Die Stummellerche (Alaudala rufescens, Syn.: Calandrella rufescens) ist eine Vogelart aus der Familie der Lerchen (Alaudidae).
Das Artepitheton kommt von .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Beschreibung Die 14 Zentimeter große Stummellerche ähnelt der Kurzzehenlerche, mit der sie sympatrisch vorkommt. Bei der Stummellerche sind etwa drei Enden der Handschwingen sichtbar, während bei der Kurzzehenlerche die Flügeldecken die Handschwingen völlig maskieren und nur ein oder zwei Enden der Handschwingen zu sehen sind. Die spanische Form ist von der Kurzzehenlerche auch durch die aus der Nähe erkennbare feine Streifung der Vorderbrust unterschieden. Der kleine Halsfleck, welcher bei der Kurzzehenlerche manchmal sichtbar ist, fehlt bei ihr. Ihre Färbung ist allgemein etwas brauner und weniger rotbraun.
Stimme Ihr charakteristischer Ruf „prrit“ kommt auch im Gesang vor. Dieser ähnelt der Kurzzehenlerche, ist aber wohltönender und anhaltender. Vorgetragen wird der Gesang im ansteigenden Spiralflug oder im hohen Kreisflug.
Vorkommen mini|Verbreitungsgebiet der Stummellerche mini Die Stummellerche bewohnt Ödland, Steppen und Felder, aber auch trockene Randgebiete in Sumpfgebieten. Sie brütet in Süd- und Ostspanien, auf den Kanarischen Inseln, in Nord- und Ostafrika und von Kleinasien bis Afghanistan. Als sehr seltener Irrgast gelangt sie über Europa bis zu den Britischen Inseln und nach Finnland.Bauer et al., S. 131
Lebensweise mini|Calandrella rufescens minor Außerhalb der Brutzeit bildet die Stummellerche im Frühjahr große Trupps. Sie brütet am Boden im dichten Gras, wo das Weibchen mehrere Eier in ein Nest aus feinem Material wie kleinen Blättern, Wurzeln, Haaren, Wolle oder Federn legt. Die Jungen schlüpfen nach etwa 13 Tagen und werden von beiden Eltern mit Insekten ernährt.
Die westliche Population ist Standvogel, in Nordafrika kommt es zu größeren Zugbewegungen. Die östliche Population zieht im Winter nach Süden in den Mittleren Osten und den Nordwesten des Indischen Subkontinentes.
Die Stummellerche kann bis zu fünf Jahre alt werden.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Nicators, Bearded Reedling, larks A. r. rufescens (, 1819), Nominatform – Kanarische Inseln, enthält die Unterart (Ssp.) polatzeki A. r. apetzii (, 1857), – Iberische Halbinsel A. r. minor (, 1851), – Marokko bis Nordägypten, Südtürkei bis Saudi-Arabien und Irak, enthält die Unterart nicolli
Die vormalige Unterart C. r. Heinei wurde 2020 als selbständige Art Heinestummellerche (Alaudala heinei) abgespalten unter Mitnahme der Unterarten (A. r. heinei, A. r. pseudobaetica, A. r. Aharonii und A. r. Persica).
Gefährdungssituation Die Art gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur L. Vieillot: A[lauda] rufescens. In: Nouveau Dictionnaire d'Histoire Naturelle Appliquée aux Arts, Band 29, S. 516, Biodiversity Library Hans-Günther Bauer, Einhard Bezzel und Wolfgang Fiedler (Hrsg.): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz. Band 2: Passeriformes – Sperlingsvögel. Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-648-0. Urs N. Glutz von Blotzheim, K. M. Bauer: Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 10/I: Passeriformes. 1. Teil: Alaudidae – Hirundinidae. AULA-Verlag, 1988, ISBN 3-923527-00-4. Roger Peterson, Guy Mountfort, Philip Hollom: Die Vögel Europas. Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin, 9. Auflage 1966, ISBN 3-490-05518-7.
Weblinks
Javier Blasco-Zumeta, Gerd-Michael Heinze: Geschlechts- und Altersbestimmung (PDF-Datei, englisch) Federn der Stummellerche
Einzelnachweise
Kategorie:Lerchen