Sterne im Euro-NCAP-Crashtest 105px

Der Volkswagen Polo V ist die fünfte Generation des Polo und wurde von Volkswagen produziert. Er wurde im März 2009 als fünftüriges Steilheck-Fahrzeug auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert; das dreitürige Modell wurde im September 2009 auf der IAA in Frankfurt am Main vorgestellt.Gute Fahrt, Ausgabe 9/2009, S. 38f.

Der Polo V konnte ab dem 5. März 2009 bestellt werden.Zunächst wurde er nur als Fünftürer mit Schaltgetriebe verkauft. Mit Beginn der Produktion Ende März 2009 löste er den Vorgänger Polo IV ab. Die ersten Wagen wurden im Juni 2009 ausgeliefert.

Der Polo V gilt als Kleinwagen; er ist ähnlich lang und breit wie der Golf II, aber etwas höher.

Modellgeschichte Allgemeines Technisch basiert der Polo V (Typ 6R) auf der gleichen Plattform (PQ25) wie Audi A1 8X und Seat Ibiza 6J. Er ist länger, breiter und niedriger als das Vorgängermodell. Der Kofferraum fasst in der Standardeinstellung 280 Liter und kann durch Umklappen der Rückbank auf 952 Liter vergrößert werden. Die Form des Polo orientiert sich vor allem im Frontbereich stark am Golf VI.

Erstmals in einem Polo sind ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Radio-Navigationssysteme mit Touchscreen-Bedienung erhältlich. Seit Ende Mai 2010 werden als Sonderausstattung Bi-Xenonscheinwerfer mit statischem Kurvenlicht und LED-Tagfahrlicht und seit Mitte September 2010 auch ein elektrisch bedienbares Panorama-Schiebedach angeboten. Mit dem Facelift 2014 wurde nahezu die komplette Technik des Golf VII angeboten.

Der Widerstandsbeiwert (cw) liegt bei 0,32, die Stirnfläche bei 2,05 m² und die sogenannte Widerstandsfläche bei 0,66 m². Der Polo V ist umweltfreundlicher durch effizientere Motoren wie die TSI, durch Start-Stopp-Technologie mit angepasster Generatorsteuerung sowie durch den Einsatz von 40 % Rezyklaten.

Die Generation des Polo erreicht erstmals fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest.

Modellpflege Seit dem 22. April 2014 war der durch ein Facelift aufgewertete Polo (Typ 6C) im Handel. Dennoch findet man bei einigen Modellen immer noch die Bezeichnung 6R in den Fahrzeugpapieren, was zu Problemen beim Bestellen von Ersatzteilen führen kann.

Es gab Änderungen an der Front- und Heckschürze sowie den Heckleuchten. Auf Grund der vielen zusätzlichen Technik wurde die beim Polo 6R verwendete Plattform weiterentwickelt. Die neue Plattform erhielt die Bezeichnung PQ26. LED-Scheinwerfer ersetzten die bisher erhältlichen Bi-Xenon-Scheinwerfer (außer beim BlueGT und dem CrossPolo). Optional wurden ein elektronisch verstellbares Fahrwerk, Notbremsassistent, adaptiver Tempomat, Müdigkeitsassistent und eine verbesserte Navigeneration angeboten. Weiter wurde die neue Motorengeneration EA211 eingeführt. Neu im Programm waren der 1,4-Liter-Dreizylinder-Dieselmotor (Durchschnittsverbrauch 3,1 l/100 km im Polo BlueMotion) und der 1,0-Liter-Dreizylinder-Ottomotor.

Ausstattung (Deutschland) Das Basismodell Trendline war zuletzt zu einem Grundpreis ab 12.750 Euro erhältlich. Zur Serienausstattung gehören unter anderem elektrische Fensterheber (beim Fünftürer nur für die vorderen Türen), Servolenkung, 14-Zoll-Stahlräder, Zentralverriegelung und ein höhenverstellbarer Fahrersitz. Eine Klimaanlage war als Sonderausstattung nur zusammen mit einem CD-Radio erhältlich. Die Auswahl an Mehrausstattungen war zudem eingeschränkt. Die Trendline-Modelle hatten H4-Scheinwerfer, wohingegen die anderen Modelle mit kombinierten H7/H7-Scheinwerfern für Abblend- und Fernlicht ausgestattet waren.

Ab der Ausstattungslinie Comfortline sind elektrische Fensterheber für alle Türen serienmäßig vorhanden. Die Grundausstattung umfasst zusätzlich unter anderem 15-Zoll-Stahlräder, mehrere Chromelemente im Innenraum und am Kühlergrill, ein gepolstertes Armaturenbrett, Türgriffe und Außenspiegelkappen in Wagenfarbe, eine Armlehne zwischen den Vordersitzen, Sitzbezüge in zwei Farben wählbar, Beifahrersitz mit Höheneinstellung, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Klimaanlage und eine Einparkhilfe hinten. Weiterhin sind Rücksitzbank und -lehne asymmetrisch geteilt umklappbar und der Gepäckraum ist mit einem doppelten Boden ausgestattet.

In der höchsten Ausstattungsvariante Highline sind darüber hinaus neben Lenkrad, Schalthebel und Handhebel in Leder auch beheizbare Sportsitze vorn mit hochwertigen Bezügen, eine Multifunktionsanzeige und ein Reifendruckkontrollsystem enthalten. Die Außenausstattung umfasst unter anderem 15-Zoll-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer, Scheinwerferreinigungsanlage und erweiterte Chromelemente am unteren Kühlergrill.

Die Versionen für Österreich und die Schweiz weichen in Details davon ab.

Sicherheit Alle Fahrzeuge sind serienmäßig mit Antiblockiersystem (ABS) mit Bremsassistent, Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) mit elektronischer Differenzialsperre, Antriebsschlupfregelung (ASR) und Motor-Schleppmoment-Regelung und einem Berganfahrassistenten ausgestattet. Fahrer- und Beifahrerairbag und Kopf- und Seitenairbags für die Frontsitze sind in der Serienausstattung enthalten. Kopfairbags und Gurtstraffer für die hinteren Sitze sind gegen Aufpreis erhältlich.

Im Euro-NCAP-Crashtest wurde der Polo V im Jahr 2009 mit fünf von fünf möglichen Sternen bewertet. Bei der Bewertung der Insassensicherheit von Erwachsenen erreichte er 90 Prozent und bei der Insassensicherheit von Kindern 86 Prozent der maximal möglichen Punktzahl. Im Bereich Fußgängerschutz erhielt er 41 Prozent der Punkte. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung erhielt 71 Prozent der Punkte. Die verbesserte Steifigkeit wird beim Polo über hoch- und höchstfeste Stähle erreicht, die Karosserie ist dabei leichter als die des Vorgängers.

Sondermodelle Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bot Volkswagen von Ende Dezember 2009 bis Ende Dezember 2010 das Sondermodell Team an. Die auf dem Comfortline-Modell basierende Grundausstattung wurde unter anderem um abgedunkelte Heck- und Seitenscheiben, Lederlenkrad, beheizbare Sportsitze für Fahrer und Beifahrer, Nebelscheinwerfer, Geschwindigkeitsregelanlage, Regensensor, automatisch abblendenden Innenspiegel und CD-Radio ergänzt.

Zwischen Ende Dezember 2010 und Ende Dezember 2011 bot Volkswagen das Sondermodell Style an, das eine ähnliche Grundausstattung mit abgedunkelten Seiten- und Heckscheiben, beheizbaren Vordersitzen, Klimaanlage, automatisch abblendendem Innenspiegel, CD-Radio und 15-Zoll-Leichtmetallrädern hat. Die Gehäuse der Außenspiegel sind unabhängig von der Farbe des Fahrzeugs immer schwarz lackiert. Als Sonderausstattung ist unter anderem ein Style Plus genanntes Paket erhältlich, das neben 16-Zoll-Leichtmetallrädern auch ein Panorama-Glasschiebedach enthält. Im Gegensatz zum Sondermodell Team basiert die Style-Version nicht auf dem Comfortline-, sondern auf dem Trendline-Modell.

Von Dezember 2011 bis Anfang 2013 war das Sondermodell Match erhältlich. Anschließend erschien der Polo Life, der im Frühjahr 2014 auslief. Die Ausstattung ist mit dem Polo Match vergleichbar; sie unterscheidet sich im Wesentlichen durch die serienmäßige Klimatronic und die große Radioanlage RCD 310.

Seit der Markteinführung des überarbeiteten Polo 6C im April 2014 wird das Sondermodell Fresh angeboten. Neben einer eigenen Farbgestaltung und verchromten Einstiegsleisten hat es abgedunkelte Rückleuchten, LED-Kennzeichenleuchten und schwarz lackierte Außenspiegel, die bisher in keiner der anderen Modellreihen erhältlich sind. Zudem bietet es serienmäßig Sportsitze, Pedale mit Aluminiumglanz und ein Lederlenkrad mit farbigen Ziernähten. Ansonsten entspricht die Ausstattung weitgehend der Comfortline, wobei zusätzlich das Fahrkomfortpaket (Geschwindigkeitsregelanlage, automatische Fahrlichtschaltung, Müdigkeitserkennung, Scheibenwischersteuerung durch Regensensor), das Connectivity-Paket (Freisprecheinrichtung und Media-in-Buchse) und das Radio „Composition Colour“ enthalten sind.

Auch ein Abstandstempomat (bis 160 km/h) und das Umfeldbeobachtungssystem waren erstmals im Polo als Sonderausstattung wählbar.

Anders als andere VW-Modellreihen wurde der Polo 6C anlässlich der Fußball-WM 2014 nicht als CUP-Sondermodell angeboten, sondern mit einem CUP-Paket, in dem auch andere Sonderausstattungspakete zusammengefasst wurden. mini|VW Polo Allstar, Baujahr 2016 2015 war der Polo als Sondermodell Club & Lounge erhältlich. Das Sondermodell basierte auf der Comfortline-Ausstattung und hatte unter anderem Sonderpolster/-Dekore sowie die Plakette LOUNGE auf den vorderen Seitenteilen. Es hatte Aluminiumräder (185/60 R 15), dunkelrote Rückleuchten, ab der B-Säule abgedunkelte Scheiben, in Leder gefasste Armaturen wie Schaltknauf, Lenkrad und Handbremsgriff mit farbigen Ziernähten, Sonder-Fußmatten, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Licht-/Regensensor, Coming-/Leaving-Home-Funktion, Geschwindigkeitsregelanlage, Innenspiegel mit Abblendautomatik, Klimaautomatik, Müdigkeitserkennung und das Radio „Composition Color“ mit sechs Lautsprechern.

Gegen Mehrpreis gab es das Lounge-Plus-Paket mit Extras wie 16-Zoll-Aluminiumrädern (215/45), LED-Scheinwerfern und -Kennzeichenbeleuchtung, Scheinwerfer-Reinigungsanlage und Warnleuchte für den Waschwasserstand.

Seit Ende Dezember 2015 bot VW das Sondermodell ALLSTAR und seit Ende Dezember 2016 das Sondermodell SOUND an.

Modellvarianten Im Laufe der Zeit wurden vom Polo V verschiedenartige Varianten angeboten, die sich von der Serienversion durch eine abweichende Grundausstattung unterscheiden; teilweise haben sie eine modifizierte Karosserie oder eine für das normale Modell nicht erhältliche Motorisierung.

Polo BlueMotion mini|links|VW Polo BlueMotion (2009–2014) mini|Heckansicht Neben dem fünftürigen Serienmodell des Polo V wurde auf dem Genfer Auto-Salon im März 2009 auch das Konzeptfahrzeug Polo concept BlueMotion präsentiert. Das seriennahe Fahrzeug wird von einem neu entwickelten 3-Zylinder-Common-Rail-Dieselmotor mit 1,2 Liter Hubraum und 55 kW (75 PS) Leistung angetrieben. Der Verbrauch liegt laut Volkswagen bei 3,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer und die CO2-Emission beträgt 87 Gramm pro Kilometer. Neben den bereits bei der BlueMotion-Variante des Polo IV durchgeführten Veränderungen gegenüber dem normalen Serienmodell hat die BlueMotion-Version des Polo V ein Start-Stopp-System, die Möglichkeit der Bremsenergierückgewinnung und eine Multifunktionsanzeige mit Gangempfehlung für die Wahl der verbrauchsgünstigsten Gangstufe.

Die erste Serienversion des Polo V mit BlueMotion Technology (BMT) wurde im September 2009 auf der IAA in Frankfurt am Main vorgestellt und war seit dem 14. Dezember 2009 mit dem 1.2-TDI-Motor bestellbar. Die TDI-Version war in zwei Varianten erhältlich, die beide gleich motorisiert sind. Die erste Variante (Polo BlueMotion 87g) verbraucht laut Hersteller 3,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer und ist nur mit einer eingeschränkten Auswahl an Sonderausstattungen verfügbar. Die zweite Variante (Polo BlueMotion 89g) soll durchschnittlich 3,4 Liter Kraftstoff verbrauchen, ist dafür aber mit umfangreicherer Sonderausstattung erhältlich.

Grund für diese Maßnahme ist die Einstufung der Fahrzeuge in sogenannte Schwungmassenklassen, anhand derer die vorgegebene Bremswirkung des Rollenprüfstandes bei der Verbrauchsmessung bestimmt wird. Diese Einstufung erfolgt nicht anhand des Leergewichts der Fahrzeuge, sondern auf Grundlage des Leergewichts zuzüglich aller erhältlichen Sonderausstattungen. Durch die Einschränkung der verfügbaren Ausstattung wird der Polo BlueMotion 87g in eine niedrigere Schwungmassenklasse eingestuft, was bei der Messung niedrigere Verbrauchswerte ermöglicht.

Ab Modelljahr 2011 wurden weitere Diesel- und auch erstmals Benzin-Motoren mit BMT angeboten.

Siehe auch: Polo CityVan

CrossPolo mini|links|VW CrossPolo (2010–2014) mini|Heckansicht