Wilde Gera ist die Bezeichnung für einen Flussarm der Gera im Erfurter Stadtgebiet.

Historischer Verlauf bis 1898 Sie zweigte ursprünglich als eigenständiger Arm im Viertel Brühl vom Walkstrom der Gera ab und führte im Bogen östlich am Stadtkern vorbei. Dabei verlief sie als Graben vor der inneren Mauer der Stadtbefestigung. Im Bereich des Venedig im Norden der Altstadt vereinte sie sich mit dem Breitstrom.Ausführliche geographisch-statistisch-topographische Beschreibung des Regierungsbezirks Erfurt,von Carl August Noback 1898 wurde die Wilde Gera nach dem Ausbau des Flutgrabens zugeschüttet. Auf ihr legte man die erste Erfurter Ringstraße an, den heutigen Juri-Gagarin-Ring.

Heutiger Verlauf der Wilden Gera in Erfurt Die Wilde GeraNach WebAtlasDEBeim ALKIS-Viewer hier schon Bergstrom genannt (GKZ 564272)Nach DLM–Gewaesser (AAA) zweigt gegenüber dem Dreienbrunnenbad etwa 80 m nordöstlich des Drei Quellen Brunnes beim Dendrologischen Garten links von der Gera (GKZ 5642)Nach DLM–Gewaesser (AAA) ab. Der Hauptstrang wird ab dort als Gera-FlutgrabenFalk OriginalkarteBeim ALKIS-Viewer nur Flutgraben (GKZ 5642)Nach DLM–Gewaesser (AAA) oder weiterhin als Gera bezeichnet. Gut hundert Meter südlich der Espachstraße zweigt rechts von der Wilden Gera der Walkstrom (GKZ 5642724)Nach DLM–Gewaesser (AAA) ab. Die Wilde GeraNach DLM–Gewaesser (AAA): Hauptname oder auch Bergstrom Nach DTK10Nach DLM–Gewaesser (AAA): Nebenname (GKZ 564272)Nach DLM–Gewaesser (AAA) genannt, läuft nun nordwärts und wird auf ihrer linken Seite vom Eselsgraben (GKZ 5642722)Nach DLM–Gewaesser (AAA) gespeist. Sie wendet sich nach Nordosten und unterquert die Straße des Friedens, kurz danach die Bonemilchstraße. Sie fließt nun wieder mehr nach Norden und wird von der Bonemilchstraße begleitet. Kurz vor der Maximilian-Welch-Straße biegt sie nach Nordosten ab und verschwindet beim Theater kurz in den Untergrund, um gleich darauf östlich des Theaterplatzes wieder an der Oberfläche aufzutauchen. Sie schlägt nun einen sanften Bogen nach Südosten, quert dann zunächst die Mainzerhofstraße, kurz danach südlich des Domes die Stiftgasse und die Lange Brücke und vereinigt sich dann westlich der Meister-Eckehart-Straße wieder mit dem Walkstrom. Nach andern Karten erst etwa südlich der Schlösserstraße Die nunmehr merklich breitere Wilde GeraNach dem ALKIS-Viewer heißt das Gewässer ab dort BreitstromNach DLM–Gewaesser (AAA) Name: Wilde Gera, Zweitname: Breitstrom GKZ 564272 fließt ab hier in einen Bogen nach Norden. Südlich der Rathausbrücke zweigt ein namenloser Arm nach links ab, der kurz vor der Augustinerstraße wieder in die Wilde Gera zurückfließt. Ab hier wird das Gewässer auch Breite Strom genannt. Südlich von Klein-Venedig zweigt von der Wilden Gera, diesmal rechts, die Schmale Gera (GKZ 564348)Nach DLM–Gewaesser (AAA) ab; ein linker Arm von dieser vereinigt sich dann wieder mit der Wilden GeraBeim ALKIS-Viewer heißt das Gewässer bis hier Breitstrom. Die Wilde GeraAb hier trägt sie diese Bezeichnung auch bei der DTK10 quert noch die Schlüterstraße, die Leopoldstraße und die Talstraße und mündet dann schließlich auf der Höhe der Waldemarstraße von links in die Gera.

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Einzelnachweise

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