Andreas Lommel (* 19. Juli 1912 in München; † 9. Januar 2005Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung, 13. Januar 2005, S. 30.) war ein deutscher Ethnologe.
Er wurde 1937 bei Leo Frobenius an der Universität Frankfurt promoviert. Von 1937 bis 1940 war er wissenschaftlicher Assistent am Frobenius-Institut in Frankfurt am Main. Seit 1957 war er als Nachfolger von Heinrich Ubbelohde-Doering Direktor des Staatlichen Museums für Völkerkunde in München. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Ureinwohner Australiens.
Er wurde mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Veröffentlichungen (Auswahl) (Hrsg.): Indianer vom Amazonas. Kunst und Handwerk der Indianer des tropischen Südamerika. Ausstellungskatalog, Staatliches Museum für Völkerkunde, München 1960. Die Welt der frühen Jäger. 1965; zweite erweiterte Auflage: Schamanen und Medizinmänner – Magie und Mystik früher Kulturen. Callwey, München 1980. Vorgeschichte und Naturvölker: Höhlenmalereien, Totems, Schmuck, Masken, Keramik, Waffen (erschien 1966 in der Reihe Landmarks of the World’s Art unter Prehistoric and Primitive Man, Paul Hamlyn Ltd. London), Schätze der Weltkunst – Band 1, Bertelsmann Kunstverlag Reinhard Mohn, Gütersloh, 1968, S. 175 und Fotonachweis. Fortschritt ins Nichts: Die Modernisierung der Primitiven Australiens. Beschreibung und Definition eins psychischen Verfalls. Zürich 1969. Neu durchgesehene Auflage im Ullstein Verlag, Frankfurt am Main/Berlin/Wien 1981, ISBN 3-548-32032-5.
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Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums Fünf Kontinente Kategorie:Ethnologe Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1912 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann