Verwaltungsamt Cristo Rei300px|Christusstatue beim Capa Fatu CamaVerwaltungssitzBecoraFläche80,62 km²Direcção-Geral de Estatística: .Einwohnerzahl76.369 (2022)Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.SucosEinwohner (2022)Ailok 3.640Balibar1.820Becora22.678Bidau Santana8.231Camea17.362Culu Hun7.174Hera12.758Meti Aut2.706 Übersichtskarte300px|Verwaltungsgliederung der Gemeinde Dili

Cristo Rei ist ein osttimoresisches Verwaltungsamt (). Der Name des Verwaltungsamtes leitet sich von der monumentalen Jesusstatue Cristo Rei ab, die am Ostende der Bucht von Dili auf dem Kap Fatu Cama steht. Der Sitz der Verwaltung liegt in Becora.Jornal da República:

Geographie mini|links|Capa Fatu Cama mini|links|In Camea, oberhalb von Meti Aut

Bis 2014 wurden die Verwaltungsämter noch als Subdistrikte bezeichnet.

Cristo Rei bildet im Osten der Gemeinde Dili den Übergang des urbanen Teils mit der Landeshauptstadt Dili in den dünner besiedelten Osten. Größter Ort außerhalb Dilis ist hier Hera, wo sich der Stützpunkt der Marine Osttimors befindet. Östlich liegt das Verwaltungsamt Metinaro, westlich die Verwaltungsämter Nain Feto und Vera Cruz und südlich die zur Gemeinde Aileu gehörenden Verwaltungsämter Laulara und Remexio.Direcção-Geral de Estatística: . Cristo Rei hat eine Fläche von 80,62 km² und teilt sich in die acht Sucos Balibar, Becora, Bidau Santana, Hera, Camea (Kamea), Culu Hun (Kulu Hun), Meti Aut und den 2017 von Becora abgetrennten Suco Ailok.Direcção-Geral de Estatística: DILI EM NÚMEROS 2016, S. 3, abgerufen am 8. März 2019.Jornal da República: Ministerielles Dokument n.° 16/2017, abgerufen am 11. März 2019. Außer Balibar ist bei allen Sucos zumindest einen Teil ihres Gebietes als urban klassifiziert.

Der Strand von Cristo Rei an der Bucht von Dili, die Areia Branca, und dessen Hinterland, das aus Savanne und Feuchtgebieten besteht, sind ein Wildschutzgebiet und eine Important Bird Area. Im Suco Hera liegt zwischen dem Kap Fatu Cama und dem Ponta Fatossídi der Strand Dolok Oan an der Bucht von Fatu Cama. In Camea steht das Gefängnis von Dili und in Becora die Universidade Oriental Timor Lorosa’e. Aus dem Kap Fatu Cama steigt eine Hügelkette an bis zum Berg Cacusa ().

Einwohner In Cristo Rei leben 76.369 Menschen (2022), davon sind 38.855 Männer und 37.514 Frauen. Von ihnen leben 66.270 in urbanen Gebieten, 10.099 in ländlichen. Im Verwaltungsamt gibt es 12.822 Haushalte. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung beträgt 19,7 Jahre (2010, (PDF; 2,5 MB) 2004: 18,3 Jahre (PDF; 14 MB)). Die alltägliche Sprache ist Tetum, aber in Hera und Becora Leten wird daneben auch der Subdialekt Lolein verwendet, der eine Variante des Isní ist. Er wurde dort von Einwanderern aus Turiscai im 19. Jahrhundert eingeführt. Daneben werden auch andere Sprachen Osttimors gesprochen, da immer mehr Landbewohner auf der Suche nach Arbeit nach Dili kommen.

Geschichte mini|links|hochkant|Karte des Verwaltungsamtes Cristo Rei (Verwaltungsgrenzen bis 2015)

Hera war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte.

Im Stadtteil Bidau, der sich heute aufteilt in Bidau Santana und Bidau Lecidere (im Verwaltungsamt Nain Feto), siedelten sich ursprünglich die Ethnie der Bidau an. Diese Mischbevölkerung aus Portugiesen und Einheimischen aus Larantuka (Flores), Solor und Timor kontrollierten jahrhundertelang weite Teile Westtimors. Bis in die 1960er-Jahre hinein sprachen sie Português de Bidau, ein kreolisches Portugiesisch. Mit der Zeit wechselten sie immer mehr zum Standard-Portugiesisch.

Das Privathaus von Staatspräsident José Ramos-Horta liegt in Meti Aut. Hier wurde er am 11. Februar 2008 niedergeschossen und schwer verletzt.

Politik mini|links|Administrator José Filipe Ximenes Smith (2013) mini|Gemeindepräsidentin Saldanha, Venancio Tavares (m.) und Gaspar da Silva (2022)

Der Administrator des Verwaltungsamts wird von der Zentralregierung in Dili ernannt. 2010 war dies Simplício dos Santos MendonçaGovernment of Timor-Leste: “The NSDP comprises the basic infrastructures for the population needs”, 13. September 2010, abgerufen am 13. Juni 2019. und 2012 Luís Barreto.Michael Leach: FITUN: A preliminary history of a clandestine movement. In: A Political Ecology of Land Tenure in Timor Leste: Environmental, S. 255 ff., 2012, abgerufen am 4. Februar 2022. José Filipe Ximenes Smith, der 2015 Administrator war,Ministério da Administração Estatal: war 2020 Stellvertreter des Präsidenten der Gemeindeverwaltung Dilis.Tatoli: , abgerufen am 6. September 2020. Gaspar da Silva übernahm 2016 das Amt.Jornal da República: RESOLUÇÃO DO GOVERNO N.º 34/2016 de 12 de Outubro, abgerufen am 12. Januar 2024. Er übergab den Administratorposten am 2. Februar 2022 an seinen Nachfolger Venancio Tavares.Autoridade Município de Díli: SEREMONIA TOMADA POSSE BA ADMINISTRADOR POSTU ADMINISTRATIVU CRISTO-REI, 2. Februar 2022, abgerufen am 16. Februar 2022. Am 22. März 2024 wurde Fernando de Araújo zum Administrator ernannt.Jornal da República: DESPACHO N.º 31/M-MAE/III/2024 – Nomeação dos Administradores dos Postos Administrativos de Dom Aleixo, Vera Cruz e Cristo Rei, da Autoridade Municipal de Díli, 22. März 2024, abgerufen am 23. Juli 2024.

Wirtschaft mini|links|Der Strand Dolok Oan hinter dem Ponta Fatossídi mini|Grüne Riffseescheide und Gold-Seescheide am Cristo Rei mini|Gemüsebeet in Becora

Zur Eigenversorgung und Verbesserung der Haushaltskasse legen die Einwohner selbst in der Stadt kleine Felder und Gärten an. 19 % der Haushalte in Cristo Rei verfügen über Kokospalmen, 22 % bauen Maniok an, 24 % Mais, 13 % Gemüse, 4 % Kaffee und 4 % Reis. (PDF; 9,8 MB) Zudem versorgen sich die Einwohner mit Fisch aus dem Meer und halten Haustiere wie Hühner und Schweine. Um das Capa Fatu Cama befinden sich mehrere Tauchgebiete, die touristisch erschlossen sind.

Seit dem 29. November 2011 ist beim Ort Hera ein Ölkraftwerk mit sieben Generatoren und 120 MW Gesamtleistung im Betrieb, das Dili und die Gemeinde Liquiçá mit Strom versorgt. Seit 2012 wird das Kraftwerk 2012 von der finnischen Firma Wärtsilä betrieben.Wärtsilä: Wärtsilä awarded Operations & Maintenance contract for power plant in Timor-Leste, 10. Juli 2012, abgerufen am 12. Juli 2012

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Verwaltungsamt in Dili (Gemeinde) Kategorie:Ortsteil von Dili (Gemeinde)