mini|hochkant=0.80|Teddy Bill mini|hochkant=0.80|Grabplatte von Hans Kern Teddy Bill (* 18. November 1900 in WienGeburtsdatum und -ort laut IMDb und filmportal.de. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films gibt als Geburtsdatum 19. November 1900 und als Geburtsort Altenberg an.; † 11. Februar 1949 ebenda; gebürtig Hans Günter Leo Kern) war ein österreichischer Schauspieler.
Leben Er diente 1917/18 als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg und ließ sich anschließend an der Kaiserlich-Königlich-Theresianischen Akademie zum Schauspieler ausbilden. 1920 begann Bill seine Theaterlaufbahn an Wiener Kabarettbühnen. Daneben betätigte er sich erfolgreich als Autorennfahrer und gewann 16 Preise. 1925 ging er nach Berlin, wo er mit Couplets bei zahlreichen Kabarett-Vorstellungen auftrat.
Seit 1926 wirkte er als immer lustiger Dicker in Stummfilmen mit. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten zog er sich nach Österreich zurück und nannte sich nun Teddy Kern. Er setzte seine Karriere beim Theater und Film in Österreich fort.
Nach dem Anschluss Österreichs fanden die Nationalsozialisten im Frühjahr 1939 heraus, dass der Ehemann von Kerns Mutter Jude war. Er konnte jedoch nachweisen, dass dies nicht sein Vater war, woraufhin er als Hans Kern mit einigen winzigen Rollen weitermachen durfte. Nach Kriegsende war er wieder als Teddy Kern aktiv.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Döblinger Friedhof (Gr. 27, Nr. 1A) in Wien.
Filmografie 1926: Die Boxerbraut 1926: Wien – Berlin 1926: Prinzessin Trulala 1926: Der Herr des Todes 1926: Der Seekadett 1927: Der Juxbaron 1927: Primanerliebe 1927: Der Soldat der Marie 1927: Svengali 1927: Die Achtzehnjährigen 1927: Durchlaucht Radieschen 1927: Der König der Mittelstürmer 1927: Die schönsten Beine von Berlin 1927: Das Fürstenkind 1927: Der Juxbaron 1928: Es zogen drei Burschen 1928: Das Spreewaldmädel 1928: Artisten 1928: Liebeskarneval 1928: So küsst nur eine Wienerin 1928: Zwei rote Rosen 1928: Polnische Wirtschaft 1928: Flitterwochen 1928: Der erste Kuß 1928: Der Raub der Sabinerinnen 1928: Serenissimus und die letzte Jungfrau 1928: G’schichten aus dem Wienerwald 1929: Nachtgestalten 1929: Sündig und süß 1929: Vererbte Triebe 1929: Kehre zurück! Alles vergeben! 1929: Im Prater blüh’n wieder die Bäume 1929: Gestörtes Ständchen (Kurzfilm) 1930: Nur am Rhein 1930: Die singende Stadt 1930: Eine Freundin so goldig wie Du 1930: Zwei Welten 1931: Die große Attraktion 1931: Kinder des Glücks 1931: Der Raub der Mona Lisa 1932: Teilnehmer antwortet nicht 1932: Ein süßes Geheimnis 1932: Die Vier vom Bob 13 1932: Die Wasserteufel von Hieflau 1933: Abenteuer am Lido 1933: Frühlingsstimmen 1935: Hoheit tanzt Walzer 1941: Wir bitten zum Tanz 1942: Die heimliche Gräfin 1943: Der weiße Traum 1946: Der weite Weg 1947: Wiener Melodien 1947: Seine einzige Liebe 1948: Das singende Haus 1948: Der himmlische Walzer 1948: Hin und her 1949: Lambert fühlt sich bedroht 2014: Melusine (Produktion 1943)
Literatur Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Mit einem Geleitwort von Paul Spiegel. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 64.
Weblinks
Teddy Bill bei cyranos.ch
Anmerkungen
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Pseudonym Kategorie:Komiker Kategorie:Kabarettist (Österreich) Kategorie:Kabarettist (Deutschland) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1949 Kategorie:Mann