mini|Noon Column (2007) im Coburger Hofgarten (Foto 2008) David Nash OBE RA (* 14. November 1945 in Esher (Surrey)) ist ein englischer Bildhauer und Land-Art-Künstler.
Leben Nash studierte Bildhauerei von 1963 bis 1964 am Kingston College of Art, Kingston, von 1964 bis 1967 am Brighton College of Art, Brighton und absolvierte von 1969 bis 1970 ein Aufbaustudium an der Chelsea School of Art in London. 1967 ließ er sich in Blaenau Ffestiniog, Nord Wales nieder, wo er bis heute lebt und arbeitet.David Nash, Marina Warner: David Nash: Forms Into Time. Academy Editions, 1996, S. 124. Seit 1999 ist Nash Mitglied der Royal Academy of Arts. Im Jahr 2004 wurde er mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet.
Werk Nash erforscht – von den frühen minimalistischen Ansätzen bis heute – die künstlerische und künstliche Formbarkeit des natürlichen Stoffes Holz. Er verwendet für die Gestaltung seiner Skulpturen sowohl bereits verwendetes Altholz (Ancient Table, 1983, 165 × 120 × 100 cm), abgelagerte Holzbretter (Oak Rack, 1995, 71 × 57 × 29 cm), frisch geschlagenes Holz, sowie noch junges, im Wachsen begriffenes Holz. «[...] Es gibt kaum eine Form des Materials, an der sich seine Einfallskraft und symbolische Fantasie nicht bewährt hätten.», abgerufen am 23. Mai 2013.
1977 pflanzte Nash in seinem Heimatort 22 Eschen im Kreis an. Er beschnitt und erzog ihre Stämme und Äste so, dass ihre Kronen im Laufe der Jahre zu einer Kuppel zusammenwuchsen. Mit diesem Ash Dome schuf er ein auf Jahrzehnte angelegtes konzeptuelles Land-Art-Kunstwerk.
In Deutschland ist Nash mit der Arbeit Noon Column (Coburg) im öffentlichen Raum zu sehen. Bei Noon Column leuchtet jeden Tag exakt zur Mittagszeit (im Sommer 13.20 Uhr, im Winter 12.20 Uhr) im Schatten der Skulptur ein Licht, Tierkreiszeichen verweisen auf den Jahreslauf. David Nash, der stark von der Anthroposophie Rudolf Steiners beeinflusst ist, setzt sich mit diesem Kunstwerk mit der ursprünglichen Kraft der Natur auseinander.Coburg Internationale Künsterbegegnung zum 1000jährigen Gründungsjubiläum des Erzbistums Bamberg. Orte.
Nash hat bei zahlreichen Gelegenheiten große Werkgruppen ausgestellt und oft auch vor Ort geschaffen, vor allem in Großbritannien, den Vereinigten Staaten, in Japan und in Frankreich. Seine Werke befinden sich in Sammlungen vieler bedeutender Museen wie der Londoner Tate Gallery, des Soloman R Guggenheim Museums, New York, des Metropolitan Museums of Art, New York, oder des Setagaya Art Museum, Tokio.
Sonderausstellungen (Auswahl) 1973: Queen Elizabeth Hall, York; Oriel Galerie, Bangor, Wales 1987: Setagaya Art Museum, Tokio 1990: Musee des Beaux-Arts, Calais; National Museum of Wales, Cardiff; Scottish National Gallery of Modern Art, Edinburgh 1991: Zentrum für Gegenwartskunst im Schloß Ujazdowski, Warschau (mit Leon Tarasewicz) 1993: Manchester Art Gallery, Manchester; Kunsthallen Brandts, Odense 1994: Joslyn Art Museum, Omaha; Museum of Contemporary Art, San Diego; The Contemporary Museum, Honolulu; Madison Art Center, Wisconsin; Asahikawa Museum of Art, Hokkaidō; Nagoya City Art Museum; Ashiya City Museum of Art & History, Kōbe; The Museum of Modern Art, Saitama; The Museum of Modern Art, Kamakura; Tsukuba Museum of Art, Ibaraki; Museum of Contemporary Art, Santa Monica; Santa Barbara Contemporary Arts Forum 1996: Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen 1997: Kunsthalle Recklinghausen 2003: Eine Auswahl aus 30 Jahren Holzbildhauerei, Gerhard-Marcks-Haus, Bremen 2004: Holzskulpturen, Georg-Kolbe-Museum, Berlin. Georg-Kolbe-Museum, Januar 2004. 2006: Fencing wood, Galerie im Prediger und Johanniskirche, Schwäbisch Gmünd 2008: Retrospektive, Kunsthalle EmdenDavid Nash: Freuden und Nöte der Natur - Deutsches Ärzteblatt, 2008.; Naturformen, Sinclair-Haus, Bad Homburg 2009: Monumental Sculpture, Kunsthalle MannheimBäume – Lehrmeister menschlicher Wahrnehmung - Kunsthalle Mannheim, 15. Mai 2009 (bei: 'Kunst und Kosmos').; Skulpturenpark Heidelberg 2009: blickachsen 7, Kurpark Bad Homburg 2009/10: Einzelausstellung und Iserlohner Kunstpreis, Villa Wessel Iserlohn 2010/2011: Yorkshire Sculpture Park - Yorkshire Sculpture Park, 2010. 2011: Blickachsen 8, Stadtkirche Darmstadt (4 Werke in Holz) und Kunsthalle Darmstadt (Zwei Eisengüsse, darunter Chinese Iron Dome) 2013: David Nash at Kew Gardens (16 Werke) 2015: British Art+, Museum Art.Plus, Donaueschingen mit Nigel Hall, David Nash, Kenny Hunter, Matthew Radford, May Cornet 2018: Museum Lothar Fischer, Neumarkt in der Oberpfalz 2018: David Nash. "Holz und Kohle", Flottmannhallen, Herne
Auszeichnungen 2009: Iserlohner Kunstpreis
Fotogalerie
Weblinks
Katharina Deschka-Hoeck: Die Sprache der Bäume. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. September 2008 Nash bei Annely Juda (mit Ausstellungsverzeichnis) (Annely Juda Fine Art) David Nash RA - Royal Academy of Arts (mit Biografie und Bibliografie, auf Englisch) David Nash 2009 in der Villa Wessel
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Officer des Order of the British Empire Kategorie:Mitglied der Royal Academy of Arts Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1945 Kategorie:Mann