Minuskel 3 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland); ε 253 (Soden), auch als Codex Corsendonckensis bezeichnet, ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 451 Pergamentblättern (24,5 × 17,5 cm). Mittels Paläographie wird das Manuskript auf das 12. Jahrhundert datiert. Der Text ist einspaltig in 24 Zeilen pro Seite geschrieben.K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack, Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter De Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 47.
Beschreibung Der Kodex enthält das gesamte Neue Testament ohne das Buch der Offenbarung in der Reihenfolge: Evangelien, Apostelgeschichte, Katholische Briefe und die Paulusbriefe. Er enthält auch die Epistula ad Carpianum, Listen der κεφαλαια, κεφαλαια, τιτλοι, den Eusebischen Kanon, den Apparatus des Euthalius sowie einige Bilder.F. H. A. Scrivener, A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament, London 1894, Band 1, S. 191. Er enthält auch Unterschriften von einer späteren Hand.
Der griechische Text des Kodex repräsentiert den Byzantinischen Texttyp. Aland ordnet ihn in Kategorie V ein. Er wurde von Wettstein zusammengestellt.
Geschichte Radulph oder Roland de Rivo übergaben das Manuskript dem Kloster des Dominikanerordens in Basel. Es wurde von Erasmus in seiner zweiten Ausgabe des Novum Testamentum von 1519 verwendet.C. R. Gregory, Textkritik des Neuen Testaments (Leipzig, 1900), Band 1, S. 128. Der Kodex befindet sich jetzt in der Österreichischen Nationalbibliothek (Cod. Suppl. Gr. 52) in Wien.
Siehe auch Liste der Minuskelhandschriften des Neuen Testaments Textus Receptus Textkritik Novum Instrumentum omne
Einzelnachweise
Literaturverzeichnis Treschow, Testament Descriptionis codicum veterum aliquot Graecorum Novi Foederis manuscriptorum (Copenhagen, 1773), S. 85 ff. John Wordsworth: Old Latin biblical Texts. Nr. 1, Oxford 1883, S. XXIII–XXVI und 55–67.
Kategorie:Minuskelhandschrift des Neuen Testaments Kategorie:Handschrift der Österreichischen Nationalbibliothek (Wien) Kategorie:Handschrift (12. Jahrhundert)