miniatur|280px|Zylinderkopf eines älteren Vierzylinder-Zweiventil-Viertakt-Ottomotors. (VW EA827)

Der Gegenstromzylinderkopf ist eine Bauart des Zylinderkopfes, bei dem die Ansaug- und Auslasskanäle auf derselben Seite liegen. Gegenüber dem heute gebräuchlichen Querstromzylinderkopf weist diese Bauart folgende Eigenschaften auf:

Vorteile: schmalere Bauform des Motors (der geringere Platzbedarf ist hauptsächlich bei quer eingebauten Motoren interessant) Ansaug- und Abgaskrümmer können mit den gleichen Schrauben befestigt werden (Kostenersparnis) Die Wärmeübertragung begünstigt das vollständige Vergasen des Benzins und hilft, der Vergaservereisung vorzubeugen (bei Motoren mit Saugrohreinspritzung irrelevant) Kurze Gaswege, daher gut für Aufladung geeignet

Nachteile: Die unnötige Aufheizung der Ansaugluft bewirkt eine schlechtere Füllung (Leistungsverlust) und eine höhere Klopfneigung Eignet sich nur für konventionelle Zweiventiltechnik (Mehrventiltechnik und somit besserer Gaswechsel ist nicht möglich) Gesteigerte Brandgefahr bei Treibstoffundichtigkeiten (der Ansaugtrakt liegt direkt über dem Abgaskrümmer)

Literatur

Alfred Böge (Hrsg.): Vieweg Handbuch Maschinenbau Grundlagen und Anwendungen der Maschinenbau-Technik, 18. Auflage, Springer, 2007, ISBN 978-3-8348-0110-4, S. L 69 (985). Bosch (Hrsg.): Kraftfahrtechnisches Taschenbuch, 25. Auflage, Springer, Wiesbaden, 2003, ISBN 978-3-528-23876-6, S. 467.

Kategorie:Bauteil (Verbrennungsmotor)