miniatur|hochkant|Christoph Bernhard Schlüter Christoph Bernhard Schlüter (* 27. März 1801 in Warendorf; † 4. Februar 1884 in Münster) war ein deutscher Dichter und Philosoph.
Leben mini|hochkant|Grabmal auf dem Hörster Friedhof (2026) Christoph Bernhard Schlüter wurde als Sohn des Stadtrichters von Warendorf geboren. Im Alter von acht Jahren brachte der Junge eine Flasche mit Kalk und Wasser zum Explodieren, wodurch seine Augen stark angegriffen wurden und er mit 27 Jahren völlig erblindete.
Er studierte an der Universität von Göttingen Philosophie und Philologie. Inzwischen verheiratet, lehrte er später als Professor für Philosophie an der Akademie zu Münster. Das Hauptwerk Schlüters bilden Arbeiten zum Verhältnis von Glauben und Theologie in der katholischen Tradition.Josef Höfer: Zum Aufbruch der Neuscholastik im 19. Jahrhundert. Christoph Bernhard Schlüter, Franz von Baader und Hermann Ernst Plaßmann. In: Historisches Jahrbuch, Jg. 72 (1952), S. 410–432. Er gilt als Mit-Entdecker und einer der Mentoren von Annette von Droste-Hülshoff.Siehe dazu: Josefine Nettesheim: Schlüter und die Droste. Dokumente einer Freundschaft: Briefe von Christoph Bernhard an und über Annette von Droste-Hülshoff. Regensberg, Münster 1956. Außerdem war er mit der Dichterin Luise Hensel befreundet, deren Lieder und Briefe er herausgab.Siehe dazu: Briefe aus dem deutschen Biedermeier, 1832–1876. Luise Hensel – Christoph Bernhard Schlüter. Mit Einführung und Erläuterungen unter Benutzung neuer Quellen herausgegeben von Josefine Nettesheim. Regensberg, Münster 1962.
Sein Grab befindet sich auf dem historischen Hörsterfriedhof am Bohlweg in Münster.
Schriften (Auswahl) Die Lehre des Spinoza, 1836 Welt und Glauben, 1844 Die himmlische Philosophie des Kalaph ben Nathan, 1845 aus dem Nachlass Freiheit und Knechtschaft. Eingeleitet und herausgegeben mit den vorbereitenden Entwürfen und Zitaten von Josefine Nettesheim. Regensberg, Münster 1971 (Vorlesung aus dem Jahre 1837).
Literatur in der Reihenfolge des Erscheinens
Adolf Dyroff, Wilhelm Hohnen: Der Philosoph Christoph Bernhard Schlüter und seine Vorläufer (= Geschichtliche Forschungen zur Philosophie der Neuzeit, Bd. 4). Schöningh, Paderborn 1935. Josefine Nettesheim: Christoph Bernhard Schlüter. Eine Gestalt des deutschen Biedermeier, dargestellt unter Benutzung neuer Quellen mit einem Anhang bisher unveröffentlichter Briefe von Schlüter. de Gruyter, Berlin 1960.
Rüdiger Krüger: Zur Situation der katholischen Kirche im preußischen Wiedenbrück im Spiegel des Lebens der Luise Hensel und ihrer Briefe an Christoph Bernhard Schlüter.; in: Der Kreis Wiedenbrück in seinen ersten Jahrzehnten. Strukturen und Personen. (Hrsg. Johannes Meier (Theologe)) (Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh Bd. 15). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2018, S. 119–153.
Fußnoten
Weblinks Biografische Webseite über Christoph Bernhard Schlüter
Bericht über Christoph Bernhard Schlüter
Findbuch zum Nachlass Christoph Bernhard Schlüter im Stadtarchiv Münster
Kategorie:Autor Kategorie:Philosoph (19. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Annette von Droste-Hülshoff Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1884 Kategorie:Mann