Der Rammbock (auch Sturmbock oder Widder) ist eine Belagerungswaffe, die bis zum Mittelalter oft Verwendung fand.

Beschreibung Der Rammbock diente dazu Mauern, Tore oder Türme einzureißen. Es gibt viele Varianten. Sie reichten vom einfachen Baumstamm, dem Rennbaum, der von Personen gegen das einzureißende Ziel geprellt wurde, über belastete Wagen, die mit Schwung gegen das Ziel gesteuert wurden und auf Grund ihrer hohen Masse eine enorme Durchschlagskraft hatten, bis hin zu einem schwingenden Stamm, der unter einem Gerüst aufgehängt, von den Angreifern immer wieder gegen das Hindernis gestoßen wurde und mit einem bronzenen Rammkopf ausgerüstet war.

Abbildungen

Moderner Einsatz von Rammböcken mini|Schutzschild und Rammbock (TOK-TOK) der Militär-Polizei (Feldjäger Bundeswehr) Heute werden Rammböcke in Form von Tür-Rammen von polizeilichen Spezialeinsatzkommandos sowie der Militärpolizei (MP) verwendet, um z. B. bei einer Stürmung oder einem polizeilichen Zugriff Türen aufzubrechen. Dabei handelt es sich jedoch um kleine, tragbare Ausführungen, die von ein oder zwei Personen eingesetzt werden können; manche von ihnen verfügen zudem über einen Mechanismus, der beim Aufprall ausgelöst wird und die türbrechende Wucht erhöht. Die Rechtmäßigkeit des Einsatzes von Rammböcken im Rahmen von Durchsuchungen kann gerichtlich überprüft werden.LG Aachen, Urteil vom 9. April 2013, Az. 12 O 394/12, Volltext Rn 4.

Siehe auch Aries, Rammbock / römische Kriegsmaschine Widder, Rammbock / mittelalterliche Kriegsmaschine Ōtsuchi, Rammbock / japanische Kriegswaffe Die Belagerung von Plataiai Einmannramme, Einsatzmittel der Polizei Für das Pufferelement am Gleisende im Schienenverkehr siehe Prellbock

Literatur Stephen R. Turnbull, Siege weapons of the Far East: AD 300-1300, Verlag Osprey Publishing, 2001, ISBN 978-1-84176-339-2 Stephen Turnbull, Wayne Reynolds, Siege weapons of the Far East: AD 960-1644, Verlag Osprey Publishing, 2002, ISBN 978-1-84176-340-8 David Nicolle, Sam Thompson, Medieval Siege Weapons: Western Europe Ad 585-1385, Verlag Osprey Publishing, 2002, ISBN 978-1-84176-235-7

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Einzelnachweise

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