Der Michelbach ist ein gut langer linker und nördlicher Zufluss der Usa im hessischen Taunus, der ihr zeit- und abschnittsweise Wasser führend durch Wiesen und Wälder zufließt. Er beginnt im Hochtaunuskreis, wechselt für in den Wetteraukreis, bildet auf die Grenze beider Kreise und endet zurück im Hochtaunuskreis. Ab dem ersten Grenzübertritt, und damit überwiegend, befindet er sich, zusammen mit sechs Zuflüssen, im etwa großen FFH-Gebiet Nummer 5617-303, Usa zwischen Wernborn und Ober-Mörlen. Gespeist wird er von zwei Kläranlagen, drei Regenüberläufen (RÜ) (jeweils direkt bzw. indirekt über einen Vorfluter) sowie noch fast zehn weiteren natürlichen Zuflüssen.
Geographie Verlauf links|mini|Entwässerungsgräben im Wald links|mini|Rinne mit Anzapfung und Absturz links|mini|Erlensaum am Michelbach links|mini|Auslass der Kläranlage links|mini|„In der Au“ unter Hof Waldfrieden links|mini|Der Beginn des FFH-Gebiets links|mini|Aue in der Maibacher Schweiz links|mini|Uferbefestigung mit Grabsteinen links|mini|Alte steinerne Bogenbrücke für den Eschbacher Weg links|mini|Bachbefestigung per Grundgebirge links|mini|Weite Aue bei Naturefish-Teichen links|mini|Schmale Aue vor der K 724 links|mini|Aue zur K 724 rechts hinauf mini|Der Michelbach taucht unter die B 275, um hernach in einer Linkskurve in die Usa zu münden links|mini|Sohlrampe im Bachlauf mini|Von Norden unter der B 275 her und durch eine Rinne umgebogen mündet der Michelbach von links in die Usa (rechter Rand unten) links|mini|Michelbach-Aue im Querschnitt Die Quelle des Michelbachs liegt auf einer krautigen Wiese neben einem Granitstein zur Vermessung auf Eschbacher Grund, etwa nordnordwestlich von Michelbach, beides Stadtteile von Usingen im hessischen Hochtaunuskreis, wenige dam westlich der Grenze zwischen beiden Ortsteilen, am nördlichen Ende eines lang gezogenen Tals zwischen Bannholz im Westen und Eichenhardt/Vorderer Köppel im Osten auf . Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sind Entwässerungsgräben aus einem dichten Nadelwald vor einer steilen Höhenstufe im Hang zehn Meter höher zu einem Graben zusammen und dieser zur ursprünglichen Quelle geführt.
Unterhalb der verkrauteten Wiese fließt der Michelbach durch einen breiten Nadelwaldriegel südostwärts dem Waldweg („Neuer Weg“) auf der Grenze zwischen Eschbach und Michelbach zu. Er begleitet ihn im Abstand weniger Meter im Ostrand einer Wiese und gelangt zu einer aufgelassenen Anlage mit drei von Laubbäumen gesäumten Teichen (900, 1.100 bzw. 1.800 m² groß). Am unteren südlichen Rand der Wiese nimmt eine verschlammte gemauerte Rinne den Michelbach auf und leitet ihn geradewegs der ebenfalls gemauerten Anzapfung zur Bewässerung der Teiche zu. Um die Teiche zu umfließen, wird das restliche Bachwasser über einen Absturz in eine zunächst gemauerten Rinne geleitet, die erst wieder in einer Rechtskurve am letzten Teich bei Fluss-km 7,8 befestigt ist. Zwischen der Teichanlage und dem Weg ist eine zweireihige Hecke aus Hainbuchen gepflanzt. Luftbilder von 1933 und von etwa 1960 zeigen unterhalb der Geländestufe am Beginn der Entwässerungsgräben statt der Teiche und der Bewaldung eine abwärts reichende und bis zu breite Wiese.
Unterhalb der Teichanlage fließt der Michelbach offenbar begradigt in einem steinigen Bachbett in einer flachen Runse durch den jungen Laubwald. Unterhalb eines ihn querenden Waldwegs scheint er auf Länge noch nicht begradigt zu sein. Bei etwa km 7,3 beginnt eine schmale Wiese, die auf der Westseite eine aufgelassene und eingezäunte Teichanlage enthält, in der einige Ziegen ihren Lebensabend sie pflegend verbringen. Darunter fließt der Michelbach am Fuß des Birkenbergs in einem Erlensaum der Grenze zwischen Eschbach und Michelbach (bei km 6,9) zu, nunmehr in der Mitte der Wiese. darunter mündet am Ortsrand von Michelbach von rechts und Westen aus einer Wiese kommend ein erster etwa langer Bach, der an einem Wasserwerk im Waldrand beginnt. Dessen Fließrichtung von West nach Ost annehmend umfließt der Bach den gleichnamigen Ort nördlich im Abstand im durchgehenden Grünland des nördlichen Ortsrands und gelangt zum Durchlass unter der Landesstraße 3270. Nach löst er sich vom Ortsrand und gelangt zur biologischen Teichkläranlage für die Michelbacher Abwässer mit zwei Becken. Gemäß WRRL-Viewer gelangen deren Abwässer sowie die des örtlichen Regenüberlaufs in den Michelbach. Keine weiter mündet von rechts und Süden ein kurzes Rinnsal vom Fuß des Hasenberg-Westhangs aus Sickerquellen bei einer eingezäunten Weide südlich der Kläranlage.
Der nach Norden ragende Sporn des Hasenbergs zwingt den Michelbach in einer weiten Linkskurve parallel zu ihm nordwärts auszuweichen. Am Südende der Kreuzgewann, gewissermaßen als Abgrenzung zur ackerbaulichen Landnutzung im Norden, entwickelt sich seit Jahrzehnten (vergl.) ein ausgedehntes Gebüsch. Ab etwa km 5,3 bildet der Michelbach, jetzt am Waldrand fließend, für mehr als die Grenze zwischen Michelbach im Westen und Maibach, einem Stadtteil von Butzbach, im Osten. Sie ist damit auch die Grenze zwischen Hochtaunus- und Wetteraukreis. Zwischen Bach und Weg im Waldrand stehen noch einige Grenzsteine aus dem 19. Jahrhundert. Im westlichen Hang, am linken Ufer, thront der Hof Waldfrieden, ein ehemaliger Aussiedlerhof. In der Michelbach-Aue entwickelt sich eine krautige Flur mit Sickerquellen und Herbstzeitlosen, an den Bachufern wächst Igelkolben. Etwa bei km 4,9 mündet von links und Westen aus dem Gewann Im Engelseifen, einer 2020 vor allem mit jungen Laubbäumen bewachsenen Sukzessionsfläche, ein kleiner aus verschiedenen Sickerquellen gespeister Graben. Bei km 4,8 ist in die Gründlandau ein kleiner Teich von etwa Fläche eingelassen, Lebensmittelpunkt für einige Libellen, etwa die Blutrote Heidelibelle. Wenige dam weiter nördlich beginnt ein krautiger Waldrand, in dem der Michelbach vom Hochtaunuskreis (Michelbach) in den Wetteraukreis (Maibach) wechselt. Er gelangt damit auch in das FFH-Gebiet Usa zwischen Wernborn und Ober-Mörlen, in dem er bis zur Mündung in die Usa, und damit für den überwiegenden Teil seines Laufs, verbleibt.
Im Wald wird sein Bett sogleich viel breiter. Er ist Spielplatz für Kinder. Etwa darunter, bei km 4,55, mündet von links und Westen ein namenloser Bach, der in einem Luftbild von 1933 noch als Schleichebach (vergl. die Namen der Usa-Zuflüsse Schleichenbach und Schlichenbach auf nahem Usinger Gebiet) identifiziert wird und das Gewann Rotlaub bei der Schleichenbach südlich begleitet. Der Michelbach biegt rechts nach Osten und weiter nach Süden um (Radius etwa ). Im Verlauf dieser Schleife münden von links noch der Markbach (km 4,35) und ein namenloses Gewässer mit der GWZ 24848292 (km 4,05) sowie ein Rinnsal. Der Michelbach hat damit einen Durchbruch im Quarzitschiefer geschaffen. Am zugänglichen rechten Ufer ragen Felsen aus dem Waldboden, im Hang des linken Ufers des Zuflusses 24848292 (tatsächlich auf dem Grund des Butzbacher Ortsteils Bodenrod) ragen noch dominantere Felsen empor. Dies, der Wald und die Wiesenaue des Michelbachs auf engem Raum brachten der Landschaft den Namen Maibacher Schweiz ein (siehe hier).
Bei Fluss-km 4,4 geht der Wald in Grünland über, so dass der Markbach und die andere Zuflüsse in einer Wiese in den Michelbach münden. Zum nördlichen Rand wird sie von einem unbefestigten Weg begrenzt, der zugleich die Grenze zwischen den Butzbacher Ortsteilen Bodenrod im Norden und Maibach im Süden darstellt (die Grenze setzt sich im Westen nordwärts den Markbach hoch fort, im Osten durch das Tal des Gewässers 24848292, hinauf und wieder hinab). Die Wiesenflur unter der Markbach-Mündung hat den Namen Ober der Ankenmühle, was den Schluss auf die frühere Existenz einer Mühle in der darunter liegenden Flur An der Ankenmühle oberhalb einer Brücke (km 3,75) über den Michelbach zulässt. An ihr wechselt der Michelbach von der rechten auf die linke Seite des durchgängig nahezu lichten Tals. Bei etwa km 3,0 weitet es sich deutlich. Hier münden von Nordost ein 2020 asphaltierter Weg (Eschbacher Weg) und ein Bächlein in seinem Straßengraben (tatsächlich handelt es sich bei ihm um den Unterlauf des Gewässers GWZ 24848294) bei einer alten steinernen Bogenbrücke (km 3,05) sowie darunter eine Wiese, am westlichen Maibacher Ortsende beginnend, ins Tal bzw. den Bach.
In einem Gehölzsaum wechselt der Michelbach auf die rechte oder Westseite des Tals und bildet, stark verschattet durch den dichten Waldrand, auf die Kreisgrenze zwischen Eschbach im Westen und Maibach im Osten. Sein Bachbett ist gefalteter Quarzitschiefer, das Grundgebirge des Taunus, der in gestapelten Lagen aus dünnen Schichten fast senkrecht auf- oder absteigt. Auf dem halben Kilometer Länge erreicht er lediglich ein Gefälle von vier Metern (rund bei einem Durchschnitt von ). Seine Ufer sind stellenweise mit Grabsteinen befestigt. Bei Fluss-km 2,46 löst er sich ostwärts vom Waldrand und nimmt von links bei Fluss-km 2,43 einen Bach mit der GWZ 248482942 aus der Ortslage von Maibach auf, in den zuvor die Abwässer der Maibacher Kläranlage geleitet wurden. Ab hier führt der Michelbach garantiert Wasser. Etwa weiter ist er am linken Talrand und in der eingezäunten Teichanlage „Naturefish“ angekommen. Der Zaun steht auf der Grenze zwischen Maibach im Norden und dem Usinger Ortsteil Wernborn im Süden. Der Michelbach wechselt damit ein letztes Mal die Landkreise. Einige Meter in das von Schafen gepflegte und Herdenschutzhunden gesicherte Gelände hinein mündet von links durch ein schmales und steiles Tal zwischen Backofenkopf im Norden und Bernhardskopf im Süden ein Rinnsal vom Waldrand an der Südseite einer Wiese im Gewann Am Dieflus südlich von Maibach. Bei Fluss-km 2,1 mündet auf dem eingezäunten Gelände von rechts der Schmalbach aus der Feldflur im Nordosten Eschbachs, dem Südhang des schon bekannten Hasenbergs.