mini|Theodor von Heldreich Theodor Heinrich Hermann von Heldreich (* 3. März 1822Bei Zander allerdings abweichend 18. Februar 1822 angegeben. in Dresden; † 7. September 1902 in Athen) war ein deutscher Botaniker. Sein botanisches Autorenkürzel lautet „“

Leben und Wirken Theodor von Heldreich war der Sohn des Conrad Friedrich Robert Heldreich und der Amalia Charlotte Humbold.Shellers From the Past and the Present conchology.be Damit entstammte er der alten Görlitzer Adelsfamilie Heldreich.

Nach dem Studium der Philosophie in Freiburg wandte sich Heldreich von 1837 bis 1842 der Botanik in Montpellier und Genf zu. 1843 ließ er sich in Athen nieder, von wo aus er zahlreiche Exkursionen unternahm. Von 1849 bis 1851 hielt er sich in England auf und war Herbar-Konservator in Paris.

Heldreich war ab 1851 Direktor des Botanischen Gartens in Athen. Außerdem war er von 1858 bis 1883 Konservator des Naturhistorischen Museums der Universität Athen.

Ehrungen 1892 wurde Heldreich Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Königsberg.

Die Pflanzengattung Heldreichia aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) ist zu seinen Ehren benannt worden.

Werke (Auswahl) Die Nutzpflanzen Griechenlands. Mit besonderer Berücksichtigung der neugriechischen und pelasgischen Vulgarnamen. Wilberg, Athen 1862, online. Die Pflanzen der Attischen Ebene. In: Griechische Jahreszeiten. Band 5. Bergas, Schleswig 1877, , S. 471–597. Catalogus systematicus herbarii Theodori G. Orphanidis professoris botanices. Nunc munificentia clarissimi Theodori P. Rhodocanakis in Museo botanico Universitatis Athenarum. Ricci, Florentiæ 1877. Beiträge zur Kenntniss des Vaterlandes und der geographische Verbreitung der Rosskastanie, des Nussbaums und der Buche. In: Sitzungsberichte des Botanischen Vereins der Provinz Brandenburg 21, 1879, S. 139–153.

Literatur

Dietrich von Engelhardt (Hrsg.): Biographische Enzyklopädie deutschsprachiger Naturwissenschaftler. Band 1: A – O. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11629-2. G. Leimbach: Theodor von Heldreich in: Deutsche Botanische Monatsschrift 20. 1902. S. 33–34.

Weblinks

Einzelnachweise Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018.

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