Seclin (niederländisch: SikelinDe Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969) ist eine französische Stadt mit Einwohnern (Stand ) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Lille und zum Kanton Faches-Thumesnil.

Geografie Die Stadt Seclin liegt sieben Kilometer südlich von Lille. Durch das Stadtgebiet von Seclin führen die Autoroute A1 und die Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Nord. Umgeben wird Seclin von den Nachbargemeinden Wattignies im Norden, Templemars im Nordosten, Avelin im Osten, Attiches im Südosten, Phalempin im Süden, Chemy im Südwesten, Gondecourt im Westen sowie Houplin-Ancoisne und Noyelles-lès-Seclin im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2021Einwohner 9424 9372 9924 13.056 12.281 12.089 12.333 12.834 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten In der Umgebung von Seclin gibt es viele Orte, die an den Ersten Weltkrieg erinnern, unter anderem große Soldatenfriedhöfe und Monumente.www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com Bei Seclin gibt es eine gut erhaltene Festung, das Fort de Seclin.

Auf Anraten des Generals und Militäringenieurs Séré de Rivières wurden ab 1871 – nach dem Deutsch-Französischen Krieg, den Frankreich schnell verlor – zwischen Nizza und Dünkirchen 400 Festungen erbaut. Diese neue Verteidigungsstruktur sollte Frankreich als Abschreckung gegen mögliche Angriffsbestrebungen des Deutschen Reiches dienen.

Die Festung von Lille gehörte zusammen mit der Festung von Maubeuge zu den wichtigsten Punkten des Verteidigungssystems an der französisch-belgischen Grenze. Lille und ihre Zitadelle war von sechs Festungen, 13 Verbindungsbauten und zwei Geschützhäusern umgeben. Auch das Fort von Seclin gehörte zu diesem Bollwerk.

88 kmLandweg, etwa 80 km Luftlinie südöstlich von Lille liegt die Festung Maubeuge. Die Armee des Deutschen Kaiserreichs – sie war am 4. August 1914 gemäß dem Schlieffen-Plan im neutralen Belgien einmarschiert – erreichte die Festung am 28. August 1914 und begann sofort, sie zu belagern. Am 8. September 1914 kapitulierte Maubeuge. Die Festung bestand aus Mauerwerk; dieses konnte den modernen Artilleriegranaten (Hohlladung, die beim Aufprall explodiert) nicht standhalten:

Um 1890 kamen Brisanzgranaten auf; diese waren mit einem brisanten Sprengstoff gefüllt. Sie hatten erhebliche Auswirkungen auf die Kriegsführung, da klassische Festungsanlagen mit Wällen aus Mauerwerk und Erde den neuen Granaten nicht widerstehen konnten.

Aus diesem Grund erklärten die Franzosen Lille am 1. August 1914 zur offenen Stadt.

Am 3. Oktober 1914 entschlossen die Franzosen sich dann aber doch zur Verteidigung von Lille. Die Stadt wurde von den Deutschen daraufhin – insbesondere um das Bahnhofsviertel herum – so stark beschossen, dass sie am 13. Oktober kapitulieren musste. Die noch intakten Festungen wie das Fort von Seclin dienten den deutschen Besatzern als Kasernen oder Munitionsdepots.http://www.wegedererinnerung-nordfrankreich.com:/ Seclin – Das Fort de Seclin

1996 erwarb eine Familie das Fort, um es zu restaurieren und zu erhalten. Heute beherbergt es ein Artilleriemuseum mit vielen deutschen, britischen und französischen Ausstellungsstücken.www.fortseclin.com

Partnerstädte Apolda, Deutschland Larkhall, Vereinigtes Königreich Méguet, Burkina Faso Zabrze, Polen

Persönlichkeiten Arthur Ramette (1897–1988), Politiker Georges Verriest (1909–1985), Fußballspieler und -funktionär Marcel Duriez (1940–2023), Hürdenläufer Pascal Potié (* 1964), Radrennfahrer Steeve Briois (* 1972), Politiker Sarah Pitkowski (* 1975), Tennisspielerin Sébastien Enjolras (1976–1997), Rennfahrer Candie Herbert (* 1977), Fußballspielerin Jean-François Bédénik (* 1978), Fußballspieler André Ayew (* 1989), Fußballspieler Adrien Fourmaux (* 1995), Rallyefahrer

Literatur Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 2, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 1480–1484.

Einzelnachweise

Weblinks

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