Der Parque Nacional Natural El Tuparro ist ein 1970 gegründeter kolumbianischer Naturpark. Er liegt im östlichen Teil der kolumbianischen Llanos im Departamento Vichada und erstreckt sich über 557.000 Hektar. Sein Höhenprofil reicht von 100 m bis zu einer Höhe von 330 m über dem Meer. Die Temperaturen liegen um die 27 °C. Das Landschaftsbild prägen neben den circa 85 % ausmachenden Savannen die sich entlang der Flüsse erstreckenden Au- und Galeriewälder.

Hydrographie links|mini|El Balancín, bekannter Felsen in den Stromschnellen von Maipures Der Nationalpark ist ein flaches Gebiet, das im Osten durch den Orinoco, im Norden durch den Rio Tomo sowie im Süden durch die Flüsse Tuparro und Tuparrito begrenzt wird. Manche Gebiete werden saisonal überflutet.

Fauna und Flora Für die Flora des Parkes sind vor allem die in den bewaldeten Moorgebieten stehende Buriti-Palme sowie Caraipa llanorum typisch. Die trockenen Savannen neigen hingegen zu Bränden und sind mit Gras bewachsen. Der Park beherbergt 74 Arten von Säugetieren, 320 Vogel-, 17 Reptilien-, 26 Fisch- und fünf Primatenarten. Unter den Tierarten befinden sich unter anderem Riesengürteltiere und Tapire, kleine Savannengürteltiere, Pumas, und Jaguare aber auch Krokodile und Schildkröten kann man an Teichen und Seen entdecken. Wer den Park besucht, kann in Hotels oder auf Campingplätzen übernachten. Die Avifauna prägen insbesondere die Arten der Hokkohühner und verschiedene Adlerarten.

Indigene Kultur Im Übergangsbereich rund um die Selva de Matavén, die als „Herz des Waldes“ bekannt ist, leben Angehörige der indigenen Völker der Sikuani, Piapoco, Puinave, Piaroa, Curripaco und Cubeo in 16 indigenen Reservaten. außerdem lebt mit den Guahibo noch eine halbnomadische indigene Gemeinschaft im Reservat.

Weblinks Parque Nacional Natural El Tuparro El Tuparro - Man and the Biosphere Programme (MAB)

Einzelnachweise

El Tuparro Kategorie:Geographie (Vichada) ElTuparro