Max Friedrich Kunze (* 10. Februar 1838 in Wildenthal; † 9. März 1921 in Tharandt) war ein deutscher Forstwissenschaftler und gilt als Begründer des forstlichen Versuchswesens.
Leben und Wirken mini|Blick zum alten Forstamt in Wildenthal und zum Auersberg Der im Forstamt von Wildenthal geborene Kunze studierte ab 1857 an der Forstakademie in Tharandt und später in Gießen und Leipzig. Nachdem er anschließend als Revierverwalter gearbeitet hatte, wurde er 1870 als Mathematikprofessor an seine Studienstätte in Tharandt berufen. Hier machte er sich besonders durch seine bahnbrechende Arbeit für das Versuchswesen und die Anlegung von Versuchsflächen, die noch heute weitergeführt werden, einen Namen.
Kunze war Mitbegründer des Vereins Deutscher Forstlicher Versuchsanstalten. Er verstarb 1921 in Tharandt und wurde auf dem dortigen Neuen Friedhof beigesetzt.Technische Universität Dresden (Hrsg.): Grabstätten von Professoren der alma mater dresdensis auf Friedhöfen in Dresden und Umgebung. 2. Auflage. Lausitzer Druck- und Verlagshaus, 2003, S. 50.
Werke Hilfstafeln für Holzmassen-Aufnahmen. 1884 Untersuchungen über die Genauigkeit der Inhaltsberechnung der Stämme aus Mittenstärke und Länge, 1912 Untersuchungen über den Einfluss verschiedener Durchforstungsgrade auf den Wachstumsgang eines Kiefernbestandes, 1913 Anleitung zur Aufnahme des Holzgehaltes der Waldbestände, 1916 Über den Einfluss der Anbaumethode auf den Ertrag der gemeinen Kiefer, 1918 Untersuchungen über den Einfluss der Beastung auf die Schaftform der Fichte. In: Mitteilungen aus der Sächsischen forstlichen Versuchsanstalt zu Tharandt; 1921, Bd. 2, H. 3, S. 116–156
Weblinks Die Geschichte der Tharandter Lehr- und Forschungsstätte (PDF; 226 kB)
Einzelnachweise
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