Die NFL-Saison 1975 war die 56. Saison der National Football League (NFL). Die Regular Season begann am 21. September 1975 und endete am 21. Dezember 1975. Die anschließenden Play-offs endeten mit dem Super Bowl X, in dem die Pittsburgh Steelers ihren Triumph aus dem Vorjahr wiederholen konnten. Schlusspunkt der Saison war der Pro Bowl, der am 26. Januar im neu eröffneten Louisiana Superdome in New Orleans, Louisiana ausgetragen wurde.
Die Schiedsrichter wurden mit Mikrofonen ausgestattet, um die Entscheidungen für Medien und Zuschauer besser kommunizieren zu können.
NFL Draft Der NFL Draft 1975 fand vom 28. bis 29. Januar im New Yorker Hotel Hilton at Rockefeller Center statt. Der Draft lief über 17 Runden, in denen 442 Spieler ausgewählt wurden. Mit dem Erstrunden-Pick wählten die Atlanta Falcons den Quarterback Steve Bartkowski von der University of California, Berkeley.
Regular Season AFC East Team S N U SQ P+ P− DIV CONF Baltimore Colts 10 4 0 0,714 395 269 6–2 8–3 Miami Dolphins 10 4 0 0,714 357 222 6–2 7–4 Buffalo Bills 8 6 0 0,571 420 355 5–3 7–4 New York Jets 3 11 0 0,214 258 433 2–6 3–8 New England Patriots 3 11 0 0,214 258 358 1–7 2–9 NFC East Team S N U SQ P+ P− DIV CONF St. Louis Cardinals 11 3 0 0,786 356 276 6–2 9–2 Dallas Cowboys 10 4 0 0,714 350 268 6–2 8–3 Washington Redskins 8 6 0 0,571 325 276 4–4 7–4 New York Giants 5 9 0 0,357 216 306 1–7 3–8 Philadelphia Eagles 4 10 0 0,286 225 302 3–5 4–7 AFC Central Team S N U SQ P+ P− DIV CONF Pittsburgh Steelers 12 2 0 0,857 373 162 6–0 10–1 Cincinnati Bengals 11 3 0 0,786 340 246 3–3 8–3 Houston Oilers 10 4 0 0,714 293 226 2–4 7–4 Cleveland Browns 3 11 0 0,214 218 372 1–5 2–8 NFC Central Team S N U SQ P+ P− DIV CONF Minnesota Vikings 12 2 0 0,857 377 180 5–1 8–2 Detroit Lions 7 7 0 0,500 245 262 4–2 6–5 Chicago Bears 4 10 0 0,286 191 379 2–4 4–7 Green Bay Packers 4 10 0 0,286 226 285 1–5 4–7 AFC West Team S N U SQ P+ P− DIV CONF Oakland Raiders 11 3 0 0,786 375 255 5–1 8–3 Denver Broncos 6 8 0 0,429 254 307 3–3 4–7 Kansas City Chiefs 5 9 0 0,357 282 341 3–3 3–8 San Diego Chargers 2 12 0 0,143 189 345 1–5 2–9 NFC West Team S N U SQ P+ P− DIV CONF Los Angeles Rams 12 2 0 0,857 312 135 5–1 9–2 San Francisco 49ers 5 9 0 0,357 255 286 3–3 4–7 Atlanta Falcons 4 10 0 0,286 240 289 3–3 3–8 New Orleans Saints 2 12 0 0,143 165 360 1–5 2–9
Divisionssieger Wildcard Quellen: nfl.com, pro-football-reference.com
Division Tie-Breaker
Baltimore beendete die Saison vor Miami in der AFC East aufgrund ihrer zwei direkten Siege. Die New York Jets beendete die Saison vor New England in der AFC East aufgrund ihrer zwei direkten Siege. Chicago beendete die Saison vor Green Bay in der NFC Central aufgrund ihrer besseren Division-Bilanz (2–4 gegenüber 1–5 von Green Bay).
Play-offs Erstmals wurde die Regel eingeführt, dass die bestplatzierten Mannschaften jeweils Heimrecht in den Play-offs hatten. Dies wurde erreicht, in dem die Liga ein Setzsystem für die Play-offs einführte. Die drei Divisionsieger in jeder Conference wurden auf der Grundlage ihrer regulären Saisonbilanz (Siege, Niederlagen, Unentschieden) auf die Plätze 1 bis 3 und das Wildcard-Team (d. h. der beste Nicht-Divisionssieger der Conference mit der besten regulären Saisonbilanz) wurde auf Platz 4 gesetzt. Zuvor wurden die Heimteams in den ersten beiden Runden der Playoffs auf der Grundlage einer jährlichen Rotation bestimmt. So war es möglich, dass ein Team eine andere Mannschaft mit einer besseren regulären Saisonbilanz zu Gast hatte.
Die Regelung, dass ein Wildcard-Team in den Divisional Playoffs nicht gegen seinen eigenen Divisionsmeister antreten konnte, wurde beibehalten. Dadurch wurden in der AFC die Gegner getauscht.
Teams AFC Rang Team Division Bilanz 1 Pittsburgh Steelers Sieger Central 12–2 2 Oakland Raiders Sieger West 11–3 3 Baltimore Colts Sieger East 10–4 4 Cincinnati Bengals Central 11–3
NFC Rang Team Division Bilanz 1 Minnesota Vikings Sieger Central 12–2 2 Los Angeles Rams Sieger West 12–2 3 St. Louis Cardinals Sieger East 11–3 4 Dallas Cowboys East 10–4
Tie Breaker Die Vikings, die wie die Rams eine Bilanz von 12 Siegen bei 2 Niederlagen aufwiesen, sicherter sich Platz 1 aufgrund der addierten Ränge bezüglich der Touchdown-Punkt innerhalb der Conference: Minnesota lag in der NFC bei den erzielten Punkten auf Platz 1 und bei den zugelassenen Punkten auf Platz 2, was einer Gesamtbewertung von 3 entsprach. Los Angeles lag bei den erzielten Punkten auf Platz 5 und bei den zugelassenen Punkten auf Platz 1, was einer Gesamtbewertung von 6 entsprach.
Turnierbaum
Super Bowl X
Der zehnte Super Bowl fand am 18. Januar 1976 im Miami Orange Bowl in Miami, Florida statt. Mit den Dallas Cowboys stand zum ersten Mal ein Wildcard-Team im Super Bowl. Sie trafen auf die Pittsburgh Steelers, die als Titelverteidiger nach Florida reisten. Die Pittsburgh Steelers gewannen die Partie und damit ihren zweiten Super Bowl.
Auszeichnungen Most Valuable Player Fran Tarkenton, Quarterback, Minnesota VikingsCoach of the Year Ted Marchibroda, Baltimore ColtsOffensive Player of the Year Fran Tarkenton, Quarterback, Minnesota VikingsDefensive Player of the Year Mel Blount, Cornerback, Pittsburgh SteelersOffensive Rookie of the Year Mike Thomas, Runningback, Washington RedskinsDefensive Rookie of the Year Robert Brazile, Linebacker, Houston OilersComeback Player of the Year Dave Hampton, Runningback, Atlanta FalconsMan of the Year Ken Anderson, Quarterback, Cincinnati BengalsSuper Bowl Most Valuable Player Lynn Swann, Wide Receiver, Pittsburgh Steelers
Weblinks NFL-Geschichte von 1971–1980 (englisch)
Einzelnachweise
#1975 Kategorie:American-Football-Saison 1975