mini|Hasenpfeffer als Krone präsentiert Hasenpfeffer (franz. civet de lièvre) ist ein gewürztes Ragout aus Hasenfleisch, vor allem dem sogenannten Hasenklein mit Stücken vom Hasen wie Läufen, Brust und Hals, Herz und Leber, die sich als Braten nicht eignen. Der Begriff ist vom kulinarischen Begriff „Pfeffer“ abgeleitet.
Zubereitung Zur Zubereitung wird beispielsweise das Fleisch zuerst gewürfelt und in Öl, Weinbrand und Gewürzen mariniert. Anschließend wird es mit durchwachsenem Räucherspeck, Zwiebeln und Rotwein geschmort, mit Zitronensaft abgeschmeckt, die kleingeschnittene Leber hinzugegeben und schließlich die Sauce mit Hasen- oder Schweineblut eingedickt. Serviert wird Hasenpfeffer traditionell mit Klößen und Rotkohl.
Ähnliche Speisen Verwandte Gerichte, die auf „Pfeffer“ im Sinne eines Pfeffer-Kräuter-Gemisches bzw. einer scharfen TunkeHans Wiswe: Nachlese zum ältesten mittelniederdeutschen Kochbuch. In: Braunschweigisches Jahrbuch. Band 39, 1958, S. 103–121, hier: S. 118. (im Mittelalter auch Ius piperatum genannt),Hans Wiswe: Kulturgeschichte der Kochkunst. Kochbücher und Rezepte aus zwei Jahrtausenden. Mit einem lexikalischen Anhang zur Fachsprache von Eva Hepp. Moos, München 1970, S. 194 f. beruhen, sind Schweinepfeffer und Gänsepfeffer sowie Fischpfeffer.Mittelniederdeutsches Handwörterbuch, begründet von Agathe Lasch und Conrad Borchling, hrsg. nach Gerhard Cordes und Annemarie Hübner von Dieter Möhn und Ingrid Schröder, I ff., [Hamburg 1928–] Neumünster 1956 ff., hier: Band 2, S. 1467. Im italienischen Gran Paradiso gibt es ein dem Hasenpfeffer ähnliches Gericht aus Murmeltierfleisch.
Weblinks
Hasenpfeffer bei Koch-Wiki Ein weiteres mögliches Rezept von 1879 Aus: Henriette Davidis: Praktisches Kochbuch für die Deutschen in Amerika. G. Brumder’s Verlag, Milwaukee, Wis. 1879. (Harvard University Library)
Einzelnachweise
Kategorie:Wildspeise Kategorie:Deutsche Küche Kategorie:Blut als Lebensmittel