereisenhausen als Ortsteil in die Gemeinde Steffenberg eingegliedert. ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gemeinde Steffenberg ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Marburg-Biedenkopf, Gemeinde Steffenberg

Bevölkerung Einwohnerentwicklung  Quelle: Historisches Ortslexikon • 1577: 18 Hausgesesse • 1630: 12 Hausgesesse (3 zweispännige, 7 einspännige Ackerländer, 2 Einläuftige) • 1677: 9 Männer, 1 Jungmannschaften, 2 ledige Mannschaften • 1742: 34 Haushalte • 1791: 134 Einwohner • 1800: 174 Einwohner • 1806: 204 Einwohner, 33 Häuser • 1829: 245 Einwohner, 36 Häuser

Religionszugehörigkeit  Quelle: Historisches Ortslexikon • 1829: 245 evangelische (= 100 %) Einwohner • 1885: 245 evangelische, einen katholischen und 7 andere Christen, sowie einen anderen Einwohner • 1961: 357 evangelische (= 82,83 %), 49 katholische (= 11,37 %) Einwohner

Erwerbstätigkeit  Quelle: Historisches Ortslexikon • 1867: Erwerbspersonen: 60 Landwirtschaft, vier Verkehr, eine Erziehung und Unterricht, eine Kirche und Gottesdienst, eine Gemeindeverwaltung • 1961: Erwerbspersonen: 65 Land- und Forstwirtschaft, 123 produzierendes Gewerbe, 29 Handel und Verkehr, 11 Dienstleistungen und Sonstiges.

Wappen Am 26. April 1957 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:

Sehenswürdigkeiten Evangelische Kirche Historischer Ortsbrunnen in der Ortsmitte Dorfmuseum im Dorfgemeinschaftshaus Backhaus, das noch regelmäßig von der Brauchtumsgruppe im Ort genutzt wird Streuobstwiese mit mehr als 80 Birnensorten

Weblinks

Ortsteil Obereisenhausen. In: Webauftritt der Gemeinde Steffenberg.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Marburg-Biedenkopf Kategorie:Geographie (Steffenberg) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Marburg-Biedenkopf) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972