mini|hochkant=2|Geiztrauben (Herlinge) auf einem Geiztrieb im Herbst nach dem Laubfall Herlinge oder Geiztrauben heißen die kleinen Trauben aus der späten Nachblüte des Rebstocks auf Geiztrieben.

Herlinge werden bei der Lese per Hand nicht gelesen. Auch bei der maschinellen Ernte wird tunlichst darauf geachtet den oberen Bereich der Laubwand nicht zu ernten, da diese meist unreifen Trauben wenig Zucker und Aroma sowie hohe Säurewerte aufweisen. Wenn bei einem Jahrgang die Rebblüte schon frühzeitig abgeschlossen ist, können diese kleinen Trauben, deren Entwicklung später begonnen hat als die der Trauben des Haupttriebes, auch geerntet werden. Die Mengenerträge sind aber gering.

Die Ausbildung dieser Trauben kann durch Verlegung der ersten Gipfelung möglichst weit nach der Blüte unterdrückt werden, da dann die befruchteten Kerne der Beeren diese hormonell unterdrücken.

Der Begriff ist altertümlich und wird u. a. in dem poetischen Weinberglied in der Bibel (Jesaja 5, Vers 1–7) erwähnt.Jesaja 5:

Einzelnachweise

Kategorie:Weinbau