In der Liste der Baudenkmale in Storkow (Mark) sind alle Baudenkmale und – bis auf Bodendenkmale – Denkmale übriger GattungenDie Brandenburger Denkmallisten fassen unter dem Begriff Denkmale übriger Gattungen sowohl klassische Baudenkmale wie auch Gedenksteine oder wie bei Storkow den Thälmann-Hain zusammen, siehe: der brandenburgischen amtsfreien Kleinstadt Storkow (Mark) und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die veröffentlichte Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2021. Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Storkow (Mark) aufgeführt.
mini|hochkant=1.4|Wohn- und Geschäftshaus Am Markt 23 in der per Satzung geschützten historischen Innenstadt. Nach dem Stadtbrand von 1712 errichtet, ab 1994 restauriert.
Denkmalbereich historische Innenstadt Zusätzlich zu den Einzeldenkmalen ist der Denkmalbereich der historischen Innenstadt per Satzung zum Schutz des Denkmalbereiches der historischen Innenstadt von Storkow im Landkreis Oder-Spree denkmalgeschütztSatzung zum Schutz des Denkmalbereiches der historischen Innenstadt von Storkow im Landkreis Oder-Spree vom 15. August 1996 (PDF; 116 kB) und unter B) Durch Satzung geschützte Denkmalbereiche in der Denkmalliste des Landkreises angeführt. Entsprechend ist Storkow in der Liste von Städten mit historischem Stadtkern enthalten, allerdings ist die Stadt kein Mitglied der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“. Die Anlage der ehemaligen und zwischen 2000 und 2009 wiederaufgebauten Burg Storkow liegt außerhalb des Bereichs und ist unter den Einzeldenkmalen gelistet.
Räumlicher Geltungsbereich Der Denkmalbereich erstreckt sich westlich und östlich der Straßen Am Markt und Altstadt. Seine Grenze wird in der Satzung und in der beigefügten Karte wie folgt umrissen: die Grenze im Norden bildet der Storkower Kanal, im Süden der Burggraben (verläuft südlich der Schloßstraße), im Osten die Burgstraße und der Weg Hinter den Höfen und im Westen die Grenzen der Grundstücke, die westlich an der Kirchstraße liegen. Im Einzelnen gehören folgende Straßen oder Straßenabschnitte, Gassen und Plätze mit anliegenden Grundstücken zum Bereich: Am Markt, Altstadt, Kirchstraße, Rudolf Breitscheid-Straße (zwischen Markt und Burggraben), Schloßstraße und die nicht benannten Verbindungswege und Gassen zwischen den genannten Straßen sowie die im Gebiet liegenden und die das Gebiet begrenzenden Wasserläufe. mini|Straße Am Markt und Marktplatz. Das sanierte Fachwerk-Eckhaus Am Markt 33 von 1730 beherbergte bis 1894 die Poststation nach Fürstenwalde (siehe auch: Einzeldenkmal „Preußischer Meilenstein“). Die nebenstehende Nr. 32 ist zusätzlich als Einzeldenkmal geschützt. mini|Mühlenfließ mit Dampfmaschine von 1897
Schutz und Schutzbegründung Laut § 2 Absatz 1 sind im Geltungsbereich der Satzung geschützt: der mittelalterliche Stadtgrundriss, die das Erscheinungsbild der Stadt kennzeichnende historische Substanz, die Maßstäblichkeit der Bebauung, die Straßen-, Platz- und Gehweggestaltung einschließlich prägendem Großgrün, die Silhouette der Stadt.
Den Kern des mittelalterlichen Grundrisses und historischen Erscheinungsbildes des 1209 erstmals urkundlich erwähnten Ortes bilden der Marktplatz und seine Umgebung, dessen fast rechteckige Anlage für eine mittelalterliche Stadtgründung typisch ist. Die ältesten der durchweg zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshäuser – zum Teil Traufenhäuser aus Fachwerk – entstanden unmittelbar nach dem letzten großen Stadtbrand von 1712. Aus dieser Zeit stammen auch die schmalen Brand- und Feuergassen zwischen dem Markt und der Kirchstraße. Die Baumbepflanzung des Platzes geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Trotz der Zerstörung des Rathauses aus dem Jahr 1850, des Bürgermeisterhauses und weiterer wertvoller Bauten im Zweiten Weltkrieg und trotz der späteren Abtragung des ehemaligen Zollhauses (Kaufhaus Rosenberg) bilden die verbliebenen Gebäude einen geschlossenen Rahmen, der laut Satzung aus siedlungs-, bau- und kulturgeschichtlichen Gründen zu erhalten ist. Ein weiteres typisches Element der Stadtentwicklung bilden die schmalen Hinterhöfe der Ackerbürger mit ihren rückwärtigen Zufahrten, Stallungen und zum Teil zweigeschossigen Remisen. Die erhaltenswerte Silhouette der späteren Immediatstadt bestimmt die weithin sichtbare historische Höhendominante des 36 Meter hohen Turms der Stadtkirche aus dem 16. Jahrhundert.
Bauten und Anlagen im Denkmalbereich Neben den besonders geschützten und unten gelisteten Einzeldenkmalen sind im Bereich der historischen Innenstadt folgende Bauten und Anlagen bemerkenswert: das Anfang des 20. Jahrhunderts südlich der Pfarrkirche errichtete Gemeindehaus, die Altstadtschule aus der Mitte des 19. Jahrhunderts nördlich der Pfarrkirche und die bauliche Fassung des Mühlenfließes im ehemaligen Mühlenbereich aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Dampfmaschine am Mühlenfließ, von der Reste erhalten sind, versorgte die Stadt ab 1897 fast 15 Jahre lang mit Elektrizität und nochmals nach dem Zweiten Weltkrieg 1945, als die Überlandleitungen zerstört waren. Gleichfalls in der Nähe des Mühlenfließes liegt die ehemalige Schmiede aus dem Jahr 1740. Die neue Zugbrücke über dem Storkower Kanal ersetzte 2000/2001 eine historische stählerne Zugbrücke von 1919. Die Wasserstraße ging aus dem Alten Fließ hervor, das erst zum Flößergraben und ab 1746 zum Kanal ausgebaut wurde. Östlich der Zugbrücke überspannte den Kanal eine hölzerne Klappbrücke nach holländischem Vorbild, die 1919 aus Stahl erneuert und 1971 einer modernen Spannbetonbrücke (Burgstraßen-Brücke) weichen musste. Die Friedenseiche auf dem Marktplatz wurde 1814 gepflanzt.Tourismuszentrum Storkow (Mark): Stadtwanderung von der Dampferanlegestelle zum Zentrum der Altstadt Storkow (Mark). Flyer, ohne Datum. Erhalten um 2005.Erich Oehring, Jürgen Pfeiler, Reinhold Zielke: Storkow und seine Ortsteile …, S. 270f.Homepage der Stadt Storkow (Mark), Stadtporträt
Einzeldenkmale
Storkow (Mark) Der Schutzstatus der im Denkmalbereich historische Innenstadt liegenden Einzeldenkmale wird von der vorstehenden Satzung nicht berührt.
Ortsteile Alt Stahnsdorf
Görsdorf bei Storkow
Groß Schauen
Kummersdorf Das laut verschiedenen OrtsbeschreibungenBeispielsweise in: HNE Eberswalde, Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH), Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz: Dörferbefragung in Storkow (Mark). Band 2: Ortsteilbeschreibungen. (PDF; 15,2 MB). Durchgeführt von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH) in Kooperation mit Brandenburg 21 e. V., 18. bis 22. Juni 2012. Stand: September 2012. S. 68. unter Denkmalschutz stehende Schleusenhäuschen am Storkower Kanal ist in der Denkmalliste mit Stand 2022 nicht enthalten.
Limsdorf
Möllendorf
Philadelphia
Selchow
Ehemalige Baudenkmale
Literatur Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Begründet vom Tag für Denkmalpflege 1900, Fortgeführt von Ernst Gall, Neubearbeitung besorgt durch die Dehio-Vereinigung und die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum. Brandenburg: bearbeitet von Gerhard Vinken und anderen, durchgesehen von Barbara Rimpel. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4. Wolfgang Gutschke, Erich Oehring: Storkow in alten Ansichten. Band 1, Storkow 1999 Erich Oehring, Jürgen Pfeiler, Reinhold Zielke: Storkow und seine Ortsteile in alten und neuen Ansichten. In: Storkow (Mark). Einblicke in die Geschichte einer 800-jährigen Kleinstadt. Hrsg.: Bürgermeisterin der Stadt Storkow (Mark) in Verbindung mit dem Historischen Beirat der Stadt. Gesamtherstellung: Schlaubetal-Druck Kühl OHG, Müllrose 2009, ISBN 978-3-941085-72-5, S. 243–289
Weblinks
Einzelnachweise
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