mini|Bruno Liberda, 1998 Bruno Liberda (* 17. Februar 1953 in Mödling bei Wien) ist ein österreichischer Komponist.
Leben Liberda begann seine musikalische Ausbildung während der Gymnasialzeit bei Alfred Uhl an der heutigen Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Anschließend studierte er Komposition bei seinem wichtigsten Lehrer Roman Haubenstock-Ramati, Violoncello bei Tobias Kühne und elektroakustische Musik bei Dieter Kaufmann. Er erhielt Stipendien an mehreren europäischen Studios für elektronische Musik (arbeitet u. a. in Oslo am ersten Buchla-Hybridsynthesizer in Europa); Computermusikkurse an der Universität von Urbana-Champaign U.S.A., erhält zweimal das Rom Stipendium, Sandoz-Preis u. a. Auszeichnungen, lebte längere Zeit in London, Rom und New York.
Liberda lehrt elektronische Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Gastvorlesungen hielt er in Griechenland (Ionische Universität), Holland (Berlage Institut Amsterdam), Frankreich (CCMIX Paris) und Rom.
Er schuf fünf Auftragsopern und drei Ballette und arbeitete an den Opernhäusern in Frankfurt, Bonn, Karlsruhe, Amsterdam u. a.; am Burgtheater Wien, Marstalltheater München, Piccolo Teatro di Milano, Bern, Berliner Ensemble, Wiener Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam, in Zürich, Rom, New York.
Liberda war der Erste, der mit Valse triste (1977) elektronische Musik an der Staatsoper Wien zur Aufführung brachte.
Privates Liberda ist verheiratet und hat eine Tochter. 2020 erschien das Buch Lila Lux, in dem Liberda aus männlicher Sicht die ersten 3 Lebensjahre seiner Tochter beschreibt.
Werke (Auswahl) 1974: BereniceWerkeverzeichnis Bruno Liberda. Musikdatenbank von mica – music austria, 28. April 2020; abgerufen am 25. März 2021. 1974: Albumblätter für die Toten 1976: Ich hab mein Sach auf Nichts gestellt, Streichquartett 1977: Ein trauerumflorter Tag sinkt aus den Glocken 1978: Turn slowly, 2 Pianos 1979: Songs for Mizzi Traktor, Neun graphische Blätter 1979: … con variazioni, Klavier 1980: A se stesso, Tape music 1982: Ein kleines Requiem, Tape musicWerkeverzeichnis Bruno Liberda. Musikdatenbank von mica – music austria, 28. April 2020; abgerufen am 25. März 2021. 1982: Die, die Last des Himmels tragen, 60-st. Frauen- und Kinderchor 1983: Sophisticated Atmosphere, Raummusik für Orchester und Blaskapellen 1985: Il solito, ma non troppo, Klavier 1985: Rest zweier tragischer Szenen, 2 Violoncelli 1986: Kyrie, Chor und Kammerorchester 1986: Horoscopical Music, 8–16 Instrumente 1986: 100 Ansichten vom Berge Fuji 3. Buch/2, Großes Orchester 1986: 100 Ansichten vom Berge Fuji 1. Buch/1, Cel., Marima, Vibr., Klav. 1987: 100 Ansichten vom Berge Fuji 1. Buch/5, 7–11 Singstimmen 1988: Good Feeling on Sunday Morning, 1 Klavier, 2 Spieler 1988: Streichquartett auf G und B 1990: 100 Ansichten vom Berge Fuji 2. Buch/2, Tape Music 1990: Capricci, Konzert für 6 Klaviere, Orchester und Tonband 1993: 100 Ansichten vom Berge Fuji 1. Buch/11, Stimme und live Elektronik 1994: Kleines Triptychon, Stimme und live ElectronikWerkeverzeichnis Bruno Liberda. Musikdatenbank von mica – music austria, 28. April 2020; abgerufen am 25. März 2021. 1994: Nach(t)laut, Kammerensemble und Elektronik 1995: In stiller Sonne, Klanginstallation für das Land Steiermark 1996: Seven steps, Konzert für Klavier und Tonband 1999: Getsemani2000, Klanginstallation 2001: un&sichtbar (in&visible), Ausstellung 2003: JETZT, mixed media 2007: neunmal gefärbt, Klavier, mixed media 2008: siebenmal gefärbt, Vorstudie zu Medea (2008) 2010: a sphere of air is bound, Trompete und Live Elektronik 2011: self portrait without self, Zither und Live Elektronik 2011: die verbleibende zeit, Orgel(n) plus oder... Dauer: je nach Bedarf, min jedoch 666ʼʼ und max 666' 2011: wippen trippeln tänzeln ruhn, Klavier plus; Dauer: je nach Bedarf, min jedoch 13’ und max 57 2012: buddha cannot sit quietly anymore, Stimme, Obi-Gong und Live Elektronik 2013: where we meet (séance intime nr.2) für 3 Geräuschemacher auf sensiblen Oberflächen & live electronic; Dauer: 482'' oder viel länger 2014: gestus. geheimnis. weg, Raumklang für Aerophone in alter und neuer Stimmung plus live Elektronik, 6 bis 9 Musiker 2017: not scoring, modular synthisizers 2018: einstimmen, live electronic; Dauer: 16' 2019: schrei nach stille, für Solo und live Elektronik oder 4 – 7 SolistInnen, Dauer: so lange es anhält 2020: à la recherche des objets perdus, piano solo etc 2020: Ton aus Strom, mixed media 2020: Zähmung des Umstandes, 1-3 Holzbläser, Live Elektronik 2021: Umrisse der Leere, Solostimme und Live Elektronik 2022: still-kreisen-drehen-stehn / frieren die glockentöne am eingebildeten eis, Carillon und Live Elektronik 2024: L'aprés-midi im Stiegenhaus von Mozart, mixed media 2024: In den Fußstapfen der Hand, mixed media
Bühnenwerke Yerma, Ballett (1977)Bruno Liberda – Werke. cronopio.de, Komponisten in Mödling; abgerufen am 25. März 2021. Valse triste, Ballet (1978) Das Ende des Kreises, Oper (1981) Shambhala, Oper (1989) The Northern Lights, Ballett (1991) Wieso verschwindet Mozart auf der Reise nach Prag?, Oper (1999) das kleine ei das detektivin werden wollte, kurze Oper (2007) Celestina, Märchenoper (2009) der alte Mann, der ‚warum‘ sagte (2010)
Weblinks
Internetpräsenz von Bruno Liberda Instagram-Auftritt mit experimentellen Ausschnitten
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist klassischer Musik (21. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann