Die Wiesent, im Oberlauf lange Höllbach und zuvor noch anders benannt, ist ein Bach in der Oberpfalz, der zwischen Wörth an der Donau und Niederachdorf von links in die Donau mündet.

Sie ist ab der Einmündung des Rupertsbühler Bachs westlich von Dietersweg, Gemeinde Wiesent, bis zur Mündung in die Donau unterhalb von Tiefenthal, Stadt Wörth an der Donau, ein Gewässer zweiter Ordnung.

Name Namengebend ist der Ort Wiesent, nachzulesen als Wisent fl. auf Philipp Apians Landtafel 7 von 1568.

Geographie Verlauf Der Bach entspringt auf dem längsten Oberlaufstrang im Filzmoos südlich des Kirchdorfs Heilbrunn bei Wiesenfelden im Falkensteiner Vorwald. Er trägt bis zum Neuweiher bei Wiesenfelden den Namen Filzmoosbach, dann kurz vom Neuweiher bis zum Großen Hammerweiher den Namen Neumühlbach, anschließend bis zum Stausee Rettenbach den Namen Arracher Bach, ab Rettenbach den Namen Höllbach, ab der Mündung des Rupertsbühler Bachs bei Heilsberg wird er dann Wiesent genannt. Historisch gab es für zwei Abschnitte des Oberlaufs auch die Bezeichnungen Hammerbach und Postfeldner Bach, der Unterlauf wurde Wildbach genannt.

Deren Oberlauffolge und die Wiesent durchfließen unter anderem die Orte Wiesenfelden, Neumühle, Hammermühl, Arrach, Rettenbach, Postfelden, Fahnmühle, Heilsberg, Waffenschmiede, Wiesent und Oberachdorf.

Zuflüsse und Seen Bedeutendere Zuflüsse sind der Schrollenbach, der Ruderszeller Bach, das Schwaiger Bächlein, der Deßgraben, der Moosgraben und der Perlbach.

Liste einiger Zuflüsse und class=noviewer|10px Seen von der Quelle zur Mündung:

Abschnitt Filzmoosbach: Einige Entwässerungsgräben von links und rechts im Filzmoos (Abfluss des class=noviewer|10px Pflüglweihers), von rechts vor Heilbrunn (Bach von Rothenberg her), von rechts class=noviewer|10px Durchfließt den Neuweiher bei Wiesenfelden Abschnitt im Neuweiher: (Abfluss des class=noviewer|10px Beckenweihers), von links und Süden bei Wiesenfelden Abschnitt Neumühlbach: (Abfluss des class=noviewer|10px Ziegelweihers), von links und Süden Abschnitt im class=noviewer|10px Großen Hammerweiher: (Abfluss des class=noviewer|10px Birkenweihers), von links und Süden Abschnitt Arracher Bach: Roßbach, von links zwischen zwei Teichen am Ufer nach der Hammermühl Lederbauernbachl, von rechts vor Arhalm Abschnitt im class=noviewer|10px Stausee Rettenbach: (keine weiteren bedeutenden Zuflüsse) Abschnitt Höllbach: Schrollenbach, von links in Rettenbach, 5,9 km und 9,6 km². Durchfließt den class=noviewer|10px Stausee Postfelden nahe der Lösmühle Lehbachl, von rechts kurz vor Postfelden Ruderszeller Bach, von rechts im Naturschutzgebiet Hölle Schwaiger Bächlein, von rechts nach der Dosmühle Durchfließt einen class=noviewer|10px Stausee bei Berndorf Durchfließt einen class=noviewer|10px Stausee nach der Fahnmühle (Bach aus Richtung Aumbach), von links gleich nach dem vorigen (Bach aus dem Adeltal), von rechts nach der Höllmühle Hammermühler Bach, von links an der Hammermühle Buchberger Bächlein, von rechts nahe Buchberg Birkleitenbächlein, von rechts bei der ersten Siedlungsstelle von Heilsberg Rupertsbühler Bach, von links nach der zweiten Siedlungsstelle von Heilsberg Abschnitt Wiesent: Wörther Bachl, von links an der ehemaligen Einsiedelei Deßgraben, von rechts vor der Neumühle, 4,1 km mit Oberlauf Pfätergraben und 3,2 km². Augraben, von rechts in Wiesent, 2,7 km und 3,3 km². Moosgraben, von rechts nach Wiesent, 15,1 km mit dem Gesamtstrang Sandsbach → Perlenbach → Moosbach und 30,2 km². Perlbach, von links nahe Wörth an der Donau, 11,9 km mit dem Oberlauf Gschwellbach und 21,1 km². Hungerbach, von links nahe Hungersdorf Wellerbach, von links nach Wörth, 5,2 km mit dem Oberlauf Leobach und 4,9 km². Kirnerbach, von links bei Tiefenthal Durchfließt den unteren Teil des Altarms Alte Donau im Naturschutzgebiet Gmünder Au; in diese mündet etwas oberhalb auch der Große Wörthgraben (Bach von Hofdorf her), von links in die Alte Donau, 3,1 km und 3,3 km².

Wasserkraftnutzung Der Bach wird mehrfach zu Seen aufgestaut. Im Jahr 1933 wurde das Höllbachkraftwerk 1 unterhalb der Heilsberger Mühle errichtet. Es bezieht sein Wasser über eine 960 Meter lange Druckleitung mit einem Gefälle von 47 Metern aus einem Ausgleichsbecken oberhalb der Heilsberger Mühle. An diesem Becken liegt das Höllbachkraftwerk 2 von 1951, seine Druckleitung ist 2,2 Kilometer lang und wird aus dem Becken unterhalb von Fahnmühle gespeist, mit einer Höhendifferenz von 67,5 Metern. Das 1961 fertiggestellte Höllbachkraftwerk 3 liegt oberhalb von Fahnmühle und erhält sein Wasser aus dem Stausee Postfelden, der 85 Meter höher liegt und mit dem Kraftwerk über eine 1190 Meter lange Triebwasserdruckleitung verbunden ist.Die Geschichte der Höllbachkraftwerke

Zwischen Heilsberg und Postfelden verläuft ein Wanderweg am Bach entlang, der unterhalb von Postfelden durch das Naturschutzgebiet Hölle führt. Vor ihrer Mündung in die heutige Donau durchfließt die Wiesent den „Alte Donau“ genannten Altarm im Naturschutzgebiet Gmünder Au. Galerie

Weblinks

Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Wiesent auf:

Einzelnachweise

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