Heimbach ist ein Stadtteil der Stadt Bad Schwalbach im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Für den Stadtteil besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat.

Geographische Lage Heimbach liegt nördlich der Kernstadt Bad Schwalbach auf einer Höhe von rund 390 MeterHessisches Landesvermessungsamt: Kreiskarte 1:50.000 Wiesbaden Rheingaukreis Untertaunuskreis, Ausgabe 1969 in dem Tal des Heimbachs, einem linken Zufluss des Nesselbachs, der durch Bad Schwalbach der Aar zufließt. Die Gemarkung von Heimbach gehört zum Westlichen Aartaunus, einer naturräumlichen Untergliederung des westlichen Hintertaunus.Westlicher Aartaunus, Zorner Hochfläche, Katzenelnbogener Hochfläche, Nastätter Mulde und UnterlahnhöhenTopografische Karte 1:25.000

Geschichte Überblick Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Heimbach erfolgte um das Jahr 1260. Der Ort gehörte nach dem Weistum der 15 Dorfschaften, einer Urkunde im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden vom 21. April 1489, zu den Überhöhischen Dörfern des Rheingaus und später zur Niedergrafschaft Katzenelnbogen.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Heimbach zum 31. Dezember 1971 zusammen mit fünf Nachbargemeinden auf freiwilliger Basis in die Stadt Bad Schwalbach eingegliedert. Wie für jeden Stadtteil außerhalb der Kernstadt wurde durch die Hauptsatzung auch für Adolfseck ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Heimbach angehört(e):

1530 und später: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Hessen-Rheinfels, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1583: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein ab 1648: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niedergrafschaft Katzenelnbogen, Amt Hohenstein 1806–1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (Pays réservé de Catzenellenbogen) ab 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langen-Schwalbach ab 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreisamt Langen-SchwalbachAbtrennung der Justiz (Justizamt Langen-Schwalbach) bis 1854. ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, UntertaunuskreisEndgültige Trennung zwischen Justiz (Amtsgericht Langen-Schwalbach) und Verwaltung. ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Untertaunuskreis ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Untertaunuskreis ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Untertaunuskreis ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis am 31. Dezember 1971 als Stadtteil zu Bad Schwalbach ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis Stadt Bad Schwalbach

Einwohnerentwicklung Einwohnerstruktur Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Heimbach 525 Einwohner. Darunter waren 24 (4,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 78 Einwohner unter 18 Jahren, 216 zwischen 18 und 49, 123 zwischen 50 und 64 und 108 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 249 Haushalten. Davon waren 87 Singlehaushalte, 93 Paare ohne Kinder und 57 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 57 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 174 Haushaltungen lebten keine Senioren/-innen.

Einwohnerzahlen 1587: 7 Hausgesesse

Religionszugehörigkeit Quelle: Historisches Ortslexikon • 1885: 130 evangelische (= 76,47 %), 40 katholische (= 23,53 %) Einwohner • 1961: 124 evangelische (= 61,08 %), 63 katholische (= 31,03 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten Der Obergermanisch-Raetische Limes verläuft am Nordrand der Gemarkung.Deutsche Limesstraße: Limes bei Heimbach

Das Vereinsleben wird von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Heimbacher Carneval Club getragen. Seit 1983 gibt es ein Bürgerhaus am Ort.

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismus Heimbach ist wie die ganze Region Teil des Naturpark Rhein-Taunus, der den Menschen eine naturnahe Erholung ermöglichen will. Gut die Hälfte der Gemarkung ist bewaldet und lädt mit zahlreichen gekennzeichneten Wegen die Kurgäste und die Einwohner der Kreis- und Kurstadt Bad Schwalbach zum Wandern ein.

Verkehr Heimbach liegt an der L 3456, die von der Bundesstraße 260 kommend, im Heimbachtal verläuft, für Heimbach selbst eigentlich den Charakter einer Ortsumgehung hat, und den größten Teil von Bad Schwalbach nördlich umgeht, um nach drei Kilometer an den Sportanlagen, dem Freibad und dem Kreishaus des Rheingau-Taunus-Kreises vorbei in die Bad Schwalbacher Bahnhofstraße (Bundesstraße 275) einzumünden. Diese führt 500 Meter weiter nach Osten zur Aarstraße im Aartal. Auf diese Weise liegt Heimbach verkehrsgünstig und doch ruhig in der Nähe der Kreisstadt Bad Schwalbach, und Taunusstein, Wiesbaden und das Rhein-Main-Gebiet sind schnell zu erreichen.

Weblinks

Fußnoten Anmerkungen

Einzelnachweise Einwohnerzahlen der Stadt Bad Schwalbach unter 9. Statistische Angabe 2004–20014, 2007–20017 im Webarchiv.

Kategorie:Ort im Rheingau-Taunus-Kreis Kategorie:Geographie (Bad Schwalbach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rheingau-Taunus-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1260 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971