Combretum collinum ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Langfäden (Combretum). Das Artepitheton collinum bedeutet auf Hügeln wachsend.

Beschreibung Bei Combretum collinum handelt es sich um einen kleinen, halbimmergrünen Baum oder Strauch, der Wuchshöhen von bis zu 18 m erreicht. Die rötlich-braune, graue, schwarze oder hellgelbe bis cremebraune BorkeA. W. Exell: Combretaceae in der Flora Zambesiaca, Volume 4, 1978: Combretum collinum – Online. ist im Anschnitt schwach rot oder gelblichM. Arbonnier: Arbres, arbustes et lianes des zones sèches d’Afrique de l’Ouest, 2002, CIRAD, MNHN, ISBN 2-85653-546-1.. Die Baumkrone ist rundlich bis flach.

Die meist gegenständig oder wirtelig, selten auch wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt und einfach. Der Blattstiel ist meist bis zu 3, selten 5 cm lang, aber das ist sehr unterschiedlich. Die einfache Blattspreite weist eine Länge von bis zu 19, selten 25 cm und eine Breite von 8, selten 9 cm auf und ist in der Form sehr variabel, beispielsweise eiförmig. Sie ist netznervig mit 6 bis 14 Paaren von Seitennerven. Der Blattrand ist glatt.

Die meist auf einjährigen Zweigen achselständigen rispigen oder ährigen Blütenstände sind bis 10 cm lang. Die ungestielten, zwittrigen, radiärsymmetrischen, vierzähligen Blüten sind weiß bis (blass) gelb-grün. Die vier Kelchblätter weisen eine Länge von 0,8 mm und eine Breite von 1,2 mm auf. Die vier Kronblätter weisen eine Länge von 1,5 bis 2,5 mm und eine Breite von 1 bis 2,5 mm auf. Die Staubfäden sind 4 bis 4,5 mm lang. Die Staubbeutel sind 0,9 mm lang. Der Diskus weist einen Durchmesser von etwa 2 mm auf. Der Fruchtknoten ist unterständig. Der glatte oder behaarte Griffel ist 4 mm lang.

Die vierflügelige Flügelnuss ist in der Form variabel, braun, gräulich-braun, rötlich-grau bis dunkel-purpurfarben, wirkt meist etwas „metallisch“, besitzt meist einen Durchmesser von etwa 2,5 bis 5,5 cm, behaart und oft mit Schuppen besetzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.

mini|Combretum collinum mini|Combretum collinum Verbreitung In den Savannengebieten Afrikas ist Combretum collinum vom Senegal im Westen bis nach Dschibuti im Osten und Südafrika im Süden zu finden.

Nutzung Das Holz wird als Bau- und Möbelholz und zur Herstellung von Holzkohle genutzt. Außerdem gibt es medizinische Nutzungen der verschiedenen Pflanzenteile und des bei Verletzungen ausgeschiedenen Gummis und eine larvizide Wirkung bei Mückenlarven der Gelbfiebermücke (Stegomyia aegypti, früher Aedes aegypti). J. Odda, S. Kristensen, J. Kabasa, P. Waako: Larvicidal activity of Combretum collinum Fresen. against Aedes aegypti. J Vector Borne Dis, 2008, 45:321–324: PDF

Systematik Die Erstbeschreibung von Combretum collinum wurde von Johann Baptist Georg Wolfgang Fresenius 1837 in Mus. Senckenberg, 2: 153. Synonyme für Combretum collinum sind: Combretum abercornense , Combretum album , Combretum angustilanceolatum , Combretum bajonense , Combretum binderanum , Combretum burttii , Combretum cognatum , Combretum coriaceum , Combretum eylesii , Combretum gazense , Combretum griseiflorum , Combretum junodii , Combretum laeteviride , Combretum mechowianum , Combretum milleranum , Combretum monticola , Combretum schinzii , Combretum tophamii .

Die komplexe Art Combretum collinum kann auch in sechs Unterarten gegliedert werden: Combretum collinum subsp. elgonense (Syn.: Combretum elgonense ; Combretum abercornense ) Combretum collinum subsp. gazense (Syn.: Combretum gazense ; Combretum bajonense ; Combretum eylesii ; Combretum mechowianum subsp. gazense ) Combretum collinum subsp. suluense (Syn.: Combretum suluense ; Combretum angustilanceolatum ; Combretum griseiflorum ; Combretum milleranum ) Combretum collinum subsp. kwangense (Syn.: Combretum mechowianum subsp. kwangense ) Combretum collinum subsp. taborense (Syn.: Combretum taborense ; Combretum burttii ; Combretum mechowianum subsp. taborense ) Combretum collinum subsp. ondongense (Syn.: Combretum ondongense )

Literatur A. W. Exell: Combretaceae in der Flora Zambesiaca, Volume 4, 1978: Combretum collinum – Online. J. Berhaut: Flore Illustrée du Sénégal, Band 2, Dakar, 1974. A. Thiombiano, M. Schmidt, H. Kreft, S. Guinko: Influence du gradient climatique sur la distribution des espèces de Combretaceae au Burkina Faso (Afrique de l’Ouest). in Candollea 61, 2006, 189–203: PDF – Online.

Einzelnachweise

Weblinks

Combretum collinum in U. Brunken, M. Schmidt, S. Dressler, T. Janssen, A. Thombiano & G. Zizka: West African plants – A Photo Guide., Forschungsinstitut Senckenberg, Frankfurt/Main, 2008. World Agroforestry Centre Treeatlas Namibia.

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