Olaf Holzapfel (* 1967 in Dresden) ist ein zeitgenössischer deutscher Konzeptkünstler. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Werdegang und Auszeichnungen mini|Holzskulptur "Zwei in ein ander Gewobene" (Olaf Holzapfel) auf der Dittersdorfer Höhe in Amtsberg, Erzgebirgskreis Olaf Holzapfel studierte zunächst von 1992 bis 1996 Architektur an der TU Dresden, bevor er sich für ein Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden entschied, wo er von 1996 bis 2001 studierte. Von 2001 bis 2003 war er Meisterschüler bei Professor Ralf Kerbach. Während des Meisterschülerstudiums 2001 erhielt Olaf Holzapfel das Hegenbarth-Stipendium, das für hervorragende künstlerische Leistungen vergeben wird. 2001–2002 ging er für einen Studienaufenthalt an das National Institute of Design (NID) bei Singanapali Balaram, Ahmedabad, Indien und als Artist in Residence an der Columbia University New York. 2002 war er Stipendiat der Philip-Morris-Kunstförderung und des DAAD.

Von 2006 bis 2008 lehrte Holzapfel als Gastprofessor für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe sowie von 2008 bis 2010 Gastprofessor für Bildhauerei an der HfbK Hamburg.

Olaf Holzapfel erhielt 2014 den wichtigsten Thüringer Kunstpreis, den Gerhard-Altenbourg-Preis.Gerhard-Altenbourg-Preis wird an Olaf Holzapfel verliehen. Artikel vom 23. November 2014 auf welt-online, abgerufen am 7. März 2017. 2024 folgte der Zurich Art Prize der neben dem Preisgeld mit einer Einzelausstellung im Museum Haus Konstruktiv verbunden ist.

Zu seinen wichtigsten Ausstellungen gehörte außerdem 2011 die Teilnahme an der Venedig Biennale. Dort stellte er in Kooperation mit Teresa, Mirta, Dionisia, Noelia und Luisa Gutiérrez vom argentinischen, indigenen Volk der Wichí im Lateinamerikanischen Pavillon aus.Biennale Venedig 2011 Pavillons, Ausstellungen Lateinamerikanischer Pavillon - IILA auf der Website Universes in Universe, abgerufen am 20. März 2025 Olaf Holzapfel 2017 war zudem Teilnehmer der documenta 14 in Kassel und Athen.Katalogeintrag auf der Homepage der Documenta 14, abgerufen am 7. April 2017.

Werk Olaf Holzapfel beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit der Konzeption und Materialität von Räumen, wobei Innen- und Außenräume für ihn nicht als Gegensätze bestehen, sondern zu etwas Fließendem verschmelzen. Resultate seiner Arbeit sind Bildwerke, die er in diversen Medien schafft. Er verwendet für seine Konzeptkunst traditionelle Handwerkstechniken gleichberechtigt neben digitaler Bildbearbeitung. Außer mit Malerei arbeitet er auch mit Skulptur, Installation, Fotografie, Film und Digitaldruck.

Viele seiner großen Objekte baute Holzapfel aus Hartpappe und Polyamidfäden. Text von Astrid Mania über das Werk Das abseitige Freie auf der Webseite des Künstlers, 2008, (PDF 350 kB), abgerufen am 6. März 2017. Bekannt ist er für seine Fachwerk-Skulpturen aus Holz in unterschiedlicher Größe, die er gerne in der freien Natur aufstellt.Video vom Aufbau der Fachwerkinstallation Wilder Mann auf Brücke, auf Vimeo, 2013, abgerufen am 6. März 2017. Zu Olaf Holzapfels prominentesten Werkgruppen gehören auch die Objektbilder aus Heu oder Stroh. Seit 2009 fertigt er in Zusammenarbeit mit dem indigenen Stamm der Wichí aus Südamerika Textilbilder, welche aus der Pflanzenfaser Chaguar gewebt werden.

Einzelausstellungen (Auswahl) 2025 Olaf Holzapfel – curated by Kathleen Reinhardt – Christine König Galerie, Wien, Österreich 2025 topography of an unusual reality – Olaf Holzapfel – Galerie Knust Kunz, München 2024 Zwei in einander Gewobene, Dittersdorfer Höhe in Amtsberg, Teil des Purple Path der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025Das Kunstwerk Zwei in einander Gewobene, auf der Webseite des Purple Path 2024: Olaf Holzapfel: Der Mantel, Haus Konstruktiv, Zürich, Schweiz (Gewinner des Zurich Art Prize 2024) 2024 Tiefe und Fläche. Im Dialog: Wissenschaftliche Tableaus und Olaf Holzapfel, Oktogon. Kunsthalle der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden 2024 Housing in Amplitude in Onomichi, LLovehouse Onomichi, Japan 2024 The river that connects the banks – Vernacular genealogies, Xippas Galerie, Paris 2023 Olaf Holzapfel: Das Gewachsene – Ce qui a grandiv, Xippas Geneva, Genf, Schweiz 2022 Harfen, Installation zur sommer.frische.kunst., Nassfeldalm, Bad Gastein, Austria 2022 In Vielem und Einem, Galerie Daniel Marzona, Berlin 2022 Der geflochtene Garten, permanente Installation in der „Hands on: Flechten“ Ausstellung, MEK Museum Europäischer Kulturen, Berlin-Dahlem 2022 The Colors of Woodland, Galerie Sabine Knust, Munich, Germany 2021 Pflanzenwerk, Bündner Kunstmuseum Chur, Switzerland 2021 Las Calles De La Ciudad – El Orden Del Amplio País, Museo de Arte Contemporáneo de Salta, Argentinien 2020 Arena, permanente Installation am Kunsthaus Dresden 2020 El Camino de los Campos, Centro Cultural Parque de España, Argentinien 2019 Olaf Holzapfel, Gebrüder Lehmann Galerie, Dresden 2019 El camino en los campos, Museo Nacional de Arte Decorativo Buenos Aires, Argentinien 2019 Fasern, Galerie Daniel Marzona, Berlin 2018 Olaf Holzapfel, Kloster Schönthal 1145, Langenbruck, Schweiz 2018 Die Geometrie in der Bredouille (La géométrie dans le pétrin), Gallery Albert Baronian, Brüssel 2016: Der perfekte Weg, Galerie Daniel Marzona, Berlin 2015: The rough Law of Gardens, Mishkan Museum of Art, Ein Harod, Israel und Kunstmuseum Bochum (mit Nahum Tevet) 2014: Olaf Holzapfel – Die Technik des Landes, Gewinner des Gerhard–Altenbourg–Preises 2014 Lindenau-Museum, Altenburg 2014: Housing in Amplitude, Museo de Arte Contemporáneo, Santiago, Chile (mit Sebastian Preece) 2013: Gelände, Kunstverein Augsburg 2013: Interritorial – Territorialis, Albert Baronian Gallery, Brüssel 2012: Region, Leonhardi-Museum, Dresden 2011: 3 wie 1, 2 in 3, 2, 1, 1 über 1, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden 2010: Das Verwobene in dem ich wohne, Johnen Galerie, Berlin 2009: At a moment’s notice, Max Wigram Gallery London 2009: Das Nomadische Kriterium, Galerie im Taxispalais, Innsbruck und im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr 2008: Nakano Sakaue, Autocenter, Berlin 2008: Die Nachbarschaft der Dinge, Galerie Ghislaine Hussenot, Paris 2007: In der Mitte des Pragmatismus, Johnen+Schöttle, Köln 2007: Unbestechliche Archive, Galerie Sabine Knust, München 2005: Der Absolute Zusammenhang, Johnen Galerie, Berlin 2003: Zwischen Gütern, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden 2003: Durch den Kopf, Oktogon der HfBK, Dresden 2002: Nice thinking Utopias, Columbia University / LeRoy Neijman Gallery, New York 2002: In between, Goods, Billboard-Installation, Ahmedabad, Indien

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2026 Produktive Unruhe, Kunsthaus Dresden 2026 (re)connecting.earth (03) – Sensitive Resources, Biennale für Kunst und Stadtnatur, Genf, Schweiz 2025 setouchi art trienale 2025, Setouchi, Japan 2025 sea art festival 2025: Undercurrents: Waves Walking on the Water, Dadaepo Beach, Südkorea 2025 Blickachsen 14, Skulpturen im Kurpark, im Schlosspark und im Gustavsgarten Bad Homburg 2024 Wand – eine partizipative Installation, Umweltbundesamt, Dessau 2024 wir legten unsere Hände ins Wasser, Altes Kurhaus, Bad Kösen 2024 Bühne für Land und Leute, analog festival, Kulturhaupstadt Salzkammergut Bad Goisern, Österreich 2024 spatial means, Moskowitz Bayse, L.A., USA 2024 Me, Myself and I, Galerie Kajetan, Berlin 2023 Quinquagesimum, Fondation CAB, Brüssel 2023 SHIFT: Ecologies of Fashion, Form + Textile, Griffin Art Projects, North Vancouver, Kanada 2023 Gegenwartsgesellschaft, Produzentengalerie, Hamburg 2023 Textile Welten, Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne, München 2023 Slick & Rough, Galerie Xippas, Paris 2023 Fragment of an Infinite Discourse, Lenbachhaus, München 2023 1,5 Grad – Verflechtungen von Kosmos, Leben und Technik, Kunsthalle Mannheim 2023 The Event of a Thread. Global Narratives in Textiles, Galerie Central, Tunis, Tunisia 2022 Silent Stories, Kunstsammlungen am Theaterplatz, Chemnitz 2022 Das Gehirn in Kunst und Wissenschaft, Bundeskunsthalle Bonn 2022 paint it all!, Berlinische Galerie, Berlin 2022 Wege in die Abstraktion im Dreiländereck, Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster, Zittau 2022 the event of a thread, MOMus-Experimental Center for the Arts, Thessaloniki, Greece 2022 Dem Wasser folgen, Kunsthalle Bielefeld 2022 Mythos Handwerk, Museum für angewandte Kunst, Frankfurt 2022 A Family Story, Collection(s) Robelin, MAC, Lyon 2021 BIENALSUR. La Escucha Y Los Vientos. Testimonios De La Presencia, Fundación Migliorisi, Grabadores del Kabichu’i, Asunción, Paraguay 2021 Krasnoyarsk Museum Biennale 2021, Krasnoyarsk, Russland 2021 LandLiebe – Kunst und Landwirtschaft, Bündner Kunstmuseum Chur, Schweiz 2021 Seyni Awa Camara and Olaf Holzapfel, Baronian Xippas, Knokke, Belgien 2020 Sichbar – die eigene Sammlung, Kunstmuseum Bochum 2020 Collect the Present: Present the Collection, Museum Kurhaus Kleve 2020 Crossing Borders, Kupferstich-Kabinett/SKD, Dresden 2020 Blaues Gras entlang der Flüsse – pasto azul a lo largo de los ríos, Kulturhaus Schwartsche Villa, Berlin 2020 Retour, Provinz Bochum 2020 The Event of a Thread. Global Narratives in Textiles, NeMe Arts Centre Limassol, Zypern 2020 A Space full of Drawings and a Drawing in Space, Daniel Marzona Gallery, Berlin 2020 Kunst ⇆ Handwerk, Kestner Gesellschaft, Hannover 2020 cuadrícula ambigua, MAC Museo de Arte Contemporáneo de Salta, Argentina 2019 in our neighborhood – unter Nachbarn, Park Platform For Visual Arts, Tilburg, Niederlande 2019 Kunst ⇆ Handwerk, Kunsthaus Graz, Österreich 2019 the event of a thread, Negev Museum of Art, Israel 2019 crossing lines, Kunsthalle Osnabrück 2019: Anders Wohnen, Museum Haus Lange, Krefeld 2019: Negativer Raum, ZKM, Karlsruhe 2019: And Berlin Will Always Need You, Gropius Bau, Berlin 2018: Konstruktion der Welt: Kunst und Ökonomie, Kunsthalle, Mannheim 2018: Die Macht der Vervielfältigung, MARGS Museu de Arte do Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Brasilien 2018: Deutschland ist keine Insel. Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Ankäufe von 2012 bis 2016, Bundeskunsthalle, Bonn 2017: Zaun, documenta 14, Kassel 2016: ICH. Neue Formen des Selbstporträts. Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main 2015: Disegno-Zeichenkunst für das 21. Jahrhundert. Kupferstich-Kabinett, SKD, Dresden 2015: Et in Arcadia Ego - Weltchaos & Idylle. Museum Kurhaus Kleve 2015: Das Gedächtnis des zukünftigen Materials. Kleines Historicum, Bergakademie Freiberg 2014: 2. Montevideo Biennale. mit Housing in Amplitude, Montevideo, Uruguay 2014: Pliage / Fold. Gagosian Gallery, Paris 2014: RE: Painted. S.M.A.K., Ghent 2014: Proyecto Trapananda. Cohaique / Patagonia; Cerro Castillo, Chile 2013: Inside Outside Architecture. Nationalmuseum Oslo, Museum of Contemporary Art 2013: Painting Forever! Keilrahmen. KW Berlin 2012: Made in Germany Zwei. Sprengel Museum, Hannover 2012: Wahlverwandtschaften. Imaginationen des Nomadischen. Museum für Völkerkunde, Hamburg 2011: Illuminations. Südamerikanischer Pavillon, 54. Biennale Venedig 2011: KölnSkulptur #6. Skulpturenpark, Köln 2011: Abstrakt////Skulptur. Georg-Kolbe-Museum, Berlin 2011: Informellnature. Galerie Sabine Knust, München 2010: Menos Tiempo que lugar. Museo Nacional de Bellas Artes, Santiago de Chile; Palais de Glace, Buenos Aires, Argentinien 2010: Das neue Albertinum. Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart. Staatliche Kunstsammlungen, Albertinum, Dresden 2009: Die Kunst der Unabhängigkeit: der zeitgenössische Pulsschlag. Centro de Arte Contemporaneo, Quito, Ecuador 2008: Der große Wurf. Faltungen der Gegenwartskunst. Museum Haus Lange, Krefeld 2006: Insa, Mantik ve His – Construction, Ratio and Sense. Galerist, Istanbul 2005: Expanding Painting. Prague Biennale II, Prag 2005: Urbane Realitäten – Focus Istanbul. Martin-Gropius-Bau, Berlin 2003: 4/11. Leonhardi-Museum, Dresden

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