Hans Knüsli (* 8. März 1841 in Wülflingen (heute Stadtkreis von Winterthur); † 2. September 1921) war ein Schweizer Politiker und Eisenbahnindustrieller.
Leben mini|Grab, Friedhof Rosenberg, Winterthur. Hans Knüsli wurde als Sohn von Hans Knüsli-Unholz, Notar, Kantonsrat und Stadtrat von Winterthur geboren. Er wuchs mit zwei Brüdern, die beide nach Amerika auswanderten und drei Schwestern auf. Eine seiner Schwestern war Ida Sträuli-Knüsli, die den Frauenbund Winterthur mitgründete.
Knüsli studierte in Zürich, wo er Mitglied des Corps Tigurinia war, und wurde 1870 Bezirksrichter in Winterthur, 1871 Gerichtspräsident und 1874 Stadtschreiber. Später war er als Anwalt tätig. 1893 wurde er Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur. Seit 1911 gehörte er ausserdem dem Verwaltungsrat der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) an. Politisch betätigte sich Knüsli als Mitglied des Grossen Stadtrats von Winterthur (1880 bis 1889), dessen Präsident er zeitweise war, und des Kantonsrats.
Aus seiner Ehe mit Adèle Léontine Elise Simond (1840–1926) aus Chamonix hatte er die Tochter Adele (1871–1926) (verwitwete Koller-Knüsli), die in zweiter Ehe mit Karl Koller verheiratet war, und die testamentarisch die Adele Koller-Knüsli Stiftung für soziale und kulturelle Projekte und Organisationen errichten liess. Seine Schwester Bertha Rosa († Oktober 1900) war mit dem Unternehmer und Politiker Philipp Heitz verheiratet.
Hans Knüsli fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Rosenberg in Winterthur.
Literatur Historisch-biographisches Lexikon der Schweiz. Band 4, Neuenburg 1927, S. 516.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kantonsrat (Zürich, Person) Kategorie:Unternehmer (Schienenfahrzeugbau) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Winterthur) Kategorie:Gerichtspräsident (Schweiz) Kategorie:Person (Schweizerische Bundesbahnen) Kategorie:Ehrenmitglied eines Corps Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1841 Kategorie:Gestorben 1921 Kategorie:Mann