Der Vogtland Panorama Weg (Eigenschreibweise) ist ein 228 Kilometer langer Rundwanderweg, der überwiegend im Vogtlandkreis verläuft. Der Wanderweg wurde 2005 als erster ostdeutscher Wanderweg mit dem Gütesiegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet. 2008 wurde die Zertifizierung erneuert. Der Weg ist gekennzeichnet durch 280 Landschaftswechsel und 82 Panorama-Aussichten, die dem Wanderweg den Namen gaben.Begleitheft zum Vogtland Panorama Weg, Vogtlandpanoramaweg Wanderreiseführer, hrsg. vom Tourismusverband Vogtland e. V. Der Name „Vogtland Panorama Weg“ wurde als eingetragene Marke geschützt.

Verlauf Der Wanderweg ist grob in 12 Etappen eingeteilt worden, die jedoch nur als Vorschlag für Wanderungen gelten sollen. Durch das enge Wegenetz im Vogtland sind Abstecher jederzeit möglich.

1. Etappe: Göltzschtalbrücke – Greiz – Jocketa Zusammenfassung Etappe 1 Startort: Göltzschtalbrücke Zielort: Jocketa Länge: 26 km Markierung 25px|, rand|25px|, rand|25px|, rand|25px|, rand|25px| mini|Die Göltzschtalbrücke vom Kuhberg aus gesehen. Die erste Etappe beginnt an der Göltzschtalbrücke, der mit 574 Metern Länge und 78 Metern Höhe, größten Ziegelbrücke der Welt. Der Weg führt kurz bergan und anschließend wieder talwärts ins Friesenbachtal. Entlang der Göltzsch verläuft der Weg über den Köhlersteig in Richtung Greiz bis zur Mündung der Göltzsch in die Weiße Elster. Hier wird der tiefste Punkt des Vogtland Panorama Weges erreicht (263 m). Nachdem der Weg die Göltzsch überquert hat, führt er steil bergan über Kleingera und auf dem Leichenweg nach Coschütz und weiter zum Kriebelstein, einem 407 Meter hohen Berg nahe der Stadt Elsterberg. Hier bietet sich ein Abstecher zur Burgruine an. Vom Kriebelstein aus verläuft der Weg weitestgehend im Elstertal, das flussaufwärts auf der östlichen Seite begangen wird.

Nachdem das Landschaftsschutzgebiet Steinigt durchquert wurde, führt der Weg vorbei an der Rentzschmühle und der Burgruine Liebau zur Barthmühle. Unweit davon befindet sich die Elstertalbrücke, die „kleine Schwester“ der Göltzschtalbrücke, unter der der Weg hindurch führt. Nachdem sowohl die Gleise der Elstertalbahn als auch die Trieb überquert wurden, beginnt der letzte Anstieg nach Jocketa, dem Ziel der ersten Etappe. Von hier ist noch ein Abstecher zur Talsperre Pöhl möglich.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Göltzschtalbrücke Köhlerspitze, Aussichtspunkt Alte Papierfabrik Greiz, Kulturzentrum Burgruine Liebau Elstertalbrücke Talsperre Pöhl Abstecher Oberes Schloss in Greiz Unteres Schloss in Greiz Marienkirche Greiz Schlossruine Elsterberg

2. Etappe: Jocketa – Plauen/Syrau – Zwoschwitz Zusammenfassung Etappe 2 Startort: Jocketa Zielort: Zwoschwitz Länge: 10 / 16 km Markierung 25px|, rand|25px|, rand|25px|, rand|25px| mini|Die Elstertalbrücke vom Eisenberg aus gesehen Am Bahnhof Jocketa beginnt die zweite Etappe des Vogtland Panorama Weges. Von hier aus führt der Weg über die Elstertalbrücke, die in der ersten Etappe unterquert wurde. Auf der westlichen Seite der Weißen Elster verläuft der Weg weiter zur Teufelskanzel, einem markanten Felsen. Von dort führt der Weg durch das Nymphental zur Pfaffenmühle. Auch ein Abstecher zum Lochbauer, einem Dreiseithof von 1648 ist möglich. Von der Pfaffenmühle aus durchquert der Weg den Plauener Stadtwald und den nördlichen Stadtteil Haselbrunn der Stadt Plauen, vorbei am Vogtlandstadion. Der Weg führt an der Haltestelle Am Stadtwald der Straßenbahn Plauen vorbei, von wo aus sich ein Abstecher in die Innenstadt anbietet. Der Vogtland Panorama Weg folgt von Haselbrunn aus in Teilen dem Paul-Schulz-Lehrpfad und führt vorbei an der Holzmühle nach Zwoschwitz. Diese Etappe ist die kürzeste der zwölf vorgeschlagenen Etappen.

Eine längere Alternativroute führt von der Pfaffenmühle über den „Pfarrweg“ nach Jößnitz und von dort auf dem „Mühlweg“ nach Syrau. Dort können die „Syrauer Windmühle“ auf der Drachenburg (487 m) und die Drachenhöhle besichtigt werden. Anschließend verläuft der Weg durch das Naturschutzgebiet „Kauschwitzer Heide“ nach Zwoschwitz.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Elstertalbrücke, die zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt Lochbauerhof, ein Dreiseithof von 1648 Vogtlandstadion Johanniskirche Plauen Alte Elsterbrücke in Plauen, eine der ältesten Brücken Europas Friedensbrücke in Plauen, Brücke mit einem der weltweit größten steinernen Brückenbögen Altes Rathaus Plauen Fachwerkbauten, alte Bauernhäuser und Umgebindehaus in Jößnitz Syrauer Windmühle, eine Turmholländermühle Drachenhöhle Syrau, die einzige natürliche Tropfsteinhöhle Sachsens Kapelle Kauschwitz, eine Rundkapelle entstanden aus einem mittelalterlichen Wehrturm

3. Etappe: Zwoschwitz – Weischlitz – Oelsnitz Zusammenfassung Etappe 3 Startort: Zwoschwitz Zielort: Oelsnitz/Vogtl. Länge: 28 km Markierung 25px|, rand|25px|, rand|25px|, rand|25px| mini|Die Autobahnbrücke bei Pirk mini|Das Wasserschloss Geilsdorf Von Zwoschwitz führt der Vogtland Panorama Weg zum Warthübel (466 m) mit dem Wasserturm, von dort weiter durch das Naturschutzgebiet Großer Weidenteich und auf dem Schafweg nach Straßberg ins Tal der Weißen Elster. Diese wird überquert und der Weg verläuft weiter mit dem Partnerschaftsweg Plauen-Hof nach Kürbitz. Über den Pfarrberg (431 m) und den Weinberg (416 m), führt der Wanderweg weiter nach Weischlitz. Dort wird wieder die Weiße Elster überquert und der Weg folgt dem Flusslauf und der Elstertalbahn bis zum Lannekhaus. Der Weg schlägt nun einen Haken nach Geilsdorf und kehrt dann wieder zurück ins Tal der Weißen Elster, zur Pirkmühle. Nach Unterquerung der Pirker Autobahnbrücke führt er weiter nach Türbel und über den Hohen Kulm(515 m) ins Triebeltal. Nachdem der Triebelbach überquert wurde, wendet sich der Weg Richtung Schönbrunn, wobei er den Glockenhübel (465 m) und den Bauersberg (517 m) passiert. Von Schönbrunn aus verläuft der Vogtland Panorama Weg gemeinsam mit dem Vogtlandweg bis zum Steinpöhl (519 m) und von da nördlich, vorbei an einem Tagebau nach Lauterbach. Das letzte Stück der Etappe verläuft durch Wiesen und Gartenanlagen bis in den Ortskern von Oelsnitz. Von Oelsnitz aus ist auch ein Abstecher zur Talsperre Pirk möglich. Diese Etappe ist die längste der zwölf vorgeschlagenen Etappen.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Wasserturm Neundorf Naturdenkmal Steinerne Rose bei Straßberg, das kleinere Pendant zur Steinernen Rose bei Saalburg Evangelisch-lutherische Renaissancekirche zu Straßberg Salvatorkirche in Kürbitz, Kirche mit Flügelaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert historische Elsterbrücke in Kürbitz, über 700 Jahre alte Steinbogenbrücke Wasserschloss Geilsdorf, Burgruine aus dem 17. Jahrhundert Autobahnbrücke Pirk, eine der größten Steinbogenbrücken Europas Grube „Ludwig vereinigt Feld“ und Huthaus bei Schönbrunn, ein ehemaliges Eisenerzbergwerk Naturdenkmal „Binge“, bei Schönbrunn, eine Pinge Schloss Voigtsberg in Oelsnitz, Burg aus dem 13. Jahrhundert St. Jakobi-Kirche in Oelsnitz Zoephelsches Haus in Oelsnitz, eines der ältesten Gebäude der Stadt Talsperre Pirk

4. Etappe: Oelsnitz – Bad Elster Zusammenfassung Etappe 4 Startort: Oelsnitz/Vogtl. Zielort: Bad Elster Länge: 20 km Markierung 25px|, rand|25px| mini|Das König-Albert-Bad in Bad Elster Die vierte Etappe beginnt am Bahnhof Oelsnitz. Der Weg ist auf dieser Etappe identisch mit dem Vogtlandweg. Er führt parallel zur Bahn und zur Weißen Elster durch das Röhrholz nach Unterhermsgrün und weiter bis kurz vor Hundsgrün. Hier verläuft er bergan bis zum Hundshübel (538 m), an der Lochgutmühle vorbei, über den Lochbach und durch den Wald bis zu einem Rastplatz, der eine Aussicht bis zum Wirtsberg und zum Vysoký kámen (Hoher Stein) bietet. Anschließend führt der Weg durch das Tal des Tetterweinbachs bis zur Pelzmühle, überquert die ehemalige Bahnstrecke Hranice–Adorf und folgt kurz dem Wanderweg der Deutschen Einheit bis zum Alten Schloss, einer frühdeutschen Ringwallanlage. Von dort führt der Weg weiter, den Alten Schlossweg entlang zur Römerhütte und von dort ins Zentrum von Bad Elster.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Oelsnitzer Sehenswürdigkeiten (siehe Etappe 3) Altes Schloss, Ringwallanlage aus der Zeit um 1100 Königliches Kurhaus in Bad Elster König-Albert-Bad in Bad Elster NaturTheater in Bad Elster, die älteste Freilichtbühne Sachsens St.-Trinitatis-Kirche in Bad Elster, neugotische Kirche mit Kunstschätzen aus dem 15. Jahrhundert Kursächsische Postmeilensäule Bad Elster Floratempel in Bad Elster „Elsterado“, Bade- und Saunalandschaft in Bad Elster

5. Etappe: Bad Elster – Bad Brambach Zusammenfassung Etappe 5 Startort: Bad Elster Zielort: Bad Brambach Länge: 14 / 18 km Markierung 25px|, rand|25px|, rand|25px|, rand|25px| mini|Blick in Oberbrambach zum Sprudelwerk Vom Gondelteich in Bad Elster führt die fünfte Etappe durch den Kurpark und am Flora-Tempel vorbei zur Weißen Elster. Diese wird überquert und der Weg verläuft flussaufwärts bis zur Forstschänke und vorbei an einer über 500 Jahre alten Stieleiche bis zur Ascher Straße. Nach dem Überqueren der Straße führt der Weg an der Bayernbuche vorbei, über den Rauner Kirchsteig in den denkmalgeschützten Ort Raun. Über die Orchideenwiese, vorbei an den Oberen Lohhäusern, durch den Rohrichwald gelangt man zum Abzweig Schimmel und schließlich nach Oberbrambach und von dort zur Schillerquelle in Bad Brambach.

Eine längere Variante führt über tschechischen Boden in die Gemeinde Aš. An der Forstschänke biegt der Weg ab nach Doubrava (Grün) und führt durch Kopaniny (Krugsreuth) zu einem Stausee und nach Überquerung des Damms steil bergauf zum Háj u Aše (Hainberg) (758 m). Von dort verläuft der Weg wieder talwärts nach Dolní Paseky (Niederreuth), anschließend nach Horní Paseky (Oberreuth) und schließlich zum Kurpark nach Bad Brambach.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Sehenswürdigkeiten in Bad Elster (siehe Etappe 4) Naturdenkmal Bayernbuche denkmalgeschützter Ort Raun mit Kapelle von 1534 Fachwerkhäusern im Egerländer Stil Umgebindehäusern Umschrothäusern Orchideenwiese in Raun Herz-Jesu-Kirche in Kopaniny (Krugsreuth) Bismarckturm auf dem Háj u Aše (Hainberg) Kapelle in Horní Paseky (Oberreuth) Wettinquelle in Bad Brambach, die stärkste Radon-Trinkquelle der Welt Aquadon. Bade- und Saunalandschaft in Bad Brambach Festhalle in Bad Brambach, 1935 zum 1. Internationalen Ärztekongress eingeweiht Michaeliskirche in Bad Brambach Heimatmuseum Bad Brambach

6. Etappe: Bad Brambach – Kapellenberg – Bad Brambach Zusammenfassung Etappe 6 Startort: Bad Brambach Zielort: Bad Brambach Länge: 14 / 20 km Markierung 25px|, rand|25px| mini|Blick auf Schönberg und zum Kapellenberg aus Richtung Grenzübergang Die sechste Etappe ist die einzige, bei der Start- und Zielpunkt identisch sind. Von Bad Brambach aus führt der Vogtland Panorama Weg über die Bahnlinie hinweg ins Röthenbachtal, zum Rundbau des ehemaligen Waldcafés und bis nach Bärendorf. Von hier erfolgt der Aufstieg zum Kapellenberg (759 m). Der Weg verläuft wieder talwärts, vorbei am Schwarzen Teich bis zur Bundesstraße 92. Nach Überquerung der Bundesstraße führt der Wanderweg weiter bis zur tschechischen Grenze, wobei ein Abstecher zur Hahnenpfalz, einem 707 Meter hohen Berg, möglich ist. Entlang der Grenze verläuft der Weg durch den Brambacher Ortsteil Forst bis zurück ins Zentrum von Bad Brambach.

Eine längere Alternativroute führt vom Kapellenberg über einen Lehrpfad und die Alte Schönberger Straße nach Schönberg. Dort verläuft der Weg am Schloss Schönberg, über die Bundesstraße 92 und die Bahnlinie bis zum Großen Teich. Von dort führt der Weg im Zickzack zur tschechischen Grenze, bis er wieder auf den Vogtland Panorama Weg trifft.

Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke Sehenswürdigkeiten in Bad Brambach (siehe Etappe 5)