miniatur|Carl Geyling (Lithographie von E. Swoboda, ca. 1840) Franz Carl Michael Geyling (* 23. Februar 1814 in Mariahilf; † 1. Jänner 1880 in WienZu den Lebensdaten gibt es unterschiedliche Angaben: Eva Obermeyer-Marnach: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. H. Böhlaus Nachf., 1957, gibt als Lebensdaten 24. Februar 1814 bis 2. Jänner 1880 an. Geylings Sterbedatum ist laut Parte der 1. Jänner 1880, laut Totenbeschauprotokoll der 2. Jänner.) war ein österreichischer Glas- und Landschaftsmaler. Er war der Begründer der bekannten Glasmalereifirma Carl Geyling’s Erben und war k.k. Hofglasmaler.

Biografie Carl Geyling war der Sohn des Hofdekorationsmalers Andreas Geyling und dessen zweiter Frau Barbara Laimer. Sein älterer Bruder war der Maler Josef Geyling. Carl studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und war zunächst als Landschaftsmaler tätig. Im Jahr 1839 reiste er nach Italien, um die dortige Kirchenmalerei kennenzulernen.

Nach seiner Rückkehr erhielt Geyling den Auftrag, im Schloss Laxenburg Scheiben älterer Glastüren durch neue Landschaften auf Glas zu ersetzen. Deswegen begann er, sich mit der Glasmalerei auseinanderzusetzen und unternahm zahlreiche Versuche in einer Technik, die zu diesem Zeitpunkt bereits halb in Vergessenheit geraten war. Aus dieser Beschäftigung entstand 1841 im späteren Geylinghaus in der Windmühlgasse 28 die Glasmalereifirma Geyling, die über die Grenzen Österreichs hinweg Bekanntheit erlangte. Für die Erzeugung von Mousselin- und Spitzenglas erhielt Geyling 1843 eine Medaille. In der Folge schuf er zahlreiche Glasfenster in Kirchen und öffentlichen Gebäuden. Ein Freund und Mitarbeiter Geylings war der Maler Franz Josef Dobiaschofsky, der im selben Haus wohnte.

Carl Geyling wurde auf dem Ober Sankt Veiter Friedhof bestattet.

Im Jahr 1907 ehrte die Stadt Wien sein Werk durch die Vergabe des Namens Geylinggasse in Wien-Hietzing. Ein Teil seines Nachlasses ist im Glasmuseum Mariahilf ausgestellt.

Werke (Auswahl) mini|Motiv aus Hallstatt (1840, Privatbesitz) mini|hochkant|Glasgemälde in der Pfarrkirche Kritzendorf (1856) Donaugegend. 1834, Öl Motiv aus Hallstatt (Privatbesitz), 1840, Öl auf Holz, 47 × 37,8 cm 3 Glasgemälde nach Ludwig Schnorr von Carolsfeld (Wien, Landhauskapelle), 1846 Glasgemälde (Klosterneuburg, Pfarrkirche Kritzendorf), 1856 Glasgemälde (Wien, Schottenfelder Pfarrkirche St. Laurenz), 1856 Glasgemälde (Wien, Stephansdom), 1858–1879 Glasgemälde im Gemeinderatssitzungssaal des Alten Rathauses, in der Malteserkirche, Altlerchenfelder Pfarrkirche, Deutschordenskirche und Lazaristenkirche in Wien, sowie in der Rotunde (zerstört) Glasgemälde in der Weilburg, Baden bei Wien Glasgemälde im Dom in Kaschau Glasgemälde für die Krönungskapelle Bratislava Glasgemälde in Esztergom Glasgemälde für den Altar der Wiener Landhauskapelle

Einzelnachweise

Literatur

Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien Bd. 2. Kremayr & Scheriau, Wien 1993

Weblinks

Carl Geyling, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905 https://www.meisterstrasse.at/geyling http://www.bleiverglasungen.at/index.php/wien#ausstellungen Carl Franz Michael Geyling, in Dorotheum.

Kategorie:Glasmaler (Österreich) Kategorie:K.u.k. Hoflieferant Kategorie:Maler (Wien) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1880 Kategorie:Mann