Das Klinikum Leverkusen (bis 1993 Städtisches Krankenhaus) im Stadtteil Leverkusen-Schlebusch ist ein Krankenhaus der Versorgungsstufe III und akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln. Es verfügt über 12 medizinische Fachabteilungen mit 746 Planbetten, mehrere Schwerpunktzentren und weitere Institute.

Geschichte des Klinikums Das Klinikum Leverkusen wurde von 1953 bis 1956 nach Plänen von Benno Schachner erbaut und am 24. Oktober 1956 eingeweiht. Bis Ende des Jahrtausends wurde das Gelände kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Zu den Neubauten gehören eine onkologische Tagesklinik, eine Zentralambulanz mit einer Liegendkrankenanfahrt sowie ein Hörsaal, da das Klinikum Leverkusen zum Lehrkrankenhau der Universität zu Köln wurde. Zudem wurde die Frauenklinik saniert."Vom städtischen Krankenhaus zum Gesundheitspark Leverkusen", Bericht vom 9. November 2022 auf de Website des SPD-Ortsverbands Leverkusen, aufgerufen am 18. August 2026 Ab 2000 wurde infolge des zunehmenden Wettbewerbs die Zusammenarbeit mit externen Gesundheitsanbietern verstärkt, was zu einem weiteren Ausbau des Geländes führte. Es entstanden ein Ärztehaus, mehrere Praxen, eine Apotheke sowie ein Sanitätshaus. Hinzu kamen im Zuge weiterer Spezialisierungen der Versorgungsangebote des Klinikums eine Klinik für psychiatrische Versorgung, ein Laborgebäude und eine Radiologie.

Im Sommer 2020 wurden die Bereiche der Neonatologie, der Kardiologie und der Geburtshilfe durch eine Aufstockung der vorhandenen Gebäude erweitert.Gabi Knops-Feiler: "Klinikum lässt Gebäude für 22,5 Millionen Euro aufstocken", Bericht vom 5. August 2020 in der Rheinischen Post, aufgerufen am 19. August 2026 Ende Im Jahr 2024 wurden weitere erhebliche Erweiterungen beschlossen. Im Zuge umfangreicher Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 120 Millionen Euro, die aus der Landesförderungen stammen, sollte unter anderem auch die Endoprothetik ausgebaut werden.Bernd Bussang: "Klinikum will 121 Millionen Euro investieren", Bericht vom 23. Juli 2024 in der Rheinischen Post (online), aufgerufen am 19. August 2026 Zudem wurde geplant, die Notaufnahme zu erweitern und um Möglichkeiten zu Robotik-gestützten Operationen zu ergänzen.Torben Kessen: "Klinikum Leverkusen plant große Notaufnahme mit Robotik-OP", Bericht vom 22. Mai 2026 in der Rheinischen Post (online), aufgerufen am 19. August 2026 Im Jahr 2025 wurde unter anderem durch Unterstützung einer Stiftung des Fußballspielers Kai Havertz sowie des Rotary Clubs in Opladen, eine Kinderpalliativstation mit Stationsgarten eingerichtet. Das Konzept "Zeitinsel" wird vom Förderverein Palliativzentrum des Klinikums unterstützt."Klinikum Leverkusen: Kai Havertz wird Pate der Zeitinsel", Bericht vom 14. Juli 2026 auf der Website des Senders Radio Leverkusen (radioleverkusen.de), aufgerufen am 19. August 2026"Rotarier bedeken das Klinikum Leverkusen", Bericht vom 14. August 2026 im Kölner Stadt-Anzeiger (online), aufgerufen am 18. August 2026

Struktur Die Klinikum Leverkusen gGmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Leverkusen und ist somit eins von über 70 Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft in Nordrhein-Westfalen. Zum Klinikum Leverkusen gehören als Tochtergesellschaften: Klinikum Leverkusen Service GmbH (100 %), MVZ Leverkusen gGmbH (100 %), MVZ Klinikum Leverkusen GmbH (100 %), Praxis am Berg MVZ gGmbH (100 %). Der Konzern beschäftigt circa 2500 Mitarbeiter (Stand 12/2024). In Reaktion auf zunehmenden Wettbewerb und Erfordernisse der Standortsicherung baute das Klinikum Leverkusen zudem seit dem Jahr 2000 verstärkt Kooperationen mit niedergelassenen lokalen Gesundheitsversorgern aus.

Geführt wird das Klinikum Leverkusen von einer Doppelspitze, der Medizinischen Geschäftsführerin Anja Mitrenga-Theusinger (seit Mai 2022) und dem Kaufmännischen Geschäftsführer André Schumann (seit Januar 2023).

Medizinische Leistungen Das Klinikum Leverkusen verfügt über dreizehn Kliniken und vier Fachabteilungen, die einrichtungsintern als "Departments" bezeichnet werden.Kliniken und Zentren des Kranekenhauses auf der Website des Klinikums Leverkusen, aufgerufen am 19. August 2026

Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Diabetologie Klinik für Onkologie, Hämatologie, Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie Klinik für Neurologie und Geriatrie Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Beatmungsmedizin und Pneumologie Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Klinik für Urologie Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin Klinik für Allgemein-, Viszeral und Thoraxchirurgie Klinik für Gefäßchirurgie Klinik für Kinder und Jugendliche Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Klinik für Kinder und Jugendliche Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin Klinik für Akut- und Notfallmedizin Department für Plastische und Ästhetische Chrirurgie Department Wirbelsäulenchirurgie und Neurochirurgie Department Kinderpalliativmedizin und pädiatrische Intensivmedizin Department Neonatologie

Das medizinische Angebot des Klinikums wird ergänzt durch ein Institut für Klinische und onkologische Pharmazie.

Schwerpunkte und Besonderheiten Als besondere Schwerpunktangebote für Patienten hat das Klinikum sogenannte Zentren interdisziplinärer Zusammenarbeit in den Bereichen Adipositas, Beckenboden, Brust- und Darmerkrankungen, sowie Endoprothetik, Onkologie, Osteoporose, Plastische und Ästhetische Chirurgie, Prostata, Schlaganfall, Perinatal- und Pränatalmedizin und Wirbelsäulenchirurgie etabliert. Das Hernienzentrum des Klinikums Leverkusen wurde im Jahr 2025 zum dritten Mal durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie und die Deutsche Herniengesellschaft als "Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie" rezertifiziert."Hernienzentrum am Klinikum Everkusen erneit zertifiziert", Bericht vom 17. Juni 2025 im Infoportal LokalBlick (lokalblick.eu), aufgerufen am 18. August 2026 Die Kinderpalliativstation "Zeitinsel" – die dritte ihrer Art in Deutschland – hat im Juli 2025 ihren Betrieb aufgenommen. Die Kinderpalliativstation ist mit sechs Patientenzimmern ausgestattet und versorgt Kinder und Jugendliche mit teilweise mehreren schweren Behinderungen.

Ergänzt wird das medizinische Leistungsspektrum durch Kooperationspartner auf dem Gelände des „Gesundheitspark Leverkusen“, z. B. Einrichtungen für Laboratoriumsmedizin, für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie, ein Medizinisches Versorgungszentrum und weitere niedergelassene Partner. Im Sommer 2026 richtete das Klinikum ein Kindernotarzt-Team ein, das sich speziell der Notfallversorgung unter pädiatrischer Begleitung widmet und über ein eigenes Einsatzfahrzeug verfügt. Diese Initiative wird nicht über die Kostenträger abgerechnet und ist rein spendenfinanziert."Leverkusen: 45 Einsätze in 100 Tagen belegen hohen Bedarf", Bericht vom 10. August 2026 im informationsportal KU Gesundheitsmanagement, aufgerufen am 19. August 2026

Drehort Ein ungenutzter Teil des Klinikums war Drehort der im ZDF ausgestrahlten Krankenhausserie Bettys Diagnose. Zudem wurde hier unter anderem für die TV-Produktionen Pastewka, SOKO Köln, Danni Lowinski oder Der Lehrer gedreht. In der Krimiserie Helen Dorn waren die Räumlichkeiten des Klinikums öfters Schauplatz. Auch für Kinofilme diente das Klinikum als Kulisse, so für Wild oder Hüter meines Bruders.Ludmilla Hauser: "Klinikum Leverkusen. Dieses Krankenhaus kennen Sie aus dem Fernsehen", Bericht vom 24. Februar 2018 in der Rheinischen Post (online), aufgerufen am 18. August 2026 Der schwedische Regisseur Lars von Trier drehte 2012 in der leerstehenden zweiten Etage des Gebäude 2 für seinen Film Nymphomaniac. Ein Jahr zuvor inszenierte hier Jim Jarmusch Szenen für seinen Film Only Lovers Left Alive."Dreharbeiten. Klinikum als Hollywood-Kulisse", Bericht vom 21. November 2012 im Kölner Stadtanzeiger (online), aufgerufen am 18. August 2026

Weblinks Website des Klinikums Leverkusen

Einzelnachweise

Klinikum Kategorie:Unternehmen (Leverkusen) Kategorie:Bauwerk in Leverkusen Kategorie:Unternehmensgründung 1956