Bönstadt ist ein Stadtteil von Niddatal im Wetteraukreis.

Geographie Bönstadt liegt in der Wetterau (naturräumliche Teileinheit Heldenbergener Wetterau) südöstlich von Assenheim.

Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Bönstadt unter dem Namen Benstad stammt aus dem Jahr 1184. Die Familie des damals erwähnten Eberhard von Benstad ist noch im Jahre 1232 nachweisbar. Der Ort war Besitz der Herren von Falkenstein und später der Grafschaft Büdingen-Ysenburger gehörte zum Burgfrieden und Gericht der Burg Assenheim.

Im Jahr 1326 wurde eine Kirche erbaut, die 1559 erweitert wurde. Sie stand unter dem Patronatsrecht des Prämonstratenserklosters Ober-Ilbenstadt.

Hessische Gebietsreform (1970–1977) Zum 1. Dezember 1970 fusionierten die Stadt Assenheim und die bis dahin selbständigen Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur neuen Stadt Niddatal und mit ihr kam Bönstadt am 1. August 1972 zum Wetteraukreis. Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Bönstadt angehört(e):

vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Grafschaft Isenburg-Wächtersbach, Gericht Assenheim (Anteil an der Herrschaft Münzenberg) ab 1806: Fürstentum Isenburg, Gericht Assenheim ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt, Amt Assenheim ab 1815: Kaisertum Österreich, Amt Assenheim ab 1816: Großherzogtum Hessen (Souveränitätslande), Provinz Oberhessen, Amt Assenheim (zur Standesherrschaft Isenburg gehörig) ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vilbel1823: Trennung zwischen Justiz (Landgericht Großkarben) und Verwaltung. ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1867: Norddeutscher Bund, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1918: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Friedberg ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg ab 1970: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Friedberg, Stadt Niddatal ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Stadt Niddatal

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bönstadt 1587 Einwohner. Darunter waren 108 (6,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 263 Einwohner unter 18 Jahren, 654 zwischen 18 und 49, 348 zwischen 50 und 64 und 321 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 648 Haushalten. Davon waren 168 Singlehaushalte, 189 Paare ohne Kinder und 228 Paare mit Kindern, sowie 48 Alleinerziehende und 18 Wohngemeinschaften. In 129 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 420 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Religion mini|hochkant|Turm der hist. Kirche

Die katholische Pfarrei St. Nikolaus in Wickstadt ist auch für die Ortsteile Bönstadt und Assenheim zuständig. Bönstadt hat mit Kaichen gemeinsam eine evangelische Kirchengemeinde.

Historische Religionszugehörigkeit 1961: 911 evangelische (= 83,27 %), 172 katholische (= 15,72 %) Einwohner

Kultur und Sehenswürdigkeiten Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niddatal Abschnitt Bönstadt

Freizeitgelände u. a. mit großer Teichanlage, Brunnen, Langer Gang, eine Getränke Oase sowie den Fußballverein KSG Bönstadt (die KSG)

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Südlich des Ortes verläuft die Landesstraße 3188.

Öffentliche Einrichtungen In Bönstadt gibt es einen Kindergarten und einen Freiwilligen Feuerwehrverein.

Persönlichkeiten Johannes Schmidt (* 1684 in Bönstadt; † 1761 in Mautern an der Donau), Bildhauer

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise Einwohnerzahlen aus Webarchiv: 2007, 2016, 2020

Literatur Dieter Wolf: Die Wetterau im Federstrich. Bönstat. In: Wetterauer Zeitung vom 31. Oktober 1975.

Weblinks

Geschichte Bönstadts im Internetauftritt der Stadt Niddatal.

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