Róża Berger-Fiedler (* 17. Dezember 1940 in Béziers) ist eine in Deutschland lebende Jüdin, Dokumentaristin, Regisseurin und Produzentin.
Leben Róża Berger-Fiedlers Eltern emigrierten 1933 aus Deutschland nach Frankreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte die Familie in Polen und siedelte 1957 in die DDR über. In dem 1987/1988 entstandenen Film Erinnern heißt leben rekonstruierte Berger-Fiedler sehr persönlich die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens. Als dieser Film seine Premiere in Ost-Berlin hatte, fragte sie Heinz Galinski, ob sie einen Film auch über die Jüdische Gemeinde Berlin(-West) schaffen könnte. Damals hatte sie bereits acht andere Filme über das jüdische Leben fertiggestellt. So gründete sie im Jahre 1991 gemeinsam mit Harry Hornig die BABEL Film und Video GmbH mit Sitz in Berlin. Sie ist Geschäftsführerin der BABEL Film und Video GmbH & Agentur und unterhält mit ihrem gleichnamigen Magazin Babel TV ein News-Programm über das jüdische Leben in Berlin, das einmal wöchentlich erscheint und 1996 startete.
Filmografie 1977: Heimweh nach Rügen oder Gestern noch war ich Köchin 1978: Dialog„DDR-Frauen waren keine Heldinnen“. Rezension von Claudia Eulen, Sächsische Zeitung (SZ) vom 17. Oktober 2022 1981: Liebster Dziodzio 1982: So alt wie der Friede 1983: Seiten einer Chronik 1985: Begegnung 1986: Die Vorzeigefrau 1988: Erinnern heißt leben 1988: Das Lied 1989: Herr Schmidt von der Gestapo 1989: Dresden Oktober ’89 1996: Ner Tamid, Ewiges Licht 1996: Vergeben und versöhnen ist nicht vergessen 1996: Sein ist Anderssein 1996: Auferstehung – Neue Synagoge Centrum Judaicum
Literatur Cornelia Klauß: Róża Berger-Fiedler – Mit offenem Visier. In: Ralf Schenk & Cornelia Klauß (Hrsg.): Sie – Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme, Schriftenreihe der DEFA-Stiftung, Bertz + Fischer Verlag, Berlin: 2019, ISBN 978-3-86505-415-9, S. 31–40.
Weblinks
in der j-zeit
babel-tv.de
Einzelnachweis
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Frau