mini|hochkant|Józef Wilkoń (2013) Józef Wilkoń (* 12. Februar 1930 in Bogucice bei WieliczkaEin Teil von Bogucice ist jedoch heute in die Stadt Wieliczka eingemeindet.) ist ein polnischer Maler, Bildhauer und Bildwirker, außerdem Autor und Illustrator von Bilderbüchern von internationalem Rang. In deutscher Sprache sind seit seinem Debüt mit Der Kranich mit dem einen Bein (1963) mehr als 60 Bücher mit seinen Illustrationen erschienen, darunter 2012 Tallula – Königin der Nacht. Wegen seiner außergewöhnlichen Illustrationen wird er von der Presse zu den „produktivsten und originellsten Künstlern unserer Zeit“ (eselsohr) gezählt. Seine allgemeine Anerkennung als Künstler zeigt sich auch durch die Nominierung auf der „Auswahlliste“ zum Deutschen Jugendliteraturpreis (1964 und 1966) und den Gewinn der Goldmedaille (1969) und des Ehrenpreises (1973) auf der Biennale der Illustrationen in Bratislava sowie des Premio Grafico (1980 und 1991) auf der Bologna Children’s Book Fair.
Leben und Werk mini|Arche von Józef Wilkoń (2010) Wilkoń studierte Malerei an der Kunsthochschule Krakau und Kunstgeschichte der Jagiellonen-Universität in Krakau (Abschluss: 1954); zwischen beiden Studien verbrachte er ein Jahr in Paris. In polnischer Sprache erschienen mehr als 100 von ihm illustrierte Bücher. Seine Bücher sind neben dem Polnischen in 14 Sprachen (Bokmal, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch) erschienen. Viele seiner Bilderbücher entstanden in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Piotr, der die Texte verfasste. Basierend auf seinem Buch Der Fischer auf dem Meeresgrund (1997) wurde 2011 in Polen der zwölfminütige Animations-Kurzfilm Rybak na dnie morza unter der Regie von Leszek Gałysz und Agnieszka Taborska produziert. Neben seiner Tätigkeit als Illustrator arbeitet Wilkoń auch als Bildhauer, vor allem von Tierskulpturen.
2013 war er Jurymitglied der Auszeichnung Das außergewöhnliche Buch des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Wilkoń wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen für sein Werk bedacht. Sein Werk wurde national wie international in verschiedenen Ausstellungen präsentiert. In Japan ist derzeit ein ihm gewidmetes Museum im Aufbau. Über sein künstlerisches Schaffen informiert der Kurz-Dokumentarfilm Bzik Kulturalny – Józef Wilkoń. Wilkoń lebt in Zalesie Dolne in Polen.
Bücher in deutscher Sprache In deutscher Sprache sind rund 70 von Wilkoń illustrierte Bücher erschienen. Sein Debüt gab er mit Der Kranich mit dem einen Bein (1963). Anschließend folgten Herr Minkepatt und seine Freunde (1965), Löwenkinder (1968), Bonko (1969), Der Panther und der Schimpanse (1969), Der eitle Pfau (1970), Der kleine Herr Timm und die Zauberflöte Tirlili (1970), Die Schatzinsel (1972), Ein Baum für Filippo (1973), Kossik – Das Gemskitz (1973), Robinson Crusoe (1973), Ein Löwe ist kein Elefant (1975), Wolfskinder, Minka und die Wildpferde (1976), Tom Sawyer (1977), Jussuf will ein Tiger sein (1978), Waldkonzert (1979), Polnische Geschichte in Bildern (1979), Der kleine Hund (1981), Der Bärenberg (1982), Die Geschichte vom guten Wolf (1982), Wem gibt der Elefant die Hand? (1982), Die Herberge zu Bethlehem – Ein Nord-Süd Weihnachtsbuch (1983), Bären im Schnee (1984), Das Pferd am Nil (1984), Mein neuer Ball (1984), Die Pipistrellis (1985), Hase hopp hopp hopp (1985), Ich rieche Honig! (1985), Sankt Nikolaus kommt (1985), Warum der Bär sich wecken ließ (1985), Der Clown sagte nein (1986), Hugo der Babylöwe (1986), Der kleinste Elefant der Welt (1987), Die falschen Flamingos (1987), Die sieben Mondtaler (1987), Thomas und die Taube (1987), Der kleine Hirte und der große Räuber (1988), Lieber Schneemann, wohin willst du? (1988), Mister Browns Katze (1988), Was bin ich (1988), Der Streit um den Regenbogen (1989), Der tollkühne Hugo (1989), Rosalind, das Katzenkind (1989), Atuk, der Eskimojunge (1990), Ich, der Kater (1990), Tonio auf dem Hochseil (1990), Das allererste Weihnachtslied (1991), Hugo und sein kleiner Bruder (1991), Katzenausflug – Eine kleine Geschichte (1991), Leopanther – Eine Liebesgeschichte (1991), Die Arche Noah (1992), Die vier Kinder der Erde (1992), Die Tiere sind frei! (1993), Die Tigerin trägt Hermelin (1993), Fabelhafte Tiergeschichten (1993), Wölfchen (1993), Das Mondgesicht (1994), Das Schiff der Riesen – Geschichten aus dem bunten Flickensack (1995), Holpeltolpel starker Freund (1995), Zwei Freunde (1995), Die Antilope mit der Harfe – Märchenhafte Tiergeschichten (1996), Klara sucht das Glück (1996), Gold für König Otakar (1997), Der Fischer auf dem Meeresgrund (1997), Kleiner großer Bär (2000), Stoppel, Poppel oder Hoppel? (2000), Mein Großvater war ein Kirschbaum (2001), Frau Drosselmann (2002), Die Amsel und der Papagei (2004) und Tallula – Königin der Nacht (2012).
Die von Wilkoń in Deutschland erschienenen Bücher wurden von unterschiedlichen Autoren verfasst, unter anderem die folgenden: Piotr Wilkoń (8), Eveline Hasler (2), P. Buxil (1), Daniel Defoe (1), Uwe Friesel (1), Janosch (1), Irina Korschunow (1), Wladimir Majakowskij (1), Paul Schaaf (1), Robert Wolfgang Schnell (1), Günter Spang (2), Robert Louis Stevenson (1), Stanisław Szydłowski (1), Mark Twain (1). Für drei von ihm illustrierte Bücher schrieb Wilkoń auch den Text: Minka und die Wildpferde (1976), Ich rieche Honig! (1985) und Frau Drosselmann (2002). Ebenfalls für drei von ihm illustrierte Bücher lieferte Wilkoń für den Text die grundlegende Storyidee: Mister Browns Katze (1988), Ich, der Kater (1990) und Wölfchen (1993). Bei Jussuf will ein Tiger sein (1978) und Der kleine Hirte und der große Räuber (1988) schrieb Wilkoń den Text zusammen mit einem Coautor. Mit 25 Publikationen ist der Großteil von Wilkońs 68 Büchern in deutscher Sprache beim Nord-Süd Verlag erschienen. Weitere Verlage im deutschsprachigen Raum, die Wilkoń publiziert haben, sind: Bohem (13), Patmos Verlag (12), Middelhauve (7), Parabel Verlag (3), Loewes (2), Atlantis (1), G. Bitter (1), Gimpel (1), Holz (1), Otto Maier (1) und Schweizer Volksbuchgemeinde (1).
Die Verfügbarkeit von Wilkońs in deutscher Sprache erschienenen Büchern ist sehr schlecht. Derzeit sind mit Löwenkinder (1968), Jussuf will ein Tiger sein (1978), Wem gibt der Elefant die Hand (1982) und Tallula – Königin der Nacht (2012) nur vier seiner Bücher verfügbar. Alle anderen Bücher sind vergriffen und ausschließlich antiquarisch erhältlich.
Zitate von Wilkoń
Über die Kunst des Illustrierens sagt Wilkoń:
Presseschau
Über die künstlerische Bedeutung von Wilkoń
Der Kranich mit dem einen Bein (1963)
Die Schatzinsel (1972)
Die Arche Noah (1992)
Die vier Kinder der Erde (1992)
Tallula – Königin der Nacht (2012)
Bibliografie (Auswahl)
Mit den rund 70 in deutscher Sprache erschienenen Büchern ist Józef Wilkońs Bibliografie in folgender Tabelle vermutlich vollständig. Nicht klar ist bei diesen Büchern, inwieweit diese auch Originalausgaben sind oder Übersetzungen fremdsprachiger Originalausgaben. Nicht vollständig ist außerdem die Auflistung von Wilkońs Büchern, die nur im Ausland und nicht in deutscher Sprache erschienen sind.