Sainte-Marie-Kerque (niederländisch: Sint-MariakerkeDe Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Calais und zum Kanton Marck.

Lage Die Gemeinde Sainte-Marie-Kerque liegt an der Grenze zum Département Nord in Französisch-Flandern am Unterlauf des Flusses Aa, zehn Kilometer vor dessen Mündung in den Ärmelkanal, 15 Kilometer südöstlich von Calais und 15 Kilometer südwestlich von Dünkirchen.

Geschichte Das historisch niederländischsprachige Gebiet Französisch-Flanderns, das im Mittelalter bis westlich über Calais hinausreichte, ist noch heute an den Ortsnamen (-kerque bzw. -kerke (flämisch) = Kirche) und vielen Familiennamen der Bewohner erkennbar. Seit der frühen Neuzeit hat das Französische jedoch auf Kosten des Niederländischen in dieser Region kontinuierlich an Boden gewonnen. Im Mittelalter teilte der Ort das Schicksal der Grafschaft Flandern. Diese stand seit den fränkischen Reichsteilungen im 8. Jahrhundert in Lehnsabhängigkeit zur französischen Krone, kam 1385 zum Haus Burgund und 1477/1526 an die Habsburger und damit an das Heilige Römische Reich. Im 16./17. Jahrhundert kam das westliche Flandern erneut zu Frankreich.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016 2022 Einwohner 1181 1228 1224 1323 1322 1412 1513 1640 1715 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten An Sehenswürdigkeiten finden sich die in ihren Anfängen aus dem 15. Jahrhundert stammende Eglise Notre-Dame-de-la-Visitation (Kirche zur Erscheinung unserer Lieben Frau). Eine umfassende Restaurierung erfolgte im Jahr 1899. Außerdem befindet sich im Ort die Église Saint-Nicolas (Kirche des Heiligen Nikolaus) aus dem Jahr 1837 und das Château du Wetz (Schloss Wetz).

Weblinks

Offizielle Website von Sainte-Marie-Kerque (französisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Hauts-de-France