Friedrich August Kloth, auch Friedrich A. Kloth, (* 10. November 1925 in Lübeck; † ?) ist ein deutscher Redakteur, Autor und Übersetzer.
Leben Kloth, in Lübeck geboren und aufgewachsen, studierte nach dem Zweiten Weltkrieg englische und deutsche Literatur in Kiel und an der Sorbonne in Paris, wo er von 1953 bis 1959 lebte und als Lehrer tätig war.Frank Glessner Ryder / Edward Allen McCormick: Friedrich Kloth. In: Lebendige Literatur. Ein deutsches Lesebuch für Anfänger. Verlag Houghton Mifflin, 1973, Seite 92. ISBN 978-0-395-13826-7.Verena Fink: Friedrich-August Kloth. In: Hamburg literarisch. Ein Adressbuch. Verlag Dölling und Galitz, 1990, Seite 108. ISBN 978-3-926174-16-1. Durch seinen Frankreichaufenthalt und ausgedehnte Reisen nach Spanien wurde er zum Schreiben motiviert. Er arbeitete als Redakteur für verschiedene Presseagenturen in Paris und London, u. a. für die amerikanische Presseagentur UPI in Paris, später für dpa in Hamburg. Kloth war Redakteur einer deutschen Kulturzeitschrift und Rundfunkmitarbeiter.
Seine literarische Laufbahn begann 1949. Er veröffentlichte zahlreiche Erzählungen in Zeitschriften und im Radio.Friedrich August Kloth, in: Joseph Kürschner (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 56. Jahrgang 1974, Verlag Walter de Gruyter, Berlin, New York, Seite 487, ISBN 3-11-002068-8. Seine Kurzgeschichte Hunger, die er kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verfasste, erschien 1959 in der Anthologie Textsammlung Moderner Kurzgeschichten im Diesterweg-Verlag und wurde 1960 auch in der Anthologie Lebendige Literatur. Ein deutsches Lesebuch für Anfänger im US-amerikanischen Verlag Houghton Mifflin veröffentlicht.Textsammlung Moderner Kurzgeschichten. Inhaltsverzeichnis. Kloth gehört neben Autoren wie Wolfgang Borchert und Heinrich Böll zu den Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs, deren Erfahrungen in ihr literarisches Schaffen Eingang fanden. Die Kurzgeschichte Hunger erschien 1964 noch einmal in der von Rosemarie Rigol herausgegebenen Anthologie Des Menschen Angst und Qual (Reihe „Erzähler unserer Zeit“, Band 2) im Verlag Ferdinand Schöningh.Erzähler unserer Zeit 2: Des Menschen Angst und Qual. Inhalt. Liste der Autoren mit den Titeln ihrer Kurzgeschichten. Kloth trat außerdem als literarischer Übersetzer für Englisch und Französisch hervor. Beim Rowohlt Verlag war er seit Mitte der 70er Jahre insbesondere als Übersetzer der Romane und Kurzgeschichten von James Herriot unter Vertrag.Übersetzer Friedrich A. Kloth, rowohlt.de
Kloth lebte 1970 in Hamburg-Eimsbüttel.Der VDÜ teilt mit. (PDF; 2,6 MB) In: Der Übersetzer. Ausgabe Nr. 11, November 1970, S. 4. Er war mit Marianne Kloth (geborene Hellermann) verheiratet, mit der er 1970 gemeinsam in den VdÜ aufgenommen wurde und Übersetzungen tätigte. 1979 war das Ehepaar in Hamburg-Bergedorf gemeldet. 1990 lebte Kloth in Hamburg-Lurup.
Veröffentlichungen (Auswahl) Eigene Werke Fremd im Paradies. Westermann, Braunschweig 1960 (Roman). Hunger (Kurzgeschichte), veröffentlicht in mehreren Anthologien (1959–1964). Kurzgeschichten in Die Zeit, Westermanns Monatshefte, im Merian und beim Rundfunk.
Übersetzungen Paul Vialar: Unter freiem Himmel (Übersetzung aus dem Französischen), Engelhornverlag, 1965. Jean-Jacques Servan-Schreiber: Die amerikanische Herausforderung (Übersetzung aus dem Französischen, mit Anjuta Dünnwald), Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 1968. George Langelaan: Die unheimlichen Wirklichkeiten: Signale aus dem Unerforschten (Übersetzung aus dem Französischen, mit Marianne Kloth), Scherz Verlag, 1969. Edward Luttwak: Der Coup d’Etat oder Wie man einen Staatsstreich inszeniert (Übersetzung aus dem Amerikanischen, mit Marianne Kloth), Rowohlt Verlag, 1969. Bernadette Devlin: Irland: Religionskrieg oder Klassenkampf? (The Price of my Soul, Übersetzung aus dem Englischen, mit Uwe Friesel, Marianne Kloth und Marion Luckow), Rowohlt Verlag, 1969. Booton Herndon: Die Ford-Dynastie: Gründer, Sohn und Enkel. Eine Biographie. (Übersetzung aus dem Amerikanischen), Kindler Verlag, 1970. Conor Cruise O’Brien: Die Uno – Ritual der brennenden Welt (Übersetzung aus dem Englischen, mit Marianne Kloth), Rowohlt Verlag, 1971. Tibor Mende: Überfluß und Armut: Entwicklungspolitik vor der Entscheidung (De l’aide à la recolonisation, Übersetzung aus dem Französischen), Diederichs Verlag, 1972. James Herriot: Der Doktor und das liebe Vieh. Rowohlt Verlag, 1974 (Auswahl aus den Originalwerken: If Only They Could Talk, It Shouldn’t Happen to a Vet und Let Sleeping Vets Lie). James Herriot: Auf den Hund gekommen. Zehn tierische Geschichten. (Übersetzung aus dem Englischen von Ursula Bahn, Ulla H. de Herrera, Friedrich A. Kloth und Miriam Mandelkow), Rowohlt Verlag, 1974.
Literatur Friedrich August Kloth. In: Wilhelm Kosch, Heinz Rupp, Carl Ludwig Lang (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Dritte, völlig neu bearbeitete Auflage. 1968–2024, Band 8: Hohberg – Kober. Francke, Bern 1981, ISBN 3-7720-1537-9, Sp. 1368. Friedrich August Kloth. In: Joseph Kürschner (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. 56. Jahrgang, Verlag Walter de Gruyter, Berlin / New York 1974, ISBN 3-11-002068-8, doi:10.1515/9783110826067-014, S. 487.
Einzelnachweise
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