Prießen (niedersorbisch: Brjazyna) ist ein Ortsteil der Stadt Doberlug-Kirchhain im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Prießen. Er hat entsprechend der brandenburgischen KommunalverfassungBrandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de. und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.
Geografische Lage mini|Das Dorfgemeinschaftshaus mini|Feldsteinkirche in Prießen mini|Kirchenschiff
Prießen liegt an der L702 etwa 10 km westlich von Doberlug-Kirchhain zwischen Buchhain und Dübrichen im Zentrum des Landkreises Elbe-Elster.
Geschichte Ortsgeschichte Der Ort wurde erstmals 1329 als Prizin urkundlich erwähnt. Weitere Schreibweisen des Ortsnamens waren 1336 Priszne, 1380 Priezin, 1386 Pryssen, 1435 Prissen, um 1435 Brewssin, 1541 Priessen, 1546 Brisen und 1683 Prisenn. Der ursprüngliche Ortsname wird als Siedlung des Priša oder Pricha gedeutet.Walter Wenzel: Niederlausitzer Ortsnamenbuch, Domowina-Verlag, Bautzen 2006, ISBN 978-3-7420-1996-7
Kurfürst Rudolf I. verkaufte 1329 den Ort an das Kloster Dobrilugk, in dessen Besitz das Dorf bis 1541 blieb. 1529 gab es im Ort 19 Hüfner. Die Kirche war damals eine Filiale von Buckowien.Dr. Ernst Mucke: Bausteine zur Heimatkunde des Kreises Luckau
Eingemeindung Am 1. Oktober 2001 wurde das Dorf in die Stadt Doberlug-Kirchhain als Ortsteil eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
Bevölkerungsentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl von Prießen ab 1875 bis 2017Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg Online als PDF-Datei Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1875 367 1946 554 1989 254 1995 216 2009 219 1890 346 1950 479 1990 238 1996 2192017180 1910 371 1964 305 1991 233 1997 215 1925 389 1971 303 1992 236 1998 209 1933 357 1981 277 1993 236 1999 207 1939 341 1985 257 1994 225 2000 207
Kultur und Sehenswürdigkeiten In dem als Rechteck angelegten Dorf befindet sich eine denkmalgeschützte Granitquaderkirche aus dem 13. Jahrhundert auf der Dorfaue. Der aus Findlingen errichtete Kirchturm ist so breit wie das Kirchenschiff. Die Kirche ist ausgestattet mit einem Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert, einer Kanzel von 1592 und einem Taufbecken aus Sandstein in Kelchform.
Einzelnachweise
Weblinks
Ortsteil Prießen In: Webauftritt der Stadt Doberlug-Kirchhain.
Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster Kategorie:Ort in der Niederlausitz Kategorie:Geographie (Doberlug-Kirchhain) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster) Kategorie:Ersterwähnung 1329 Kategorie:Gemeindeauflösung 2001 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)