Die Weizenschlacht () war eine Propagandaaktion des italienischen Diktators Benito Mussolinis, um eine Autarkie im Bereich der Weizenversorgung zu erreichen.
Hintergrund Erstmals 1925 wurde von Mussolini zur „Weizenschlacht“ aufgerufen. Diese Propagandaaktion zur Förderung der inländischen Erzeugnisse war eine direkte Folge von Italiens Wirtschaftslage nach Ende des Ersten Weltkrieges. Die italienische Wirtschaft war großteils zerstört, die Landwirtschaft konnte aufgrund der geringen Weltmarktpreise kaum Absatz erzielen. Aus diesem Grund wollte man durch protektionistische Maßnahmen die Landbevölkerung stärken, siehe auch Corn Laws in England. Maßnahmen zur Steigerung der Produktion waren unter anderem Bodenmeliorationen, Düngemittelsubventionen, Maschinisierung etc.http://www.historylearningsite.co.uk/economy_in_fascist_italy.htm
Folgen Als Folgen der „Weizenschlacht“ konnte der Durchschnittsertrag von Weizen kurzfristig um bis zu 20 % gesteigert werden. Vor allem den Bauern wurde durch die protektionistische Maßnahmen geholfen, insbesondere der eher arme Süden Italiens konnte profitieren. Allerdings wurden durch den Fokus auf den Weizenanbau andere landwirtschaftliche Erzeugnisse außer Acht gelassen, es kam zu einer riesigen Monokulturbewirtschaftung. Die „Weizenschlacht“ bot das Vorbild für die Erzeugungsschlacht in Deutschland, siehe auch Landwirtschaft und Ernährung im Dritten ReichIván T. Berend, Markt und Wirtschaft, Göttingen 2007, S. 86f., und für die Anbauschlacht in der Schweiz.
Literatur Luciano Segre: La battaglia del grano: depressione economica e politica cerealicola fascista. Mailand 1984, ISBN 88-7064-095-7.
Weblinks Veröffentlichungen zur battaglia del grano im Opac des Servizio Bibliotecario Nazionale
Einzelnachweise
Kategorie:Faschismus (Italien) Kategorie:Agrargeschichte (Feldwirtschaft) Kategorie:Italienische Geschichte (Zwischenkriegszeit) Kategorie:Weizen als Thema Kategorie:Agrargeschichte (Italien)