miniatur|hochkant=0.8|Fritz Achterberg auf einer Fotografie von Alexander Binder Fritz Karl Walther Achterberg (* 2. November 1880Laut Weniger. Andere Quellen geben 1888 als Geburtsjahr an. Vgl. Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 5. in Berlin; † 12. Oktober 1971 in Weimar) war ein deutscher Theater- und Stummfilmschauspieler.
Leben Fritz Achterberg wurde von Paul Pauli für die Bühne entdeckt und debütierte 1898 am Belle-Alliance-Theater in Berlin in der Rolle des Adjutanten in Christian Dietrich Grabbes Napoleon oder Die hundert Tage. Neben Pauli gehörte auch Conrad L’Allemand zu Achterbergs Lehrern. Nach weiteren Bühnenstationen kehrte er über Hamburg 1910 wieder nach Berlin zurück und spielte unter anderem am Schillertheater, Kleinen Theater und Lessingtheater.
Im Jahr 1912 begann er eine Karriere als Stummfilmdarsteller. Achterberg verkörperte zunächst jugendliche Helden, in den 1920er-Jahren jedoch meist edle, galante Männer. Im Jahr 1923 zog er sich vom Film zurück und war dann vier Jahre am Theater Braunschweig tätig. Von 1932 bis 1944 gehörte er im Fach Charakterheld dem Theater Weimar an. In Weimar verbrachte er in der Nachkriegszeit seinen Lebensabend.
Filmografie 1912: Der Strohwitwer 1915: Das Geheimnis einer Nacht 1915: Ein unbeschriebenes Blatt 1915: Jahreszeiten des Lebens 1916: Der Ring des Schicksals 1916: Tote Gedanken 1916: Wir haben’s geschafft 1916: Die silberne Kugel 1916: Der gepumpte Papa 1916: Heidenröschen 1916: Der Posaunenengel 1916: Das Riesenbaby 1916: Die Gräfin Heyers 1916: Dressur zur Ehe 1917: Das zweite Ich 1917: Der Jubiläumspreis 1917: Der Mann im Havelock 1917: Die Nottrauung 1917: Die Nichte aus Amerika 1917: Die Memoiren der Tragödin Thamar 1917: Rauschende Akkorde 1917: Seltsame Menschen 1917: Der falsche Waldemar 1918: Die sterbenden Perlen 1918: Der Herr der Welt (2 Teile) 1918: Der Wüstendiamant 1918: Das Lied der Colombine 1918: Das Schwabemädle 1919: Augen 1919: Das Geheimnis einer Nacht 1919: Gepeitscht 1919: Das Recht der freien Liebe 1919: Bettler GmbH 1920: Der Ruf aus dem Jenseits 1920: Das mysteriöse Bett 1920: Hamlet 1920: Anna Karenina 1920: Wenn Colombine winkt 1920: El Verdugo (Der Henker) 1922: Der falsche Dimitry 1923: Maud, die große Sensation 1923: Der Puppenmacher von Kiang-Ning
Literatur Achterberg, Fritz Karl Walter. In: Kurt Mühsam, Egon Jacobsohn: Lexikon des Films. Verlag der Lichtbildbühne, Berlin 1926, S. 5. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 24.
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