thumb|Verbreitungsgebiet Die Oribis (Ourebia) sind eine in Afrika verbreitete Gattung der Gazellenartigen.

Merkmale Oribis erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 66 Zentimeter und wiegen bis zu 20 Kilogramm. Die Hörner besitzen eine Länge von 18 Zentimeter. Spigane, S. 194

Das Haarkleid der Oribis ist oberseits rötlichbraun und unterseits weiß; an der Kehle befindet sich ein heller Fleck. Sie haben einen verhältnismäßig langen Hals, kleinere Ohren als das Steinböckchen und einen auffallenden, kurzen, an der Spitze schwarzen Schwanz. Männliche Tiere tragen kurze, gerade, teilweise geringelte Hörner.

Verbreitung Das große Verbreitungsgebiet der Oribis umfasst nahezu alle afrikanischen Savannen südlich der Sahara, ist aber insgesamt sehr zersplittert. Sie können in folgenden Naturschutzgebieten gefunden werden: Giant’s Castle, Chobe, Kafue, Südluangwa, Upemba, Serengeti, Akagera, Kidepo, Murchison Falls und Mt. Elgon.

Oribis kommen als Grasfresser nur in offenen, mit kurzen Gräsern bestandenen Gegenden vor. Höhere Sträucher müssen im Habitat vorhanden sein, um die notwendige Deckung zu bieten.

Lebensraum Die Oribis leben in kleinen Gruppen von zwei bis sieben Tieren, die aus einem ausgewachsenen Männchen sowie einigen Weibchen und Jungtieren bestehen. Gemeinschaftliche Kothaufen stecken das Revier ab. Bei Störungen geben sie einen schrillen Pfiff ab, rennen ein Stück davon, drehen sich dann um und beobachten die Ursache der Störung. Bei Gefahr kann man beobachten, wie sie mit steifen Beinen emporschnellen und dabei ihren schwarzen Schwanz aufstellen.

Arten Serengeti-Oribi (Ourebia hastata (, 1852)) Sudan-Oribi (Ourebia montana (, 1826)) Südliches Oribi oder Bleichböckchen (Ourebia ourebi (, 1783)) Senegal-Oribi (Ourebia quadriscopa (, 1827))

Bedrohung und Schutz Wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches werden diese Antilopen in zahlreichen Regionen Afrikas intensiv bejagt. Während die Gattung insgesamt nicht gefährdet ist, sind die Bestände regional stark geschrumpft. So sind einige Populationen des Serengeti-Oribi (Ourebia hastata) durch die Verfolgung bereits ausgestorben. Die somalischen Vertreter der Art werden von der IUCN als gefährdet eingestuft.

Literatur Colin Groves und Peter Grubb: Ungulate Taxonomy. Johns Hopkins University Press, 2011, S. 1–317 (S. S. 108–280) Colin P. Groves und David M. Leslie Jr.: Family Bovidae (Hollow-horned Ruminants). In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 2: Hooved Mammals. Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 444–779 C. A. Spinage: The Natural History of Antelopes. Croom Helm, London 1986, ISBN 0-7099-4441-1.

Weblinks

Einzelbelege

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