Die Comic-Geschichten über „Die Schlümpfe“ sind die seit 1958 von Peyo und seinem Studio gezeichneten Comics, in denen diese blauen Phantasiewesen vorkommen. 1958 erstmals als Nebenfiguren in den Johan et Pirlouit-Alben (Johann und Pfiffikus) erschienen, sind sie seit 1959 auch Protagonisten ihrer eigenen Abenteuer. Deutsche Bearbeitungen gibt es seit 1969 (Rolf Kaukas Fix und Foxi). Weiters auf Deutsch verlegt wurden ihre Abenteuer von Bastei, Carlsen, Panini und aktuell seit 2011 vom Splitter Verlag unter dem Label toonfish.

Editorische Notiz Die nachfolgende kommentierte Bibliographie umfasst die Comics aus den regulären Alben, die Einseiter (Histoires de Schtroumpfs) aus der Zeit 1971/1972 und 1976, die Kurzgeschichten, welche 1989 bis 2002 in diversen Magazinen veröffentlicht wurden, während dieser Zeit produzierte weitere Einseiter (Schtroumpferies, auf Deutsch: Schlumpfereien), die Gags in Einzelstreifen (1998–2003), einige Werbecomics sowie die Alben aus der Reihe Johan et Pirlouit, in denen die Schlümpfe auftreten. Hinzu kommen ferner die Nebenserien im Albumformat L'Univers des Schtroumpfs (Die Welt der Schlümpfe, seit 2011, Sammlungen der Magazin-Kurzgeschichten) und Les Schtroumpfs & le Village des Filles (Die Schlümpfe und das verlorene Dorf, ab 2017, ein eigenständiges Spin-Off auf der Basis des gleichnamigen Films) sowie die kleinformatige Reihe Grandir avec les Schtroumpfs (Groß werden mit den Schlümpfen, seit 2020).

Die Comic-Geschichten aus der Zeit von 1958 bis 1988 sind entsprechend den Erstveröffentlichungen im Spirou Magazin, die Kurzgeschichten seit 1988 anhand der Ausgaben in den Magazinen Schtroumpfs! und Die Schlümpfe (Bastei), die Alben ab 1992 hinsichtlich der eigenen Veröffentlichung chronologisch geordnet. Die Nummernangaben zur regulären Albenreihe entsprechen den Originalausgaben bei Dupuis (Alben 1 bis 13), Cartoon Creation (14, 15) und Lombard (ab Album 16). Die deutschsprachigen Ausgaben bei Splitter (Imprint toonfish, seit 2011) sind in Nummerierung und Inhalt mit den französischen Analoga identisch. Deutsche Benennungen in dieser Bibliographie sind von Kauka, Bastei oder Carlsen bzw. Splitter übernommen. Die Jahreszahl der einzelnen Geschichten bezieht sich auf die französische Erstveröffentlichung (bis 1988 vorwiegend in Spirou). Bei einem Großteil der Magazin-Kurzgeschichten korrespondiert die Jahreszahl mit ihrer Veröffentlichung bei Bastei.

Die Bibliographie enthält Angaben zu Szenaristen und Zeichner, die Seiten- bzw. Blattanzahl des Comics, Anführung der Ausgaben auf Französisch sowie jener auf Deutsch, eine kurze Inhaltsangabe und Kommentare.

Texter und Zeichner: Die Angaben zu den Künstlern der ersten 15 Alben erfolgen zunächst entsprechend der Nennung in den Druckmedien. Weitere Mitarbeiter (Assistenten) sind in den Kommentaren angeführt. Seit Album 16 (1992) erfolgt bei den längeren Geschichten eine exaktere Angabe des Stabs (Szenarist, Zeichner, Tuschzeichner, Koloristin). Seit diesem Album wird auch Pierre Cullifords Sohn Thierry Culliford (geb. 1955) als Szenarist genannt.

Bei den längeren Comics ist das Ende der jeweiligen Geschichte in einem eigenen Absatz vermerkt. In den Kommentaren wird auf wiederkehrende Figuren oder Motive, Bezugnahmen auf frühere Comic-Geschichten, Quellmaterial aus Märchen oder Sagen, Probleme bei der Übersetzung, Widersprüche, Anachronismen, Hommagen etc. eingegangen. Verweise innerhalb der Schlümpfe-Comics erfolgen mit Originaltitel des Comics und der Jahreszahl der Erstveröffentlichung, womit die entsprechende Geschichte in der Bibliographie zu finden ist.

Liste der Comic-Alben Die in den Alben 14 und 15 enthaltenen Geschichten wurden von Bastei auf die Kiosk-Alben 1, 3 und 4 sowie auf die ersten Ausgaben des Magazins Die Schlümpfe aufgeteilt. Der Carlsen Verlag veröffentlichte zwei Albenreihen: Die erste von 1979–1989 umfasste im Großen und Ganzen die ersten 13 Originalbände (in z. T. abgeänderter Zusammenstellung), die zweite von 1996–2001 brachte es auf 16 Alben und reicht bis Originalnummer 20, unter Auslassung der französischen Bände 11 sowie 13–15. Abweichende Nummerierungen sind in der Liste angegeben.

Die seit 2011 erscheinende Ausgabe des Splitter-Verlags entspricht in Inhalt und Reihung der Alben den Editionen bei Dupuis und Lombard. Außerdem ist dort eine vierbändige sog. „Kompaktausgabe“ erschienen, die noch einmal die „klassischen“ Peyo-Storys (bis 1988) in der Albumversion versammelt, chronologisch angeordnet und ergänzt um Illustrationen und umfassende Informationen zu ihrer Entstehung.

Französische AusgabeDeutsche Ausgabe Jahr Band Titel Text Zeichnung Titel BemerkungenAuftritte in Johann und Pfiffikus 1960 JP9 La flûte à six schtroumpfs PeyoPeyoDie Schlümpfe und die Zauberflöte In dieser Geschichte tauchen die Schlümpfe zum ersten Mal auf. Carlsen 1979/1994: JP 11961 JP10La Guerre des sept fontainesPeyoPeyoDer Streit um die sieben Quellen Carlsen 1979/1994: JP 2 1964 JP12 Le Pays maudit PeyoPeyoDas verwunschene Land Carlsen: 1980 JP 3 / 1995 JP 4 unter dem Titel „Im verwünschten Land“ 1970 JP13 Le Sortilège de Maltrochu PeyoPeyoDer Hexenbann von Habichtstein Carlsen: 1980 JP 4 / 1995 JP 5 unter dem Titel „Der Zauber von Schwarzenfels“ 1994 JP14 La horde du corbeau Thierry Culliford & Yvan DelporteAlain MauryDer Rabe des Khans Carlsen 1995: JP 6 1998 JP16 La Nuit des Sorciers Thierry Culliford & Yvan DelporteAlain Maury Die Nacht der Zauberer Carlsen 1998: JP 12Die Schlümpfe 1963 1 Les Schtroumpfs noirs Peyo & Yvan Delporte Peyo Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe 1965 2 Le Schtroumpfissime Peyo & Yvan Delporte PeyoSchlumpfissimus, König der Schlümpfe Bei Kauka erschienen als „Der Oberschlumpf“ 1967 3 La Schtroumpfette Peyo & Yvan Delporte Peyo Schlumpfine 1968 4 L’Œuf et les Schtroumpfs Peyo & Yvan Delporte Peyo Das Zauberei und die Schlümpfe 1969 5 Les Schtroumpfs et le Cracoucass Peyo & Gos Peyo & Gos Die Schlümpfe und der Monstervogel Carlsen 1980/1997: „Die Schlümpfe und der Krakakas“ 1970 6 Le Cosmoschtroumpf Peyo & Yvan Delporte & Gos Peyo Der Astronautenschlumpf 1971 7 L’apprenti Schtroumpf Peyo PeyoDer Zauberschlumpf Eine Geschichte fehlte in der Carlsen-Ausgabe 1972 8 Histoires de Schtroumpfs Peyo & Yvan Delporte Peyo Schlumpfige Geschichten Dieses Album besteht aus Einseitern.