Der Seebach (örtlich meist die Seebach) ist ein knapp 7 km langer rechter und westlicher Zufluss der Usa. Er entspringt dem Taunus und durchfließt seinen bewaldeten Südhang, Ortsrand von Ockstadt und verrohrt dessen Ortskern, die ebene Wetterau und zumeist Freiflächen in Friedberg.

Geographie Verlauf Der Seebach entspringt westlich des Friedberger Stadtteils Ockstadt am südöstlichen Hang des Winterstein-Taunuskamms unterhalb des Wintersteingipfels einer nassen Stelle im Mischwaldboden in der Gemarkung Engelsborn als Leihgraben (und fließt an einem ehemaligen Pumpwerk zur Trinkwassergewinnung vorbei).

Diesen Namen könnte er dem Leinanbau zur Gewinnung von Flachsfaser und der notwendigen Röste der Flachstängel im sauberen kalten Wasser des Bachs, bevor es beim Durchfließen eines Ortes verschmutzt worden wäre, verdanken.So die Angabe des Geschichtsvereins Ockstadt Darauf verweist vermutlich auch der Flurname Waschbach/Auf der Waschbach gegenüber der Einmündung des Hardbäumcheswegs in die Usinger Straße.

Der Leihgraben ändert in Ockstadt seinen Namen in Beunebach und spätestens in Friedberg in Seebach.

Namenloses zeitweises Bächesystem Nordwestlich vom Engelsborn und etwa 90–100 Meter höher gelegen sind an einem steilen Buckel im Hang des Wintersteins die Quellen namenloser Bäche, die, kurz zuvor vereint, heute vor der Bundesautobahn 5 von links in den Leihgraben münden. Vor dem zunächst vierspurigen Bau der heute sechs-, mit Haltestreifen achtspurigen Autobahn lag die Mündung tiefer und näher an Ockstadt. Diese hoch gelegenen Quellen schütten nur zeitweise, etwa zum Ende des Winters.

Die höchste Quelle liegt auf einem wenig benutzten Waldweg, der diesen Buckel im Osten begleitet , westlich der Usinger Straße in der Gemarkung Hinterwald. Der kleine Bach durchfließt eine dicht stehende Fichtenschonung und gelangt über einen Tümpel an die Usinger Straße, die hier unterhalb eines Knicks von einem Waldweg gekreuzt wird. Südwestlich beginnt ein Wasserschutzgebiet. Der Bach wird vermutlich diagonal unter der Usinger Straße hindurch geführt und gelangt in ein anmooriges Bruchwaldgebiet, das von Birken dominiert wird. Am Rande einer Fichtenschonung verlässt der Bach das Bruch und ergießt sich in eine alte Runse, die an einem Mountain-Bike-Trail von links (Nordwesten) in eine trockene Runse von der Usinger Straße her (sie scheint sich früher noch weiter ostwärts erstreckt zu haben) mündet . 50 Meter weiter stößt sie auf den Durchlass eines Haupt-Waldwegs, etwa 200 Meter weiter, nach Durchqueren eines Schlags alter Fichten, großteils Opfer von Windwurf, auf die offizielle und ganzjährig schüttende Quelle des nordöstlichen Quellasts dieses Leihgraben-Zulaufs. Bei wird der Bach durch einen Damm, über den ein Waldweg führt, aufgestaut. Etwa 150 Meter weiter verliert die Runse endgültig ihren Charakter eines Einschnitts und von rechts mündet ein zeitweise Wasser führender Bach aus einem westlich liegenden Tümpel mit zwei Auslässen , dessen zweiter, südwestlicher, Auslass nahe der Autobahn sich mit diesem Ast vereinigen wird. Etwa 200 Meter weiter trifft der nordöstliche Ast einen Haupt-Waldweg von der Wintersteinstraße von Bad Nauheim zur Gaststätte Forsthaus Winterstein, der als Zufahrt für motorisierte Fahrzeuge zur 'Usinger Straße' dient, welche oberhalb der Autobahnbrücke für diese durch Pyramidenstümpfe aus Stahlbeton gesperrt ist, ein Relikt aus jener Zeit, als die US-amerikanischen Panzertruppen aus den Friedberger Ray Baracks den Wald als Standortübungsplatz nutzten. Unterhalb des Weges erstreckt sich ein Kahlschlag, Folge des Aufräumens einer Windwurffläche eines Fichtenschlags. Nach etwa 150 Metern, im stehen gebliebenen (Laub-)Waldrand an der Autobahn, wird der Bach in einen südwärts führenden Graben umgeleitet, in den nach wenigen dam der südwestliche Ast von rechts mündet.

Die zweithöchste Quelle liegt nahe dem wenig benutzten Waldweg östlich des steilen Buckels und westlich der Usinger Straße in der Gemarkung Hinterwald. Der Bach strömt ostwärts über einen nach Süden abschüssigen aufgegebenen Waldweg, auf dem ein Teil seines Wassers abfließt, und dann am Nordrand einer Waldwiese entlang. Durch eine dicht stehende Fichtenschonung gelangt er in einen Laubwald, wo er sich mit dem Bach von der dritthöchsten Quelle vereinigt .

Die dritthöchste Quelle liegt an der Einmündung eines wenig benutzten Waldwegs und Mountain-Bike-Trails in einen ebensolchen Waldweg, der vom Bach von der zweithöchsten Quelle mit einem Teil ihres Wassers herab kommt. Sie sprudelt zeitweise aus dem mit Gras bewachsenen Boden, zumeist entströmt ihr einfach das Wasser. Es erreicht bald eine kurze ostwärts führende Runse. Nach der Vereinigung mit dem Bach von der zweithöchsten Quelle streben sie gemeinsam der Usinger Straße zu, wo ein angelegter Graben das Wasser übernimmt und so verhindert, dass es in ein System von Runsen im Osten gelangt. Es wird in den Straßengraben an der Westseite der Usinger Straße geleitet, von wo es 100 Meter weiter diagonal unter der Straße hindurch nach Osten geleitet wird. Der zeitweise fließende Bach wird von einem Mountain-Bike-Trail gequert und ergießt sich in einen Bruchwald. Dieser speist ständig Wasser in den Tümpel mit den zwei Auslässen südlich des Schlags alter Fichten am nordöstlichen Ast und bildet so die Quelle für den südwestlichen Ast. Etwa 20 Meter südwestlich gibt es weitere Quellen, deren Abfluss nach wenigen Metern von rechts in den südwestlichen Ast mündet . Im Abstand von etwa 40 oder 50 Metern parallel zum nordöstlichen Ast fließt der südwestliche dem Waldweg zu, gelangt durch die Kahlschlagfläche und mündet bei von rechts in den Graben an der Autobahn mit dem nordöstlichen Ast. Nach etwa 75 Metern mündet der Graben von links in den Seebach-Oberlauf vom Engelsborn, der hier unter der Autobahn durchgelassen wird.

Leihgraben mini|links|Zwei Stockwerke Durchlass Im Jahre 2019 schüttet die Quelle weniger, denn etwa 100 m unter ihr steht an einem unbefestigten Waldweg ein Pumpwerk zur Gewinnung von Trinkwasser für ein ehemaliges Flüchtlingslager vom Ende des II. Weltkriegs auf dem Gelände des späteren Bundeswehrdepots (heute die Krokodil-Farm)Friedberger "Farm" bietet 28 Alligatoren im Internet zum Verkauf an, von Jürgen Wagner, Gießener Allgemeine, 28. Februar 2018, dessen Einzugstrichter der Quelle Wasser abgräbt. Nach weiteren etwa 200 m in einem fein-steinigen Bachbett trifft er auf die Usinger Straße, einen alten Verbindungsweg der Wetterau mit dem oberen Usatal und Usingen, und begleitet sie nun im Straßengraben etwa einen Meter weit bis zu einem einmündenden Waldweg. Der überdeckt ein Durchlass-Bauwerk: Im Erdgeschoss geht es nach schräg links unter der Usinger Straße durch und im Obergeschoss ist die Passage geradeaus in den sich unter dem unbefestigten Waldweg fortsetzenden Straßengraben. Geradeaus kann naturgemäß nur Hochwasser durchfließen, das nicht mehr vom Rohr zur anderen Straßenseite aufgenommen werden kann und sich daher hoch genug aufstauen konnte. Auf der anderen Straßenseite hat der Leihgraben ein eigens mit Basaltsteinen armiertes Tosbecken und mit Basaltschotter gedecktes Bachbett, das die Usinger Straße noch einige Meter begleitet und dann nach links, Richtung Osten, abbiegt. Hier wird der Hang steiler. Der Leihgraben folgt bis zur Bundesautobahn 5 dem vom Basaltschotter ihm vorgezeichneten Weg. Dort mündet von links und Nordwesten der andere Quellast des Leihgrabens. Der vereinigte Bach unterquert dann die A 5 in einem weiten Betonrohr.

mini|links|Wg. Bewässerung Steinbruch am Landhaus Reuß mini|links|Im Auwäldchen mini|links|Erster Zufluss (von rechts) Auf der Ockstadt zugewandten Seite der A 5 biegt der Leihgraben sogleich rechts nach Süden ab und gelangt in ein Becken mit kurzem PVC-Abflussrohr. An dem Becken ragen zur Autobahnböschung hin (Westen) zwei Kanalschächte aus dem Waldboden, von denen einer über eine seitliche bodennahe Blechklappe an einem seiner genormten Zylinderringe verfügt, durch die er Seebachwasser aus dem Staubecken aufnehmen kann. Dieses wird über eine Rohrleitung dem See im ehemaligen Steinbruch am Landhaus Reuß (lokal auch als Reifen-Seher, nach einem hiesigen Autozubehörhandel, bekannt) zugeleitet. Nach Unterqueren eines Weges (einer alten Wein- oder Wagenstraße, bekannt als (Alte) Butzbacher oder (Alte) Wetzlarer Straße) begleitet er einen Zuweg zu dieser mit einem Eichenwäldchen linker Hand und einer Streuobstwiese rechts. Nach erneutem Unterqueren der Usinger Straße und der Zufahrt zu einem ehemaligen Bundeswehrdepot erreicht der Leihgraben den Rand einer Streuobstwiese, die Sauweide (oder älter Sauwassen), und danach ein Auwäldchen neben der Teilhabe WetterauInternetauftritt mit dem neuen Namen. In es werden die Oberflächenabflüsse von den Abstellflächen der Werkstätten geleitet. Zwei heute trockene Mulden mit Schlammschichten im Boden belegen die Existenz von Teichen. Ihr Trockenfallen ist fehlender Pflege (Freihalten des Zuflusses) geschuldet. In diesem Areal fließt mögliches Hochwasser zu, das weiter oben an der Usinger Straße durch das Obergeschoss des Durchlasses wirbeln konnte. Es durchfloss den Usinger Straßengraben bis zum Parkplatz an der Brücke über die Autobahn und unterquerte einen Waldweg, um an einen künstlich angelegten Graben angeschlossen zu werden. Zu einem anderen Durchlass gelangt Wasser vom Wintersteinhang, das dem Graben an einem Haupt-Waldweg folgt. Dieser temporäre Wasserfluss trifft bei den neuen Graben. Auf dem verbleibenden Weg nach Süden, parallel zur Autobahn, münden von rechts, Westen, weitere Bäche vom Taunushang. Am Durchlass unter der A 5 kommen gleich zwei weitere Bäche, aus Westen und aus Südwesten, zusammen, die unter der A 5 und unter dem ehemaligen BW-Depot (derzeit ein "Krokodilzoo/Alligator-Action-Farm" gemäß Bebauungsplan Nr. 56 Bei den Klappertannen vom Oktober 2004) durchgeleitet werden. Auf der Ockstädter Seite tritt der Durchlass an einem Grill-, Fest- und Bolzplatz, dem Alten Sportplatz, zu Tage. Annähernd parallel zu dessen Zufahrtsstraße erreicht der Graben mit dem Hochwasser das Schützenhaus, wo er unter den Schießbahnen hindurch (auch) in das Auwäldchen geleitet wird. Etwa bei km 5,0 (wieder) vereinigt wird der Hardbäumchesweg in einem mit zwei Rohren ausgeführten Durchlass unterquert. Damit verlässt der Leihgraben endgültig den bewaldeten Taunus und begibt sich in die Feldflur der Friedberger Wetterau.

Ober- und unterhalb des Hardbäumcheswegs werden Oberflächenabflüsse aus Straßengräben in den Leihgraben geleitet. Östlich der Straße, zwischen Leihgraben im Süden und Usinger Straße im Norden, war bis 1912 der letzte Ockstädter Steinbruch (Quarzit) in Betrieb. Heute ist er voll Grundwasser gelaufen und dient der privaten Erholung. Zugang ist vom Ulmenweg. Östlich schließt sich ein Neubaugebiet mit dem Ulmenweg an (Bebauungsplan Nr. 03 Ockstadt West vom Mai 1976). Es endet im Osten mit dem Schmelzweg, der sich per Brücke südwärts über den Leihgraben zu einem unbefestigten Weg fortsetzt (den Leihgraben begleitet nahezu parallel ein Weg bis Pfad vom Hardbäumchesweg bis zur Rosbacher Straße, der zugleich und zum Teil die nördliche Grenze des Bebauungsplans Nr. 49 Golfplatz Ockstadt vom Juli 2000 darstellt). Hier beginnt, oder endet, in einem Metall-Gittermast eine 20-kV-Freileitung und entspringt, wenige Meter entfernt, in einem Quellwäldchen, ein kleiner Bach, der durch ein Plastikrohr von rechts und Süden in den Leihgraben mit einem einen halben Meter tiefen Fall mündet. Der Leihgraben ist verschieden tief und breit in den Boden eingeschnitten, alte Obstbäume und schon lange nicht mehr geschnittene Kopfweiden begleiten ihn. Das Tälchen macht einen verwahrlosten Eindruck, zeigt dadurch jedoch auch Steilufer mit kleinen Höhlen.

mini|links|Trinkwassergewinnung in Leihgraben-Florenz