mini|Gabriele Streichhahn Gabriele Streichhahn (* 1953 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin sowie Synchron- und Hörspielsprecherin.

Leben Streichhahn studierte von 1972 bis 1976 Schauspiel an der Theaterschule in Leipzig. Daraufhin wurde sie am Erfurter Theater engagiert. 1985 wechselte sie ans Theater im Palast (TiP) in Berlin. 1991 war Streichhahn Mitbegründerin des Theater im Palais, wo sie von 1999 bis 2022 auch als Intendantin tätig war. Seit Folge 93 (Februar 2009) spricht sie die Rolle der Mutter Barbara Blocksberg in der Hörspielreihe Bibi Blocksberg. Sie löste damit Helgard Bruckhaus ab.

Als Schauspielerin wirkte sie gelegentlich in DDR-Produktionen wie Polizeiruf 110 oder der Fernsehserie Mit Herz und Robe mit. 1987 drehte sie unter Regie von Peter Vogel in dem DEFA-Film Die erste Reihe – Bilder vom Berliner Widerstand in der Rolle der Widerstandskämpferin Libertas Schulze-Boysen.

Theater (Auswahl) Städtische Bühnen Erfurt 1976: An einem einzigen Abend von Josif Naghiu – Regie: Ekkehard Kiesewetter (DDR-Erstaufführung) 1976: Aschenbrödel von Jewgenij Schwarz – Regie: Hans Georg Türk 1976: Till von Charles de Coster – Regie: Peter Sodann (DDR-Erstaufführung) 1977: Adam und Eva von Peter Hacks – Regie: Barbara Abend 1977: Kater Lampe von Emil Rosenow – Regie: Dieter Steinke 1977: Frech wie Oskar von Siegfried Baumgart – Regie: Klaus Schleiff 1978: Anregung bei b.b. von Bertolt Brecht (diverse Szenen aus Brecht-Sücken) – Regie: Barbara Abend 1978: Die kleine Hexe, die nicht böse sein konnte von Maria Clara Machalo – Regie: Barbara Abend 1978: Die Nacht nach der Abschlußfeier von Wladimir Tendrjakow – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1978: Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing – Regie: Barbara Abend 1979: Clemens oder das Jahr des Stiers von Kazys Saja – Regie: Iwan Petrow 1979: Die Straße von Harald Gerlach – Regie: Barbara Abend 1980: Lysistrate von Aristophanes – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1980: Das Tagebuch der Anne Frank von Frances Goodrich und Albert Hackett – Regie: Dieter Seidel 1980: Onkel Wanja von Anton Tschechow – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1981: Match von Jürgen Gross – Regie: Klaus Schleiff 1981: Kabale und Liebe von Friedrich Schiller – Regie: Barbara Abend 1981: Der Sturm von William Shakespeare – Regie: Ekkehard Kiesewetter 1983: Mein armer Marat von Alexej Arbusow – Regie: Jefim Chigerowitsch 1984: Die drei Musketiere von Heiner Maaß und Peter Schneider nach Alexandre Dumas’ Roman – Regie: Klaus Schleiff 1984: Bernarda Albas Haus von Federico García Lorca – Regie: Bernd Keßler 1985: Wie es euch gefällt von William Shakespeare – Regie: Klaus Stephan

Theater im Palais 1991: Shirley Valentine oder Die heilige Johanna der Einbauküche von Willy Russell – Regie: Barbara Abend 1991: Farm der Tiere von George Orwell – Regie: Barbara Abend 1991: Berlin in anderen Umständen von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1991: Die acht Millionäre, Kriminalkomödie von Robert Thomas – Regie: Uwe Karpa 1992: Effi Briest von Theodor Fontane – Regie: Barbara Abend 1992: Gaslicht, Kriminalstück von Patrick Hamilton – Regie: Barbara Abend 1992: Hinterm Ofen sitzt ne Maus von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1993: Die Glasmenagerie, ein Spiel der Erinnerung, von Tennessee Williams – Regie: Barbara Abend 1993: Play Strindberg von Friedrich Dürrenmatt (Totentanz nach August Strindberg) – Regie: Barbara Abend 1993: Stundenplan einer Rache nach Richard Wagner von Esther Vilar – Regie: Barbara Abend 1993: Jawoll, meine Herrn – mit Musik geht alles besser von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1994: Literarische Gruselnacht von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1994: Die leere Staatskarosse (Künstlerball bei Kroll) von Barbara Abend – Regie Barbara Abend 1994: Der böse Geist Lumpazivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt, Lustspiel von Johann Nestroy – Fassung und Regie: Barbara Abend 1995: Farm der Tiere von George Orwell – Fassung und Regie: Barbara Abend 1995: Das lukullische Theatervergnügen von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1995: Literarische Gruselnacht Nr. 2 von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1996: Theodor Fontane: Unwiederbringlich – Bühnenfassung des Romans: Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 1996: Das Wirtshaus im Spessart, eine musikalische Räuberpistole nach Motiven des gleichnamigen Kurt-Hoffmann-Films – Fassung und Regie: Barbara Abend 1996: Apfel, Nuß und Mandelkern – Buch und Regie: Barbara Abend 1997: Miss Marple – ein literarischer Krimi-Abend – Fassung und Regie: Birgid Gysi 1998: Theodor Fontane – ein poetischer Lebenslauf (Melanie und Rosamunde) – Buch und Regie: Barbara Abend 1998: Fontane-Tafel (Theodor Fontane: Nicht für Bibber und Klimbim) – Buch und Regie: Barbara Abend 1998: Erzählungen Hoffmanns oder Die Verteidigung der Phantasie, ein Spiel mit fünf Erzählungen E. T. A. Hoffmanns und Offenbachscher Musik – Buch und Regie: Barbara Abend 1999: Am Thron gesägt, Indiskretes und Vertrauliches von Goethes Zeitgenossen – Buch und Regie: Barbara Abend 2000: Einmalhunderttausend Thaler, David Kalischs Altberliner Posse in der Neufassung von Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 2000: Prügelstock und Flöte – ein Mensch wird preußischer König – Buch und Regie: Barbara Abend 2001: Mit der Hand über’n Alexanderplatz – Buch und Regie: Barbara Abend 2002: William Shakespeare: Macbeth – freie Fassung und Regie: Barbara Abend 2003: TafelSpitzen (Tischgeschichten von großen Geistern und kleinen Leuten) – Buch und Regie: Barbara Abend 2003: Jud Süß (nach Motiven des Romans von Lion Feuchtwanger) – Buch und Regie: Barbara Abend 2004: Geiz – Ein Wucher mit Musik, nach Molières Der Geizige – Buch und Regie: Barbara Abend 2004: Es Schillert – Eine heitere Verehrung – Buch und Regie: Barbara Abend 2005: Und kein bisschen älter – Eine Hommage in eigener Sache – Buch und Regie: Barbara Abend 2005: Der Geisterseher. Ein Thriller von Schiller – Fassung: Birgid Gysi/Barbara Abend – Regie: Barbara Abend 2005: Ein kleines bißchen Glück – das gibt’s nur einmal! Werner Richard Heymann – ein Leben mit Deutschland – Buch und Regie: Barbara Abend 2005: Wenn Gott will, will ich auch! (Mozart) – Buch und Regie: Barbara Abend 2006: Unterm Birnbaum, Kriminalnovelle von Theodor Fontane – Buch und Regie: Barbara Abend 2006: Los geht’s – Buch und Regie: Barbara Abend 2006: In den Gehirnkammern Mäuse fangen, ein etwas anderer Wilhelm-Busch-Abend – Buch und Regie: Barbara Abend 2007: Amphitryon von Peter Hacks – Regie: Peter Rauch 2007: „Berliner Geschichten“: Rosenemil von Georg Hermann 2008: „Berliner Geschichten“: Preußens Luise, vom Ruhm und Nachruhm einer Legende – Buch und Regie: Barbara Abend 2008: Mit Musike. Berlins freche Gesänge – Buch und Regie: Barbara Abend 2008: Der eingebildete Kranke von Molière – Fassung und Regie: Barbara Abend 2008: „Berliner Geschichten“: Kästner für Erwachsene – Leitung: Barbara Abend 2008: „Berliner Geschichten“: Es gibt auch Wein in Berlin! – Buch und Regie: Barbara Abend 2009: „Berliner Geschichten“: Immer habe ich in Gedanken mit Dir zu tun, Bettina und Achim von Arnim in Briefen – Regie: Barbara Abend 2009: Wunder befördern: Zwei heitere Einakter von Barbara Abend/Karel Čapek und Seán O’Casey – Fassung und Regie: Barbara Abend 2009: „Berliner Geschichten“: Bahnwärter Thiel von Gerhart Hauptmann – Leitung: Barbara Abend 2010: Krolls Etablissement – eine Berliner Legende – Erzählt, gespielt, gesungen! – Buch und Regie: Barbara Abend 2010: „Berliner Geschichten“: Johannes Bobrowski – eine Hommage – Leitung: Barbara Abend 2011: Berlin! Und wir mittendrin. Blick zurück nach vorn – Buch und Regie: Barbara Abend 2011: Elisabeth von England von Ferdinand Bruckner – Regie: Barbara Abend 2011: „Berliner Geschichten“: Die Buchholzens oder Wie angelt man einen Schwiegersohn, nach Julius Stindes Die Familie Buchholz – Leitung: Barbara Abend 2012: Reineke Fuchs von Johann Wolfgang von Goethe – Regie: Herbert Olschok 2012: „Berliner Geschichten“: Ein Mann will nach oben. Roman von Hans Fallada – Für das Theater im Palais eingerichtet/Leitung: Barbara Abend 2012: Der Weihnachtsbazillus. Geschichten zum Fest 2013: Jawoll, meine Herrn! Musikalische Zelluloidgeschichten – Buch und Regie: Barbara Abend 2014: (DEA) Daily Soup. Eine Familiengeschichte von Amanita Muskaria – Aus dem Polnischen von Doreen Daume – Regie: Renate-Louise Frost 2014: „Berliner Geschichten“: Tagebuch im Sturmgepäck. Nach einer Idee von Franziska Troegner – Leitung: Barbara Abend 2014: Wahnsinn! unsere Berliner TheaterGeschichte 2015: „Berliner Geschichten“: Kästner: Das Glück ist keine Dauerwurst – Leitung: Barbara Abend 2015: „Berliner Geschichten“: (UA) Das Schloss. Ein Gespenst packt aus. – Ein Feature von Barbara Abend 2015: Am Anfang war die Maus. 25 Jahre Theater im Palais – Buch und Regie: Barbara Abend 2016: (UA) Affäre Spittelmarkt, Komödie nach Eugène Labiche in der Fassung des Theater im Palais – Regie: Philippe Besson 2016: (UA) Mein Herr Käthe. Das Ehepaar Luther – Familienglück und Weltgeschichte – Buch: Uwe Hoppe 2017: Kästner: Der 35. Mai – Leitung Barbara Abend 2018: Es war die Nachtigall von Ephraim Kishon, Musik von Dov Seltzer / Musiktexte von Yvonne Kolb, Ein Musical für Schauspieler – Regie: Philippe Besson 2019: (UA) Gelacht, geweint: Fontane. Skurrile, komische, bittre und aufwühlende Geschichten von Theodor Fontane – Buch und Regie: Annette Klare 2019: „Berliner Geschichten“: Alfred Henschke genannt Klabund. Ick baumle mit de Beene – Lieder und Texte

Filmografie Schauspielerin 1977: Härtetest (TV-Film; laut Fernsehen der DDR - Portal) 1978: Donna Diana oder Trotz wider Trotz 1978: Polizeiruf 110: Bonnys Blues (TV-Reihe) 1979: Zwillinge oder Nimm dir ein Beispiel an Evelin (TV) 1984: Polizeiruf 110: Inklusive Risiko (TV-Reihe) 1987: Die erste Reihe (Fernsehfilm) 1988: Der Staatsanwalt hat das Wort: Wo mich keiner kennt (TV-Reihe) 1990: Verflixte gute Fee (TV-Film) 1990: Barfuß ins Bett (TV-Serie) 1991: Mit Herz und Robe (TV-Serie) 1991: Agentur Herz (TV-Serie)

Sprecherin (Auswahl) 1983: Anja und die vier Jahreszeiten (1980) (DDR-Titel: Die zwölf Monate) – Stiefschwester (Mariko Mukai) 1984: Der Abbé und die Liebe (1973) – Françoise (Claude Jade) 1984–1985: Die Abenteuer des Sherlock Holmes (TV-Serie) – Helen (Rosalyn Landor) 1994: Die Bibel – Jakob – Leah (Juliet Aubrey) 1997: Die Bibel – David – Bathsheba (Sheryl Lee) 2001: Wasabi – Ein Bulle in Japan – Sophie (Carole Bouquet) 2003–2010: Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen (TV-Serie) – Anna Mayes (Robin Weigert) 2005: Wie in der Hölle – Mutter (Carole Bouquet) seit 2008: Kommissar Wallander (TV-Reihe) – Lisa Holgersson (Sadie Shimmin) 2011: Wer weiß, wohin? – Takla (Hauptrolle) (Claude Baz Moussawbaa)

Hörspiele 1974: Mögen Sie Stiefmütterchen? (Rundfunk der DDR) 1984: Yoshikichi Furui: Der heilige Mann – Regie: Peter Groeger (Hörspiel (Kunstkopf) – Rundfunk der DDR) 2009: ab Folge 93 als Barbara Blocksberg in der Hörspielreihe Bibi Blocksberg

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