mini|Lea Draeger beim Göttinger Literaturherbst 2022 Lea Draeger (* 1980 in MünsterLea Draeger beim Maxim Gorki Theater, abgerufen am 24. September 2021.) ist eine deutsche Schauspielerin, Autorin und Künstlerin.
Leben Lea Draeger stammt aus einer Lehrer- und Juristenfamilie und wuchs in Münster auf. Sie ging nach dem Abitur nach Berlin, um an der Humboldt-Universität Kunstgeschichte zu studieren; entschied sich dann jedoch für die Schauspielerei und studierte 2001 bis 2005 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.
2005 spielte sie die Figur der Lena in der Romanverfilmung von Siegfried Lenz’ Der Mann im Strom unter der Regie von Niki Stein. Von 2004 bis 2006 hatte sie ihr erstes Theaterengagements am Schauspielhaus Bochum. Seit 2006 spielt sie an der Berliner Schaubühne, von 2006 bis 2011 als festes Ensemblemitglied.Lea Draeger bei der Schaubühne am Lehniner Platz, abgerufen am 4. März 2014. 2010 erhielt sie den Daphne-Preis, den Publikumspreis der TheaterGemeinde Berlin als beste Nachwuchsschauspielerin. Danach folgten Engagements als Gast bei den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Avignon, am Schauspielhaus Düsseldorf, am Centraltheater Leipzig und am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 2013 spielt sie am Maxim Gorki Theater Berlin, von 2015 bis 2023 als festes Ensemblemitglied.
2013 erschien ihr erstes Künstlerbuch Fünf Würmer im Dezember im Berliner Hybriden-Verlag. Es folgte die Trilogie Katholikenbus nach Lourdes, Mutter Magda Märtyrerin sowie Jesus im Seniorenheim. Seit 2017 arbeitet sie an ihrer Serie Ökonomische Päpst* die sich auf spielerische Weise mit patriarchalen Machtverhältnissen, binären Strukturen und deren Überwindung beschäftigt. Anfangs als Serie von 1000 Ökonomischen Päpsten konzipiert, umfasst sie mittlerweile über 8000 briefmarkengroße Porträts von Figuren, deren Identitäten fließend sind. 2022 erschien ihr Roman Wenn ich Euch verraten könnte in den Hanser Literaturverlagen.
Theater (Auswahl) 2004: Schiller, Regie: Reinhild Hoffmann, DNT Mannheim 2005: Iwanow, Regie: Matthias Hartmann, Rolle: Sascha, Schauspielhaus Bochum 2006: Dantons Tod, Regie: Thomas Thieme, Rolle: Lucile, Schauspielhaus Bochum 2006: Platonow, Regie: Luk Perceval, Rolle: Marja Grekowa, Schaubühne Berlin 2006: Drei Schwestern, Regie: Falk Richter, Rolle: Natascha, Schaubühne Berlin 2007: Gespenster, Regie: Sebastian Nübling, Rolle: Regine, Schaubühne Berlin 2008: Die Stadt, Regie: Thomas Ostermeier, Rolle: Jenny, Schaubühne Berlin 2008: Kabale und Liebe, Regie: Falk Richter, Rolle: Luise, Schaubühne Berlin 2008: Der Stein, Regie: Ingo Berk, Schaubühne Berlin, Salzburger Festspiele 2009: Endstation Sehnsucht, Regie: Benedict Andrews, Rolle: Stella, Schaubühne Berlin 2009: Trust, Regie: Falk Richter und Anouk van Dijk, Rolle: Lea, Schaubühne Berlin 2010: Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Regie: Patrick Wengenroth, Rolle: Christiane F., Schaubühne Berlin 2011: Die Macht der Finsternis, Regie: Michael Thalheimer, Rolle: Akulina, Schaubühne Berlin 2011: Hamlet, Regie: Staffan Valdemar Holm, Rolle: Ophelia, Schauspielhaus Düsseldorf 2012: Rausch, Regie: Falk Richter, Schauspielhaus Düsseldorf 2013: Top Müller Schlacht, Regie: Thomas Thieme, Centraltheater Leipzig 2014: Small Town Boy, Regie: Falk Richter, Maxim Gorki Theater Berlin 2015: Die Juristische Unschärfe einer Ehe, Regie: Nurkan Erpulat, Rolle: Leila, Maxim Gorki Theater Berlin 2016: Feinde, Regie: Yael Ronen, Rolle: Mascha, Maxim Gorki Theater Berlin 2017: Dark Side, Regie: Yael Ronen, Maxim Gorki Theater Berlin 2018: Gerechten, Regie: Sebastian Baumgarten, Rolle: Dora, Maxim Gorki Theater Berlin 2018: Salome, Regie: Ersan Mondtag, Rolle: Herodes, Maxim Gorki Theater Berlin 2019: Bericht für eine Akademie, Regie: Oliver Frljić, Rolle: Josefine, Maxim Gorki Theater Berlin 2019: Anna Karenina oder Arme Leute, Regie: Oliver Frljić, Rolle: Anna Karenina, Maxim Gorki Theater Berlin 2019: Rewitching Europe, Regie: Yael Ronen, Maxim Gorki Theater Berlin 2020: Death Positive, Regie Yael Ronen, Maxim Gorki Theater Berlin 2021: Ausser Kontrolle, Oliver Frljić, Maxim Gorki Theater 2022: Geschwister, Regie: Ersan Mondtag, Maxim Gorki Theater Berlin 2022: Mutter Courage und ihre Kinder, Regie: Oliver Frljić, Rolle: Mutter Courage, Kathrin 2023: Antigone, Regie: Leonie Böhm
Filmografie (Auswahl) 2006: Der Mann im Strom 2006: Die Kinder der Flucht – Wolfskinder 2009: Bella Block – Das Schweigen der Kommissarin 2009: Tatort – Im Sog des Bösen 2012: Ein Fall für zwei (Fernsehserie) - Todeslauf 2012: Frauensee 2013: Das merkwürdige Kätzchen 2015: Tatort – Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes 2016: Auf einmal 2019: Krauses Hoffnung 2021: Das Mädchen und die Spinne 2022: Piaffe
Radio/Hörspiel (Auswahl) 2013: Shoppen in China, Regie: Lorenz Rollhäuser (SWR) 2013: Frauen ohne Männer, Regie: Ragnhild Sørensen (WDR) 2013: That I should rise – Und sollt’ ich geh’n, Regie: Ulrich Lampen (SWR) 2019: Ein Schaf in Das letzte Schaf von Ulrich Hub, Regie: Steffen Moratz (MDR) 2021: Der Club der schönen Mütter von Lutz Hübner und Sahra Nemitz, Regie: Judith Lorentz (Deutschlandfunk Kultur) 2023: Die Heldin von Patricia Highsmith, Regie: Nicole Paulsen (SWR)
Roman Wenn ich euch verraten könnte. Roman. München: Carl Hanser, 2022
Ausstellungen (Auswahl) 2018: 1000 ökonomische Päpste, Lea Draeger, Ebensperger Berlin 2018: Crossbreeding, Hybriden-Verlag, die tödliche Doris, Herman de Vries, Lea Draeger et al., Van Abbemuseum, Eindhoven 2018: Kaputt, Lea Draeger, Bonnie Camplin, Daniel Spoerri, Neulich an der Salzach, Salzburg 2018: Wahlverwandtschaften, Lea Draeger, Bjarne Melgaard, Jonathan Meese, Sandro Kopp et al., Sammlung Friedrichshof, Zurndorf 2019: 4. Berliner Herbstsalon: De-Heimatize it!, Lea Draeger, Candice Breitz, Alfredo Jaar, Henrike Naumann et al., Palais am Festungsgraben Berlin 2020: Papa goes Salome goes Cannibalism(s), Julius Deutschbauer und Lea Draeger, Ebensperger Salzburg 2022: Ökonomische Päpste und Päpstinnen, Ebensperger Berlin 2022: Sammeln, Villa Schöningen, Potsdam 2023: Päpstinnen, Guardini Foundation, Berlin 2023: Ökonomische Päpst*, Am Seegarten, Brandenburg an der Havel 2023: Beyond Fame. Die Kunst der Stars, NRW-Forum, Düsseldorf
Künstlerbücher 2013: Fünf Würmer im Dezember, Hybriden Verlag 2013: Katholikenbus nach Lourdes, Hybriden-Verlag 2015: Mutter Magda Märtyrerin, Hybriden-Verlag 2016: Jesus im Seniorenheim, Hybriden-Verlag 2019: Die Heiliginnen, Ebensperger 2020: Mein Vater, Ebensperger
Auszeichnungen 2004: Förderpreis für Schauspielstudierende der Bundesministerin für Bildung und Forschung, erster Ensemblepreis an Studierende der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, Studio Weimar (Christian Apel, Puja Behboud, Lea Draeger, Gina Henkel, Martin Klemm, David Kramer, Martin Neuhaus, Petra Schmidt-Schaller; Inszenierung: Olaf Hilliger) für Zeit zu lieben Zeit zu sterben von Fritz Kater beim Theatertreffen in Hannover der Ständigen Konferenz SchauspielausbildungKlaus Witzeling, Hrsg.: Europäische Theaterakademie „Konrad Ekhof“ GmbH: Dokumentation, Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender und 15. Wettbewerb zur Förderung des Schauspielnachwuchses des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg 2004, S. 48, 49 u. 66 (PDF, 1,19 MB) 2010: Daphne-Preis der TheaterGemeinde Berlin 2022: Wenn ich euch verraten könnte auf der Shortlist: Literaturpreis „Text & Sprache“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2023: Wenn ich euch verraten könnte auf der Shortlist: Debütpreis des Buddenbrookhauses
Weblinks Lea Draeger Website Galerie Ebensperger Lea Draeger Künstlerseite
Lea Draeger bei der Agentur Ahoi Lea Draeger beim Maxim Gorki Theater Lea Draeger bei der Schaubühne am Lehniner Platz Bericht und Presseschau zur Verleihung des Daphne-Preises 2010
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Berlin) Kategorie:Bildender Künstler (Berlin) Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau Kategorie:Schriftsteller (Berlin)