Der Škoda 110 R ist ein Coupé von AZNP unter der Marke Škoda, das ab 1970 hergestellt wurde. Es basiert auf dem Škoda 110, hatte jedoch einen stärkeren Motor. Die Produktion wurde 1976 zugunsten des 130 R eingestellt.

Der Škoda 130 RS hatte eine von der übrigen Serie abweichende Coupékarosserie aus Aluminium und Kunststoff und einen Schutzkäfig aus Stahlrohren. Dieses Rallyefahrzeug erreichte je nach Übersetzung bis zu 220 km/h. Nachfolger des Škoda 110 R ist der ab 1981 gebaute Škoda Garde. Das Fahrzeug wurde in Kvasiny hergestellt und kostete 79.000 Tschechoslowakische Kronen.

Die Modellbezeichnungen nehmen Bezug auf den Hubraum der jeweiligen Modelle.

Versionen Bezeichnung Typ Bauzeit ProduzierteFahrzeuge Karosserie Motor 110 R Typ 718K 1970–1976 56.902 2-türiges Coupé 1107 cm³, 38 kW (52 DIN-PS) 130 RS Typ 735 1975–1982 etwa 200Bernard Vermeylen: Autos aus dem. Ostblock Alle Modelle seit 1945. Delius-Klasing-Verlag, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-7688-3149-9, S. 143 2-türiges Sport-Coupé 1289 cm³, 103 kW (140 PS)

Technische Daten Daten des Škoda 110 R Allgemeine Angaben Typ: Coupé, 2-türig. Stückzahl: 56902Felicia a Coupe Club Praha Höchstgeschwindigkeit: 145 km/h Beschleunigung 0–100 km/h: 18,5 s Tankinhalt: 32 Liter vorn Verbrauch: 8,5 l/100 km Gewicht (eigen, trocken): 835 kg Gewicht (leer, fahrfertig): 880 kg Gewicht (gesamt): 1200 kg Abmessung: 4155 × 1620 × 1340 mm Bodenfreiheit: 175 mm Spur V/H: 1280 mm/1250 mm Radstand: 2400 mm Felgen: 4,5 J x 14 Reifen: Barum 155 SR 14

Motor Typ: Typ 718-K Zylinderanzahl: 4 (Reihe), längs hinter der Hinterachse Bohrung × Hub: 72 × 68 mm Hubraum: 1107 cm³ Leistung: 38 kW bei 4650/min Drehmoment: 86 Nm (8,8 kpm) bei 3500/min Verdichtung: 9,5:1 Vergaser: 1 Fallstrom-Registervergaser Jikov 32 DDSR (ab 1976 Jikov 32 EDSR) mit pneumatisch betätigter 2. Stufe und mechanischem Startvergaser Ventile: hängend (Stößel und Kipphebel) untenliegende Nockenwelle über Kette angetrieben Kurbelwellenlager: 3 Kühlung: Temperaturregelung durch Thermostat (Kühlwasser: 6,8 Liter) Schmierung: Druckumlaufschmierung durch Zahnradpumpe, 1 Ölkühler, 4,6 Liter Öl

Kraftübertragung Antrieb: auf Hinterräder Kupplung: Einscheiben-Trockenkupplung Schaltung: Knüppel in Wagenmitte Getriebe: 4 Gang + Rückwärtsgang Achsübersetzung: 4,444 (ab 1977 4,22)

Fahrgestell und Fahrwerk Fahrgestell: selbsttragende Ganzstahlkarosserie Vorderachse: ungleich lange Dreiecksquerlenker, Schraubenfedern (innenliegend), hydraulische Teleskopstoßdämpfer, Querstabilisator Hinterachse: Pendelachse mit Längsschubstreben, Schraubenfedern, hydraulische Teleskopstoßdämpfer Lenkung: Spindel und Mutter, 2,5 Lenkradumdrehungen von Anschlag zu Anschlag Wendekreis: 11 Meter

Bremsen Fußbremse: hydraulisch betätigte Zweikreisbremse Bremse vorn: Scheibe, Durchmesser 252,5 mm, Belagfläche 76 cm² Bremse hinten: Trommel, Durchmesser 230 mm, Belagfläche 385 cm² Handbremse: mechanisch, auf Hinterräder wirkend

Daten des Škoda 130 RS Motor: Viertakt-Ottomotor längs im Heck, wassergekühlt, Reihenvierzylinder, hängende Ventile Leistung: bis zu 103 kW Hubraum: 1289 cm³ Antrieb: Heckantrieb Höchstgeschwindigkeit: bis zu 220 km/h Länge: 4020 mm Breite: 1720 mm Höhe: 1340 mm

Export nach Deutschland In Westdeutschland war der 110 R für 6930 DM (1971) bis 8350 DM (1979) erhältlich. In geringem Umfang wurde der 110 R ab 1974 auch in die DDR eingeführt,Neue Importfahrzeuge und zunehmende Integration. In: Kraftfahrzeugtechnik 5/1974, S. 133–134. es soll sich dabei um etwa 400 Fahrzeuge zu einem Neupreis von 23.138 Mark (1974) gehandelt haben.Werner Oswald: Kraftfahrzeuge der DDR. 2. Auflage, 2000.

Im Fahrbericht der KFT wurde der zwar nicht sportliche, aber durchzugsstarke und sparsame Motor des 110 R gelobt (Durchschnittsverbrauch bei straffer Fahrweise 9,4 l/100 km). Als Höchstgeschwindigkeit wurden 142 km/h gemessen. Die Formgestaltung wurde als kompromissbeladen bezeichnet, und die Verarbeitungsqualität war auffallend nachlässig. So dichteten die Seitenscheiben nicht richtig ab, und die Wirkung der Heizung ging durch Fahrtwind, der über die schlecht sitzende Kofferraumhaube in die Fahrgastzelle drang, verloren.KFT fuhr Škoda Š 110 R. Coupé In: Kraftfahrzeugtechnik 2/1972, S. 54–55.

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Einzelnachweise

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