mini|Danuta Szaflarska Danuta Szaflarska (* 6. Februar 1915 in Kosarzyska bei Nowy Sącz; † 19. Februar 2017 in Warschau) war eine polnische Schauspielerin.

Leben Danuta Szaflarska beendete ihr Schauspielstudium kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 an dem Państwowy Instytut Sztuki Teatralnej. Ihr erstes Theaterengagement erhielt sie 1939 am Teatr Polski in Wilna. 1941 kam sie zurück nach Warschau und spielte bis 1943 in einem Untergrundtheater. Danach spielte sie bis zum Kriegsende für ein Fronttheater der Armia Krajowa. 1944 nahm sie aktiv am Warschauer Aufstand teil. Nach Kriegsende spielte sie zunächst am Teatr Stary in Krakau und ab 1949 in Warschauer Theatern: Teatr Współczesny (1949–1954) und Teatr Narodowy (1954–1966). Ab 1966 bis 1985 gehörte sie dem Ensemble des Dramatischen Theaters der Hauptstadt Warschau an, später hatte sie Gastauftritte an verschiedenen Theatern und in den Jahren 2010–2016 war sie Schauspielerin an TR Warszawa.

Ihre Filmarbeit begann 1946 mit dem Film Dwie Godziny, der allerdings erst 1957 zur Aufführung kam. 1946 spielte sie außerdem die Hauptrolle in Leonard Buczkowskis legendärem Film über die deutsche Besatzungszeit in Warschau mit dem Titel Zakazane Piosenki. Danuta Szaflarska spielte in unregelmäßigen Abständen in Filmen, konzentrierte sich jedoch vor allem auf die Theaterarbeit. Erst ab den 1990er Jahren spielte sie häufiger in Filmen, meist Nebenrollen älterer Damen. Für die Hauptrolle in Pora umierać von Dorota Kędzierzawska wurde sie 2007 auf dem Polnischen Filmfestival in Gdynia mit dem Preis der besten Hauptdarstellerin ausgezeichnet. 2008 erhielt sie den Polnischen Filmpreis für die gleiche Rolle. 2009 wurde sie für den Film Ile waży koń trojański? mit dem Polnischen Filmpreis in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Filmografie (Auswahl) 1947: Zakazane piosenki – Regie: Leonard Buczkowski 1949: Der Schatz (Skarb) – Regie: Marian Leonard 1951: Warschauer Premiere (Warszawska premiera) – Regie: Jan Rybkowski 1960: Die unvergessene Nacht (Dziś w nocy umrze miasto) – Regie: Jan Rybkowski 1961: Ludzie z pociągu – Regie: Kazimierz Kutz 1962: Dom bez okien – Regie: Stanisław Jędryka 1972: Das Miniauto und die Tempelherren (Samochodzik i templariusze, Fernsehserie, 3 Folgen) 1980: Der grüne Vogel – Regie: István Szabó (mit Hannelore Elsner) 1981: Die Puppe (Lalka) 1982: Dolina Issy – Regie: Tadeusz Konwicki 1990: Korczak – Regie: Andrzej Wajda 1991: Diabły, Diabły – Regie: Dorota Kędzierzawska 1993: Pożegnanie z Marią – Regie: Filip Zylber 1995: Faustyna – Regie: Jerzy Łukaszewicz 1998: Nic – Regie: Dorota Kędzierzawska 1999: Der Alchemist und die Jungfrau (Alchemik i dziewica) – Regie: Zoltán Kamondi 1999: Tydzień z życia mężczyzny – Regie: Jerzy Stuhr 2001: Przedwiośnie – Regie: Filip Bajon 2007: Pora umierać – Regie: Dorota Kędzierzawska 2008: Ile waży koń trojański? – Regie: Juliusz Machulski 2009: Outlaw of War (Janosik. Prawdziwa historia) 2012: Pokłosie – Regie: Władysław Pasikowski

Weblinks

Danuta Szaflarska auf filmpolski.pl; mit zahlreichen Fotos

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Polen) Kategorie:Träger des Ordens Polonia Restituta (Großkreuz) Kategorie:Träger der Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste Kategorie:Person im Warschauer Aufstand (Polen) Kategorie:Träger des Polnischen Filmpreises Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1915 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Hundertjähriger Kategorie:Frau