mini|Die Neuwerkskirche mini|Altarraum mini|Orgelprospekt mini|Deckenbemalung Die römisch-katholische Filialkirche St. Crucis (Neuwerkskirche) steht am Rande der Altstadt der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Sie ist Filialkirche der Pfarrei St. Laurentius Erfurt im Dekanat Erfurt des Bistums Erfurt. Sie trägt das Patrozinium vom Heiligen Kreuz.

Geschichte Die Neuwerkskirche wurde 1168 erstmals urkundlich erwähnt. Der spätromanische Bau stand in der 1166 errichteten Neustadt „auf dem neuen Werke“, woraus sich ihr Name ableitet. Die Kirche mit dem Patrozinium des Heiligen Kreuzes (lat. sanctae crucis, daher Cruciskirche) gehörte zum Kloster der Augustinerinnen, dem Neuwerkskloster. Ab 1285 wurde sie als Pfarrkirche genutzt.

1466–1473 entstand die heutige Kirche zunächst in spätgotischen Formen, die dann zwischen 1731 und 1735 barockisiert wurden; am 25. September 1735 erfolgte die Weihe durch Bischof Gudenus. Die Inneneinrichtung wurde bis 1740 fertiggestellt.

1982 wurde die Gemeinde mit der Wigbertigemeinde zusammengelegt, welche Anfang 2017 in der neu gegründeten „Innenstadtpfarrei St. Laurentius“ aufging. Spätestens zum Advent 2026 will die Pfarrei auf Beschluss des Kirchenvorstandes die Kirche gemeinsam mit St. Georg, St. Martini sowie St. Nicolai und Jacobi schließen.Pfarrbrief Februar 2025, S. 14. Die Kirche, die wegen ihrer üppigen Ausstattung als eine der ganz seltenen komplett erhaltenen Barockkirchen gilt und sehr erhaltungsaufwendig ist, wurde auf der Handelsplattform Kleinanzeigen im Frühjahr 2026 vom Kirchenvorstand zum Preis von 98.765 € zum Kauf angeboten. Es gab seither mehr als 50 Anfragen von Interessenten aus dem In- und Ausland.Carlotta Böttcher: Neben Gebrauchtwagen, Aufstellpool und Kühlschrank. In: Der Spiegel Nr. 19, 30. April 2026. S. 33.

Orgel Die Orgel der Cruciskirche wurde etwa von 1732 bis 1737 von dem Orgelbaumeister Franciscus Volckland aus Erfurt erbaut. Das rein mechanische Instrument hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal. Es wurde 2000–2003 von der Orgelbaufirma Alexander Schuke Potsdam Orgelbau restauriert und teilweise rekonstruiert.

I Hauptwerk CD–c3 1. Quintatön 16′ 2. Principal 8′ 3. Bordun 8′ 4. Gemshorn 8′ 5. Traversière 8′ 6. Viola di Gamba 8′ 7. Octave 4′ 8. Quinte 3′ 9. Sesquialtera ′ 10. Octave 2′ 11. Mixtur IV 12. Cymbel IV 13. Vox humana 8′ Tremulant Glockenspiel II Brustwerk CD–c3 14. Gedackt 8′ 15. Flaut douce 8′ 16. Quintatön 8′ 17. Principal 4′ 18. Nachthorn 4′ 19. Quinte 3′ 20. Octave 2′ 21. Terz ′ 22. Mixtur IV Pedal CD–c1 23. Principal 16′ 24. Subbass 16′ 25. Violone 16′ 26. Oktave 8′ 27. Octave 4′ 28. Posaune 16′ Koppeln: Manualschiebekoppel II/I, I/P

Weblinks

St. Crucis auf der Webpräsenz der Pfarrei St. Laurentius Erfurt

Einzelnachweise

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