mini Mys Schmidta () ist eine Siedlung städtischen Typs mit Einwohnern (Stand ) im Norden des Autonomen Kreises der Tschuktschen im äußersten Osten Russlands.

Geographie Die Siedlung liegt an der Küste der Tschuktschensee, etwa 650 Kilometer nördlich des Kreisverwaltungszentrums Anadyr auf einer Nehrung, welche die Lagune Akatan (auch Kelmantagen) vom offenen Meer trennt. Wenig nördlich liegt das gleichnamige Kap (Mys Schmidta steht im Russischen für Kap Schmidt).

Mys Schmidta gehört seit Juni 2008 zum Rajon Iultinski mit Verwaltungszentrum in Egwekinot. Zuvor war Mys Schmidta Zentrum des Rajons Schmidtowski, der 2008 mit dem Iultinski rajon zusammengeschlossen wurde und kurzzeitig Wostotschny rajon („Ostrajon“) hieß.

Geschichte Der Ort wurde 1931 als Stützpunkt für die Erschließung des äußersten Nordostens der Sowjetunion gegründet und wie das Kap nach dem Arktisforscher, Akademiemitglied und Politiker Otto Schmidt benannt.

In Folge entstanden in dem Gebiet verschiedene Bergbaubetriebe zur Förderung von Zinn und Gold (in Poljarny und Leningradski), deren logistisches Zentrum Mys Schmidta wurde. 1954 entstand eine Basis der sowjetischen Luftstreitkräfte insbesondere als Ausweich- und Auftankstützpunkt für deren strategische Bomberflotte.

1962 wurde der Ort Siedlung städtischen TypsMys Schmidta auf der Webseite des Geographischen Instituts der RAN (russisch) und 1973 Verwaltungszentrum eines aus dem Iultinski rajon ausgegliederten eigenständigen Rajons.

Im Zusammenhang mit der Einstellung des Bergbaus in industriellem Maßstab aus Kostengründen und der Schließung des Luftwaffenstützpunktes in den 1990er Jahren verließen 90 Prozent der Einwohner den Ort. Am 30. Mai 2008 wurde der Schmidtowski rajon wieder mit dem Iultinski rajon zusammengeschlossen, womit der Ort seine Verwaltungsfunktion verlor.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1970 1818 1979 3307 1989 4587 2002 705 2010 492 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten Mys Schmidta ist Ausgangspunkt für den Besuch des Naturreservates und UNESCO-Welterbegebietes Wrangelinsel.

Wirtschaft und Infrastruktur Einziger Wirtschaftszweig des umliegenden Gebietes sind heute die durch Angehörige der indigenen Völker betriebene Rentierzucht und die Goldwäscherei (2005 wurden 1625 Kilogramm Gold gefördert).

In der Siedlung befindet sich eine Wetterstation.

Unmittelbar südlich der Siedlung befindet sich ein Flughafen (ICAO-Code UHMI), von dem eine Flugverbindung nach Anadyr besteht. Als Hinterlassenschaft aus der Zeit seiner militärischen Nutzung besitzt er eine für Zwecke der dortigen zivilen Luftfahrt überdimensionierte 2450 m lange und 60 m breite betonierte Start- und Landebahn.

Klimatabelle

Weblinks

(Ehemaliger) Rajon Schmidtowski auf der Webseite der Verwaltung des Autonomen Kreises (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Autonomen Kreis der Tschuktschen Kategorie:Otto Juljewitsch Schmidt