miniatur|Das Südossetische Autonome Oblast Das Südossetische Autonome Oblast (/Chussar Irystony avtonomon bæstæ; /Jugo-Ossetinskaja awtonomnaja oblast; /Samchret Ossetis awtonomiuri olki;) war eine Südossetien umfassende Verwaltungseinheit beziehungsweise eine Autonome Oblast der Sowjetunion und seit 20. April 1922 Teil der Georgischen SSR.
Hauptstadt des Südossetischen Autonomen Gebiets war Zchinwali, das von 1936 bis 1961 zu Ehren Josef Stalins den Namen Staliniri trug. Im Jahr 1989 betrug die Bevölkerungszahl knapp 100.000.
Am 10. November 1989 beschloss der Oberste Sowjet des Gebiets die Gründung der „Südossetischen Autonomen Sowjetrepublik“. Dieser Beschluss wurde am 16. November vom Präsidium des Obersten Sowjets der Georgischen SSR für unwirksam erklärt.Chronik der Ereignisse des georgisch-ossetischen Konflikts 1988–1994. RIA Novosti, 11. August 2008 (russisch) Daraufhin kam es zu militärischen Auseinandersetzungen. Am 20. September 1990 erklärte sich Südossetien als Demokratische Sowjetrepublik für unabhängig von der Georgischen SSR, was wiederum nicht anerkannt wurde und zur Eskalation des Konflikts führte.
Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Georgiens 1991 wurde das Südossetische Autonome Gebiet de jure gegen den Widerstand der Bevölkerung ein Teil des neu entstandenen georgischen Staats, stand aber nur noch teilweise unter georgischer Kontrolle. Inzwischen wird das Gebiet vollständig von der Republik Südossetien kontrolliert.
Bevölkerungsentwicklung Ethnie19261939195919791989Osseten60.351 (69,1 %)72.266 (68,1 %)63.698 (65,8 %)66.073 (66,5 %)65.232 (66,2 %)Georgier23.538 (26,9 %)27.525 (25,9 %)26.584 (27,5 %)28.125 (28,3 %)28.544 (29,0 %)Juden1.739 (2,0 %)1.979 (1,9 %)1.723 (1,8 %)1.485 (1,5 %)396 (0,4 %)Armenier1.374 (1,6 %)1.537 (1,4 %)1.555 (1,6 %)1.254 (1,3 %)984 (1,0 %)Russen157 (0,2 %)2.111 (2,0 %)2.380 (2,5 %)1.574 (1,6 %)2.128 (2,2 %)Summe87,375106,11896,80799,42198,527Quelle:
Einzelnachweise
Kategorie:Georgische Sozialistische Sowjetrepublik Kategorie:Südossetien