Dörfel ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Schlettau im Erzgebirgskreis.

Geografie Lage Das Waldhufendorf Dörfel liegt etwa 3 Kilometer nördlich von Schlettau im Erzgebirge. Der Ort zieht sich etwa 1 Kilometer beginnend am rechten Ufer der Zschopau den Hang nach Osten hinauf. Durch das Tal der Zschopau verläuft die Staatsstraße 267 Tannenberg–Crottendorf, über welche auch Anschluss an Hermannsdorf am linken Ufer besteht. Über eine Gemeindestraße ist Dörfel mit Frohnau verbunden.

Nachbarorte

Geschichte mini|hochkant|Eine als Naturdenkmal geschützte Linde in Dörfel mini|Hartsteinwerk Dörfel, im Hintergrund Annaberg-Buchholz mit dem Pöhlberg Das frühere unmittelbare Amtsdorf des Amtes Grünhain wurde 1411 erstmals als daz Dorffichinvgl. urkundlich erwähnt. In der Vergangenheit führte eine Furt durch die Zschopau. Ende des 16. Jahrhunderts wurde intensiver Eisenbergbau betrieben. Zum Dorf gehörten früher zwei Mühlen und ein Erblehngericht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts betrug die Einwohnerzahl 224. Kirchlich gehörte Dörfel bis 1559 zu Elterlein und ist seitdem nach Hermannsdorf gepfarrt.

1886 wurde eine Holzschleiferei und Pappenfabrik als erster größerer Industriebetrieb gegründet. 1892 wurde ein Schulhaus eingeweiht, 1926 eine neue Schule und ein Spritzenhaus errichtet.

Am 1. Oktober 1996 wurde Dörfel nach Schlettau eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1996

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohnerzahl1559 24 besessene Mann1764 19 besessene Mann, 4 Häusler, 10 Hufen1834 3021855 3641871 4021890 477 Jahr Einwohnerzahl1910 5131925 5001939 4351946 4401950 572 Jahr Einwohnerzahl1964 4631990 3991996 388

Persönlichkeiten

Karlheinz Stoll (1927–1992), evangelischer Theologe, Pfarrer und Bischof, wurde in Dörfel geboren

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Erzgebirgskreis Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Erzgebirgskreis) Kategorie:Schlettau Kategorie:Ersterwähnung 1411 Kategorie:Gemeindeauflösung 1996