Die Pisagua war eine stählerne Viermastbark der Reederei F. Laeisz und gehörte zu den Flying-P-Linern. Sie war nach der Stadt Pisagua in Chile benannt. Sie lief 1892 vom Stapel und ging 1913 nach Strandung verloren.
Schiffs-Daten Die Pisagua wurde 1892 auf der Werft Joh. C. Tecklenborg in Geestemünde gebaut. Sie war 95 Meter lang, 13,58 Meter breit, hatte einen Tiefgang von 7,94 Metern und hatte eine Verdrängung von 2.850 t.Viermastbark Pisagua. Schiffsregister Hamburg, Band-4 (1866–1940) Nr. 1920
Konstruktion: Rumpf aus Stahl (genietet) als Dreiinselschiff mit Back, Poop und Mittschiffsinsel Rigg: Standardrigg Viermastbark: doppelte Mars- und Bramrahen, Royals; Besanmast als Pfahlmast (Untermast und Stenge ein Stück) mit einer Gaffel Anzahl der Decks: zwei durchgehende Decks, Back-, Poop- und Mittschiffsdeck; oberste Decks mit Teakholz Kiellegung: 1892 Baunummer: 115 Stapellauf: 23. September 1892 Jungfernfahrt: 1892 bis 1893 nach Valparaíso Anzahl der Decks: zwei durchgehende Stahldecks, dazu Poop mit Hochdeck (Mittschiffsinsel) und Back; oberstes Deck mit Teakholz Mastfolge: Fockmast, Großmast, Kreuzmast und Besanmast Unterscheidungssignal: RJPT 15px 15px 15px 15px Erster Schiffsführer: Johannes Früdden (1892–1893) weitere Kapitäne: Carl Emil Friedrich Jürgen Bahlke (1893–1901); Hinrich Nissen (1901–1903); H.A. Dehnhardt (1904–1908); Johann Frömcke (1908–1909) und R. Dahm (1909–1912) Besatzung: 33 Mann (Kapitän, 3 Offiziere, 29 Seeleute) Höchstgeschwindigkeit: 17,0 kn Besonderheiten: Rekordreise Kanal-Valparaíso 1908 in 65 Tagen Schwesterschiff: Placilla
Südamerika-Dienst und Weltumseglung Seine Jungfernfahrt führte 1892 unter Kapitän Johannes Früdden (1851–1919) in 92 Tagen nach Valparaíso (Chile) und weiter nach Iquique. In den folgenden Jahren war sie ausschließlich zwischen Europa und Chile eingesetzt. Erst 1897 ging die Pisagua auf eine Weltreise über Kalkutta nach Boston und Philadelphia, ehe sie über Iquique in die Elbmündung heimsegelte.
Unfall, Verkauf und Strandung hochkant|mini|Die Pisagua nach der Kollision mit eingedrücktem Bug Am 16. März 1912 rammte die Pisagua bei Beachy Head an der englischen Südküste ohne Eigenverschulden den britischen Passagierdampfer Oceana, (KQJR) der Peninsular and Oriental Steam Navigation Company, der ihr in den Kurs gelaufen war. Die Oceana sank,wrecksite.eu copyright © 2001-2025 Oceana Eintrag in der Wrackdatenbank (englisch) die Pisagua musste zur Reparatur nach Dover eingeschleppt werden.Oceana
Im Juni 1912 wurde die Bark an die norwegische Reederei A/S Örnen in Sandefjord verkauft und zum Walfänger (KPGM) umgebaut. Am 12. Februar 1913 strandete die Pisagua auf der Reise in ihre Fanggründe vor Low Island (), einer der Südlichen Shetlandinseln.wrecksite.eu copyright © 2001-2025 Pisagua Eintrag in der Wrackdatenbank (englisch)
Siehe auch
Liste großer Segelschiffe
Weblinks
(englisch) Weitere Informationen zum Schiff und zum Untergang Foto der Pisagua
Einzelnachweise
Kategorie:Frachtsegler Kategorie:Großsegler aus Deutschland Kategorie:Joh. C. Tecklenborg Kategorie:Viermaster Kategorie:Schiff (F. Laeisz) Kategorie:Schiff (Weltumseglung) Kategorie:Verkehrsunglück 1913 Kategorie:Schiffsverlust 1913 Kategorie:Schiffsverlust durch Strandung Kategorie:Schiffswrack